Fans der schwedischen Automarke können aufatmen. Der Ausverkauf des Saab-Museums im schwedischen Trollhättan konnte doch noch abgewendet werden. Die Sammlung bleibt erhalten und wird auch weiterhin an ihrem Stammplatz zu bewundern sein.
Bloggende Saab-Fans hatten bereits seit Tagen befürchtet, dass der Marke auch dieses tragische Kapitel nicht erspart bleiben werde. Nachdem bekannt geworden war, dass im Zuge des Insolvenzverfahrens die museale Schatzkammer des abgewirtschafteten Autobauers unter den Hammer kommen würde und jedes der Exponate auch einzeln ersteigert werden könne, sahen sie die Museumsschätze - darunter diverse Studien, Prototypen, Testfahrzeuge, Rallye-Versionen - bereits in alle Himmelsrichtungen verstreut. Tatsächlich seien über 500 Gebote aus aller Welt in Tröllhättan eingegangen, berichtet das schwedische Automobilportal automotorsport.se.
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Doch nun können die 120 Museumsfahrzeuge doch zusammenbleiben und weiterhin an ihrem Stammplatz besichtigt werden. Die Gemeinde Tröllhättan, die Provinz Västra Götaland, der Flugzeugbauer und Rüstungskonzern Saab AB - der Gründungskonzerns des Autobauers - und eine Stiftung vermögender Privatiers haben sich zusammengetan und ein Gebot in Höhe von 28 Millionen Schwedischen Kronen (umgerechnet rund 3,2 Millionen Euro) abgegeben, um die Saab-Gesamtschau zu retten.
Mit dem Verkauf einzelner Exponate an diverse Bieter hätte bei der Auktion ein in Summe höherer Erlös erzielt werden können. Offenbar aber hatten die Initiatoren der Auktion am Ende doch ein Einsehen und bewerteten den Erhalt der Kollektion - die auch Tröllhättans Touristenattraktion ist - höher als den maximal möglichen Auktionsgewinn.
Zu den Highlights der Sammlung zählt auch der Ur-Saab von 1946, ein extrem stromlinienförmiger Prototyp, dem die Verwandtschaft zu den Flugobjekten des Konzerns deutlich anzusehen ist. Tatsächlich bestand Saabs Entwicklerteam zu dieser Zeit aus Luftfahrtingenieuren, von denen die wenigsten überhaupt Auto fahren konnten.
Das Fahrzeug, das 1949 in Serie ging - der Saab 92 - kam schon weniger aerodynamisch, dafür alltagstauglicher daher und wurde ein Erfolg. Zur einzigartigen Sammlung zählen auch der 94 Sonett von 1956, die Studie Catherina von 1965, Elbil, ein elektrisch angetriebener Kleinbus von 1976 sowie zahlreiche neuere Modelle.
Der Ausverkauf der Sammlung hatte sich als Showdown der Marke und als ein weiteres Kapitel in der ihrer Abstiegsgeschichte angebahnt. Saab Automobile war 1947 als Produktionssparte des Flugzeugbauers Saab an den Start gegangen, hatte sich mit dem Saab 92 und den Nachfolgemodellen 93 und 96 zu Wertschätzung und Markerfolgen gebracht. In den achtziger Jahren ließ die Innovationskraft des schwedischen Autobauers nach. Ende der 80er Jahre fuhr die Schwedenmarke erstmals Verluste ein.
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