W&V: Zum Beispiel?
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de'Silva: Bislang gab es den Audi A4 als Limousine, Avant und Cabrio. Für den neuen A4 nach dem Baukastensystem haben wir eine Limousine, ein Coupé, den A5, das A5 Cabrio, den A5 Sportback und den Q5 realisiert.
W&V: Die Lebenszyklen der Modelle werden kürzer?
de'Silva: Um ein Fahrzeug zu entwickeln, braucht man nach wie vor vier Jahre. Aber aufgrund der modularen Plattform können wir jeden Monat ein neues Modell lancieren. Im Schnitt bringen wir alle 40 Tage ein neues Modell heraus.
W&V: Gorden Wagener, Chefdesigner von Mercedes-Benz, sagt: "Du musst eine Menge Leute überzeugen, wenn Du Dein Design verkaufen willst." Das klingt so, als gehe es nicht um die Umsetzung von Strategien, sondern um persönliche Geschmäcker.
de'Silva: Damit bin ich nicht einverstanden. Ich nehme ein Modell, stelle es in einen Präsentationsraum und sage nichts. Wenn es den Leuten gefällt, dann brauche ich niemanden mehr zu überzeugen. Das Problem stellt sich genau andersherum: Manchmal glaubt man, das reife Ergebnis zu haben, und das Problem besteht darin, zu sagen: Lieber Herr Vorstandsvorsitzender, ich brauche noch ein paar Wochen, um das zu verbessern - es ist noch nicht gut genug.
W&V: Sie haben nur ein einziges, riesiges Bild in Ihrem Büro hängen -den Unterboden eines Autos. Warum diese außergewöhnliche Perspektive?
de'Silva: Das ist Design! Es ist die Unterseite eines Audi R8. Man kann darin die Liebe zum Detail und die Klarheit des Designs erkennen. Und auch die Intention und die Kultur der Ingenieure, der Technik. Es ist fantastisch, dieses Bild!
W&V: Aber die Leistung guten Designs erkennt man doch auch an der Karosserie.
de'Silva: Design ist auch das, was man nicht sieht. Es ist fester Bestandteil der Gesamtheit eines Organismus, den man Automobil nennt.
W&V: Welches Auto verkörpert das am besten?
de'Silva: Der Citroën DS 19 ist das Fahrzeug, das ich am meisten liebe. Es ist eines der wenigen Fahrzeuge, die genau das darstellen. Dieses Auto ist für mich eine große Ikone.
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(sueddeutsche.de/W&V/gf)
Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Design sei wichtiger als Werbung?
Weshalb sehen denn alle VW´s und Audis wie elektrische Rasierapparate aus?
Beati pauperes spiritu, quia ipsorum est regnum coelorum.
Herr Sinkewitz,
danke für den persönlichen Angriff, während ich mich auf einen Autodesigner bezog.
So genau wollten wir Ihren Beruf nicht erfahren ;-))
es reicht Ihnen wohl nicht SMART zu designen- auch gut.Von der Seite kommt ja jetzt Herr von Holzhausen.Wird sicher gut einheizen im wohlig warmen Daimler Ländle.
Es ist jedoch der Verdienst DaSilvas, daß die Audis heute so aussehen.
Die "Nuvolari" und "LeMans" Studien dieser Welt haben sie wohl im Designkerker bei Smart verschlafen.Schreyer hat Bauhaus und Rosenmeyers zustande gebracht, DaSilva die Millionseller.
Schön,daß Sie derart Bescheid wissen!
... wohl Karl Kraus' Satz: "Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken." ziemlich genau zu.
De'Silva hat mit dem zu recht hochgerühmten Audi-Design nichts zu tun. Er verwaltet lediglich und das mehr schlecht als recht, wie das "Sportback"-Gedöns zeigt das Vermächtnis des großen Peter Schreyer. DER hat das Audi-Design entwickelt und mit so wirklich genialen Glanzlichtern wie dem ersten Audi-TT bereichert. Was seine Nachfolger aus dem TT gemacht haben, ist doch nurmehr ein schlecht gelungener 911-Verschnitt.
Die Genialiät des Herrn de'Silva zeigte sich vor allem damals, als er von Alfa Romeo zu Seat wechselte. Auf einmal sahen alle Seats von vorne aus wie Alfas und die Viertürer hatten an den hinteren Türen versenkte Türgriffe, wie sie beim Alfa 156 noch als Genieblitz aufschienen ... Ein Selbstvermarktermit Beziehungen. Mehr nicht.
Walter daSilva ist der beste Brandmanager, den sich eine Automobilfirma vorstellen kann.
Einzigartiges talent.
Ohne ihn und Piech wäre der VW Konzern, insbesondere Audi, nicht da, wo sie heute stehen.
Der Jonathan Ive der Automobilwelt.
Er und Murat Günak.leider war nicht genügend Platz bei VW für zwei dieser Genii.
Außerdem markiert dieses Interview den Anfang vom Ende von Porsche´s Chefdesigner Maurer, welcher zu recht gehen muss.
Wer den Panamera ertragen musste, und die Bugatti Galibier Studie bewundern durfte, weiß das im integrierten Konzern die ordnende Hand von DaSilva gefordert ist.
Zu recht.
Paging