Temposünder können kaum noch entkommen: Wer zu schnell unterwegs ist, wird von der Polizei auch immer schneller erwischt - dank ausgefeilter digitaler Technik.
Die einen erfahren es beim Ausleeren ihres Briefkastens zu Hause. Die anderen wissen es gleich - in Form eines hellen roten Blitzes oder dank der Information durch einen Beamten. Man war schneller unterwegs, als die Polizei erlaubt und wurde dabei erwischt. Alltägliche Praxis. Somit eigenen sich Tempokontrollen bestens für Stammtischgespräche: Dort wird geredet über "Kavaliersdelikte", "Abzocke" und "eben Pech gehabt", aber auch von "gerechter Strafe", "zu niedrigen Bußgeldern" und "wer sich an die Regeln hält, muss nichts befürchten" ist die Rede - je nach persönlicher Einstellung und eigenen Erfahrungen.
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Zu den neuen Überwachungssystemen gehört der Eso 3.0. Durch die flache und kleine Bauart kann er unter einer Leitplanke stehen, in eine Hecke integriert oder in Kurven verwendet werden. Und die Fotos sind gestochen scharf. (© Foto: oh)
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Wie auch immer, zwei Dinge sind unumstritten: "Nicht angepasste Geschwindigkeit", wie zu schnelles Fahren offiziell heißt, gehört zu den Hauptunfallursachen in Deutschland. Im vergangenen Jahr rangierte sie auf Platz drei, nach Fehlern beim Abbiegen, Wenden, Rückwärtsfahren sowie Missachtung der Vorfahrt. 2008 wurden bei 55.071 Verkehrsunfällen mit Personenschaden, deren Grund zu schnelles Fahren war, 1703 Menschen getötet; 74.564 Personen wurden verletzt.
Und zweitens: Die Polizei hat immer bessere und vielseitig, weil mobil einsetzbare Technik zur Verfügung, um Temposünder belangen zu können. Die Messmethoden basieren dabei auf verschiedenen Lichttechniken: Radar, Laser und Lichtschranke. Zudem kann der Impuls durch Induktionsschleifen oder speziellen Sensoren in der Fahrbahn ausgelöst werden. Zu den neuen Systemen, die jetzt auch in Bayern eingesetzt werden, gehört der Einseitensensor Eso 3.0. Die mobile Anlage mit digitaler Technik wurde seit seiner Einführung im Jahr 2006 bundesweit bereits 190 Mal verkauft, so Christoph Münz, Geschäftsführer von Eso-Elektronik in Tettnang. Je nach Ausführung und Umfang kostet so eine Anlage zwischen 40.000 und 80.000 Euro.
Lichtschrankenmessgeräte basieren auf einer Weg-Zeit-Berechnung. Das Tempo eines Fahrzeuges ergibt sich dabei aus der Messbasis und der Zeit, in der das Fahrzeug die Messbasis durchfährt. Das Gerät verfügt über fünf Senoren mit einem Gesamtabstand von 50 Zentimeter, angeordnet zum Beispiel in der Reihenfolge 1-4-2-5-3, wenn die zu messende Fahrt von links nach rechts erfolgt. Das heißt, das Auto fährt an den fünf Sensoren vorbei, diese erzeugen nacheinander sogenannte Triggersignale - also Impulse, die einen Schaltvorgang auslösen. Die Sensoren erfassen Helligkeitsprofile des Fahrzeugs, diese werden digitalisiert und gespeichert. Aus den Profilen der drei parallel angeordneten Sensoren 1-2-3 wird die vergangene Zeit ermittelt, um das Tempo auszurechnen. Die beiden anderen Sensoren messen den Abstand zum Fahrzeug.
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Stimmt, kein Lehrer.
Ein Oberlehrer!
Sie behalten immer den Überblick im Schilderwald?
Nie verhalten sich andere Verkehrteilnehmer so, dass Sie sich auf diese konzentrieren müssen, um einen Unfall zu vermeiden?
Sie sind immer voll konzentriert. Nichts anderes geht durch Ihren Kopf?
