W&V: Welche Rolle spielt dabei künftig das Akustik-Design? Schließlich machen Elektromotoren kaum Geräusche, sie jaulen nicht, sie dröhnen nicht, sie röhren nicht.
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de'Silva: Wir werden entsprechende Akustik-Elemente einführen müssen. Auch beim Computer oder am Telefon wollen wir immer ein Akustik-Feedback von der Tastatur haben. Das gehört zu unseren fünf Sinnen, zur Ergonomie. Dieses physikalische Feedback muss ein Produkt geben.
W&V: Werden die Formen eines Autos mit Elektroantrieb weicher, freundlicher aussehen müssen, um zu zeigen, dass es umweltfreundlicher ist - damit es sich besser verkauft?
de'Silva: Ich arbeite seit 38 Jahren im Design. Mindestens 25 Jahre davon arbeite ich mit dem Marketing zusammen. Das Marketing macht seine Arbeit, ich mache meine Arbeit. Aber das Design eines Fahrzeugs entsteht ohne das Marketing.
W&V: Aber Design muss auch verkaufen. Gibt es keinen Austausch zwischen Marketing und Design?
de'Silva: Doch, natürlich. Jeden Tag sogar. Wir stehen nicht in Opposition zueinander.
W&V: Also ist Design auch wichtiger als Werbung, weil es die Voraussetzung dafür bietet?
de'Silva: Natürlich! Wenn das Produkt ein Design-Produkt ist, also wenn Funktionalität, Qualität und Ästhetik richtig vereint sind, ist Werbung ein Zusatz. Aber Werbung kann den Erfolg eines guten Designs durch kreative Kommunikation steigern. Wenn ich hingegen eine Dienstleistung bewerbe, dann ist die Werbung wichtiger als das Produkt. Aber ich kann Werbung machen, so viel ich will für eine - sagen wir - Armbanduhr. Wenn das Produkt nicht entsprechend stimmt, verkauft sie sich nicht. Rolex ist nicht deshalb erfolgreich, weil die Werbung gut ist.
W&V: Es gibt demnach keinerlei Spannungen zwischen dem Design und dem Marketing?
de'Silva: Wir sind ein Team. Das Design wird respektiert, denn es gehört zu den Gewinner-Faktoren für das gesamte Unternehmen. Der Audi A5 wurde nicht vom Marketing, sondern von Walter de'Silva und seinem Team designt. Ich musste einen Granturismo schaffen. Das war der Ausgangspunkt. Mehr brauche ich nicht.
W&V: Neue Modelle entstehen aus Plattformen heraus. Sind Plattformen aus der Sicht des Designers hilfreich oder lästig?
de'Silva: Wir arbeiten nicht mehr einfach nur mit Plattformen. Unsere Ingenieure haben ein modulares System möglich gemacht. Das ist sehr hilfreich. Wir können damit verschiedene Komponenten zusammenfügen, als würden wir mit einem Lego-Baukasten arbeiten. Das erlaubt es uns, sehr viel mehr Modelle als bisher zu formulieren und zu analysieren.
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Wirbel um Obama-Biographie
Design sei wichtiger als Werbung?
Weshalb sehen denn alle VW´s und Audis wie elektrische Rasierapparate aus?
Beati pauperes spiritu, quia ipsorum est regnum coelorum.
Herr Sinkewitz,
danke für den persönlichen Angriff, während ich mich auf einen Autodesigner bezog.
So genau wollten wir Ihren Beruf nicht erfahren ;-))
es reicht Ihnen wohl nicht SMART zu designen- auch gut.Von der Seite kommt ja jetzt Herr von Holzhausen.Wird sicher gut einheizen im wohlig warmen Daimler Ländle.
Es ist jedoch der Verdienst DaSilvas, daß die Audis heute so aussehen.
Die "Nuvolari" und "LeMans" Studien dieser Welt haben sie wohl im Designkerker bei Smart verschlafen.Schreyer hat Bauhaus und Rosenmeyers zustande gebracht, DaSilva die Millionseller.
Schön,daß Sie derart Bescheid wissen!
... wohl Karl Kraus' Satz: "Es genügt nicht, keine Gedanken zu haben; man muß auch unfähig sein, sie auszudrücken." ziemlich genau zu.
De'Silva hat mit dem zu recht hochgerühmten Audi-Design nichts zu tun. Er verwaltet lediglich und das mehr schlecht als recht, wie das "Sportback"-Gedöns zeigt das Vermächtnis des großen Peter Schreyer. DER hat das Audi-Design entwickelt und mit so wirklich genialen Glanzlichtern wie dem ersten Audi-TT bereichert. Was seine Nachfolger aus dem TT gemacht haben, ist doch nurmehr ein schlecht gelungener 911-Verschnitt.
Die Genialiät des Herrn de'Silva zeigte sich vor allem damals, als er von Alfa Romeo zu Seat wechselte. Auf einmal sahen alle Seats von vorne aus wie Alfas und die Viertürer hatten an den hinteren Türen versenkte Türgriffe, wie sie beim Alfa 156 noch als Genieblitz aufschienen ... Ein Selbstvermarktermit Beziehungen. Mehr nicht.
Walter daSilva ist der beste Brandmanager, den sich eine Automobilfirma vorstellen kann.
Einzigartiges talent.
Ohne ihn und Piech wäre der VW Konzern, insbesondere Audi, nicht da, wo sie heute stehen.
Der Jonathan Ive der Automobilwelt.
Er und Murat Günak.leider war nicht genügend Platz bei VW für zwei dieser Genii.
Außerdem markiert dieses Interview den Anfang vom Ende von Porsche´s Chefdesigner Maurer, welcher zu recht gehen muss.
Wer den Panamera ertragen musste, und die Bugatti Galibier Studie bewundern durfte, weiß das im integrierten Konzern die ordnende Hand von DaSilva gefordert ist.
Zu recht.
Paging