Frühling beginnt im Kopf - jedenfalls für jene Motorradfahrer, die in der neuen Saison sicher unterwegs sein wollen. Denn zur Vorbereitung auf die kommenden Monate gehört nicht nur Putzen der Chromteile oder eine Funktionskontrolle aller Leuchten.

Vielmehr sollte die Einstimmung schon einige Zeit vor dem ersten "Ausritt" stattfinden, indem Fahrer sich geistig auf die Saison einstellen.

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Beim Start in die Zweiradsaison ist vorheriges Training unverzichtbar. (© Foto: IVM/dpa/gms)

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Körperliche und mentale Fitness zählen zum Frühjahrscheck wie Fahr- und Bremsübungen, heißt es beim Institut für Zweiradsicherheit (ifz) in Essen. Motorrad-Experte Roger Eggers vom TÜV-Nord in Hannover rät ebenfalls zu einer gedanklichen Vorbereitung auf die ersten Touren.

"Man sollte sich zum Beispiel vorstellen, was auf der Fahrt alles passieren kann." Mit diesen Bildern im Kopf kann dann in der Fantasie eine bekannte Strecke abgefahren werden. So lässt sich das richtige Kurvenfahren und Bremsen vergegenwärtigen.

Nacken und Finger trainieren

In Hinblick auf die körperliche Fitness geht es nicht vorrangig um intensives Training, sondern grundsätzlich darum, fit und beweglich zu sein. "Der Nacken sowie die Handgelenke und Finger gehören beim Fahren mit dem Motorrad zu den stärker belasteten Partien", sagt Michael Lenzen, Sprecher der Bundesverbandes der Motorradfahrer (BVDM) in Mainz. Beispielsweise rät Lenzen dazu, die Finger durch das Drücken eines Tennisballes zu trainieren.

Vernachlässigt wird beim Saisonstart nicht selten das Thema Bekleidung. Doch auch Motorradbekleidung kann nicht ewig benutzt werden. Zwar bleibt Leder bei richtiger Pflege recht lange in brauchbarem Zustand. "Mit der Zeit können aber die Nähte verrotten", mahnt Ruprecht Müller, Motorrad-Fachmann des ADAC in München.

Es können nicht genug Protektoren sein

Ein wesentlicher Bestandteil moderner Motorradkleidung sind die so genannten Protektoren - Schutzpolster, die kritische Bereiche bei einem Sturz vor schweren Verletzungen bewahren können. "Am wichtigsten sind Protektoren für Schienbeine und Knie", erklärt Müller.

Auch ein Rückenprotektor sollte zur Grundausstattung gehören. Ebenfalls ratsam sind Schulter- und Ellenbogen-Protektoren - denn bei einem Sturz berührt der Arm des Fahrers fast unweigerlich den Boden.

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