Lassen Sie sich ein Denkmal bauen! Auf dass ein Hund hinbrunzt!
Wenn ich das hier schon lese... die Armen abgezockten Autofahrer, die beim zu schnell Fahren natürlich total unberechtigt vom Staat abgezockt werden. Sanierung von Haushalten etc.
Leute, es liegt ganz an euch, ob ihr diese "Zusatzsteuer", wie ihr sie nennt, bezahlen wollt oder nicht. Die Lösung ist ganz einfach: Wenn ihr sie nicht zahlen woll, dann haltet euch gefälligst an die StVO!
Oder habt ihr alle eine ausgewiesene Behinderung, bei der der rechte Fuss schwerer ist als der linke und daher nicht kontrolliert werden kann?
Ich kann es einfach nicht verstehen, dass Leute immer und immer wieder sich als Opfer der willkürlichen Staatsgewalt darstellen, nur weil sie sich nicht an die Regeln gehalten haben und in Folge zu schneller Fahrweise eine Erinnerung erhalten haben, dann doch mal auf die Verkehrsregeln zu achten.
Wer nicht zahlen will, der fährt entsprechend der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Die Welt ist doch so einfach.
Dann hat sich da wohl in der Zwischenzeit viel geändert!
Nur mal so als Beispiel, weil ich da selbst reingetappt bin. War zum Glück nur wenig zu schnell, geärgert hat es mich trotzdem!
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/1799869_0_2147_boeblingen-jetzt-blitzt-s-aus-der-saeule-nicht-mehr-aus-dem-kasten.html
Auch in den Nachbarlandkreisen und auf der A81 sieht es nicht wesentlich anders aus.
Ich wohne zwar nicht dort, bin da aber regelmäßig unterwegs, um meine Brötchen zu verdienen. Ärgerlich, wenn man das Geld für den Brotaufstrich dann an die Gemeindekasse abdrücken soll.
@Veltliner
werter Ordnungsamtsleiter a.D., nun zu ihrer politischen Vorgabe, ich war 19 Jahre ohne Unterbrechung gewählter Stadtrat in einem Stadtparlament und auch ohne Unterbrechung im Finanzausschuss tätig. Nach meiner Kenntnis liegt BB im Süden, da wo die Menschen alles können außser Deutsch, laut Aussage im TV. Ich muss Ihnen leider widersprechen bezüglich der Aussage, dass bei Ihnen laut LR nur an Schwerpunkten (sind da Unfallschwerpunkte inbegriffen) und an heiklen Schwerpunkten (überwiegend an Schulen oder ? ) geblitzt wird. Sie müssen in einer Kommune gelebt haben, die "Steinreich"ist . Ich kenne aus eigener Erfahrung das Gegenteil, das Blitzen in den Kommunen erfolgt ausschließlich um den Haushalt zu sanieren.Das bedeutet letzten Endes Abzocke ! Es ist bedauerlich, dass nicht durch Gespräche und Hinweise auch mit Fotos erzieherisch auf die Fahrer eingewirkt wird, die die Geschwindigkeit wesentlich überschritten haben, sondern mit" erpresserischen Mitteln", Geld und Punkten in Flensburg glaubt eine positive Erziehung zu erreichen.Konfrontieren Sie die zu schnell Gefahrenen mit den Kindern und/oder
Eltern z.B vor Schulen, der erzieherische Erfolg ist ein besserer. Und sorgen Sie mit ,dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung tatsächlich gerechtfertigt ist.
Da treffen Sie aber den Richtigen.Ich war Anfang der 90er in einem Nachbarkreis von
BB Ordnungsamtsleiter und habe zu meiner Zeit eben mit dieser Problematik zu tun gehabt (Erweiterung der Standorte von stationären Anlagen und Einstieg in die moblie Verkehrsüberwachung). Politische Vorgabe des LR war eindeutig, dass sowohl stationär als auch mobil nur(!!) an Unfallschwerpunkten bzw. an heiklen Standorten (wie z. B. Schulen) gemessen werden darf. Darauf wurde auch seitens des Kreistages, der ja die Anschaffung der Geräte zu vertreten hatte, geachtet.
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