Weltspiegel (19): Kleinwagen in den USA Kleine Einwanderer
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Yugo und Chrysler Horizon bereiteten einst den Weg. Nach Smart Fortwo und Mini Cooper wollen nun auch andere Kleinwagen aus Europa die USA zu erobern. VW Golf und Ford Fiesta sind die nächsten.
Die Redaktion von sueddeutsche.de sieht sich um - im "Weltspiegel": Welche Autos fahren die anderen? Wie reagieren andere Länder und Hersteller auf den Klimawandel? Wer steigt auf alternativ angetriebene Fahrzeuge um?
Ford Fiesta, der kleine Einwanderer: Der Erfolg des Smart Fortwo lässt auch andere Hersteller hoffen.
(Foto: Foto: Pressinform)So recht weiß noch niemand, ob sich die US-Kunden in nennenswerten Volumina für europäische Kleinwagen werden begeistern können. Doch insbesondere Ford geht getreu dem Motto "Wer nicht wagt, der nicht gewinnt" in die Vollen. Die Ford Motor Company produziert ab Sommern 2010 im mexikanischen Werk Cuautitlán bei Mexiko City den Fiesta als Schräg- und Stufenheck für die Märkte USA, Kanada und Südamerika.
Bereits ab Ende April diesen Jahres geht der Kleinwagen aus deutscher Entwicklung in eine ungewöhnliche Testphase: 100 Kunden aus den USA haben die Möglichkeit, den Ford Fiesta sechs Monate lang auszuprobieren. "Jeder Testmonat steht unter einem besonderen Motto", erklärt Projektmanager Sam De La Garza. "So sollen die Probanden mit dem Fiesta zum Beispiels zu Freunden, Events oder in den Urlaub fahren. Wir wollen so ein Maximum an Informationen bekommen."
Doch der noch junge Ford Fiesta soll nicht der einzige Kleinwagen aus Europa sein, der in den USA auf Kundenfang geht. So bringt Volkswagen nach längerer Abstinenz wieder den VW Golf ("Rabbit") auf den Markt. Wegen der gesunkenen Nachfrage hatte es neben der vergleichsweise erfolgreichen Stufenheckversion Jetta in den Staaten lange Zeit nur den Golf GTI gegeben.
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In diesem Frühjahr wird erstmals die neue Generation des Golf VI in den USA eingeführt. Besonders vom neuen Topmodell GTI und dem später im Jahr geplanten VW Golf R mit rund 300 PS versprechen sich die Wolfsburger im ehemals so geliebten Amerika Einiges.
Auch Toyota will sein Kleinwagenengagement in den Vereinigten Staaten ausweiten. Auf der New York Motorshow stellten die Japaner erstmals eine getunte Version des iQ vor. Ein späterer Serienstart unter dem Szenelabel Scion scheint nicht ausgeschlossen.