Neuvorstellung Mercedes SLC Der kleine Mercedes-Roadster wird sportlicher

Überarbeitet: der Mercedes SLC. Der Roadster profitiert technisch von der C-Klasse.

(Foto: Daimler AG - Global Communicatio)

Aus SLK wird SLC: Bei der Modellpflege ändert der offene Zweisitzer nicht nur Namen und Aussehen. Auch die Technik hat Mercedes überarbeitet - vor allem das Fahrwerk.

Von Jörg Reichle

Kleine Roadster haben es nicht leicht, nicht nur, weil ihre Besitzer unter dem spöttischen Generalverdacht stehen, zu einem richtigen Sportwagen habe es "wohl nicht gereicht". Auch was das Design angeht, liegt manches im Argen - vor allem, wenn die offenen Zweisitzer von faltbaren Blechdächern behütet werden. Der Raum, um das Klappwerk unterzubringen, macht die Hintern dick und das tut keinem Roadster gut, ob er nun BMW Z4 heißt, oder Mercedes SLK. Davon abgesehen, dass der Alltagsnutzen dieser Autos beschränkt und das Fahrgefühl nicht selten gewöhnungsbedürftig ist - Tribut an kurze Radstände und hinterachsnahe Sitzposition. Ausnahmen wie der Porsche Boxster bestätigen eher die Regel.

Dass Mercedes in gut 18 Jahren seit Verkaufsstart im Herbst 1996 den SLK rund 670 000 mal verkauft hat, bezeichnet man in Stuttgart dennoch als Erfolg - und schiebt kurz vor Jahresende noch die überarbeitete Generation des kleinen Roadsters nach. Wenn er im Januar in den Handel kommt, wird der bisherige SLK auch einen anderen Namen tragen: SLC. Das soll auf die enge technische Verwandtschaft mit der C-Klasse verweisen und setzt die Logik der schon erfolgten SUV-Umbenennungen fort. Die Palette umfasst jetzt vom neuen Basismodell SLC 180 mit 115 kW (156 PS) bis zum 367 PS starken AMG SLC 43 ein weites Leistungsspektrum. Letzterer bekommt zusammen mit dem SLC 250 d und dem SLC 300 die neue Neungangautomatik 9G-Tronic serienmäßig, für die einfacheren Modelle SLC 180 und SLC 200 gibt es sie gegen Aufpreis.

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Vor allem sportliche Fahrer dürfen sich freuen

Ansonsten wurden Design und Technik dem aktuellen Stand der Markenfamilie angepasst - optisch haben jetzt alle SLC-Varianten den etwas geschmäcklerischen Diamantgrill in der steil stehenden Kühlermaske. Technisch ist vor allem das verstellbare Fahrwerk zu erwähnen, das auf Tastendruck in mehreren Stufen zwischen Eco und Sport+ variieren kann. Vor allem die sportlichen Fahrer werden sich über ein spezielles Fahrdynamikpaket freuen, mit dem der SLC einen Zentimeter tiefer liegt und von einem adaptiven Dämpfungssystem, Direktlenkung und Kurvendynamikassistent profitiert. Und sogar ein Klappenauspuff ist im Angebot - obwohl 2016 eine Gesetzesänderung kommt, die diese Sportauspuffanlagen auf das Geräuschniveau der Serienpendants herunter dimmt.

Natürlich sind jetzt im SLC auch die Assistenten der C-Klasse zu haben, unter anderem der serienmäßige Bremsassistent oder der adaptive Fernlichtassistent Plus für blendfreies Dauerfernlicht. Neu ist auch, dass das Klappdach bis 40 km/h bedient werden kann und eine Kopfheizung für Fahrer und Beifahrer.

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