Es sind Zahlen wie aus einem Krieg: Jedes Jahr sterben weltweit 1,2 Millionen Menschen. Täglich werden tausend Menschen unter 25 getötet. Im Straßenverkehr.

Jedes Jahr kommen weltweit 1,2 Millionen Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben und täglich sterben tausend Menschen unter 25 im Straßenverkehr: Diese Zahlen veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montag zu Beginn der ersten UN-Woche zur Verkehrssicherheit, zu der in Genf Experten aus aller Welt zusammenkommen.

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Mit dem Motto "Verkehrssicherheit ist kein Unfall" will die WHO vor allem die Eigenverantwortlichkeit der Menschen für ihren Schutz im Straßenverkehr anmahnen. Dabei soll der Blick vor allem auf junge Verkehrsteilnehmer gerichtet werden, denn laut WHO wird alle 90 Sekunden irgendwo auf der Welt ein Mensch unter 25 Jahren bei einem Verkehrsunfall getötet. Jedes Jahr seien es fast 400.000.

Dem Bericht zufolge wurden 90 Prozent der Verkehrstoten unter 25 Jahre in Ländern mit mittlerem Einkommen in Asien und Afrika verzeichnet. Die Gefahr, im Straßenverkehr zu sterben, sei dort größer als das Todesrisiko durch Aids. Viele der getöteten jungen Menschen sind den Angaben zufolge keine Autofahrer, sondern Fußgänger, Fahrrad- und Motorradfahrer und Passagiere von billigen Transportfahrzeugen.

Gründe für die hohe Todesrate liegen laut WHO vor allem im mangelnden Schutz: In Asien, wo Motorräder oft den Familienwagen ersetzen, tragen demnach nur wenige Menschen Helme. Das liege neben den hohen Preisen auch daran, dass es keine Helme für Kinder gebe. Neben den fehlenden Helmen trügen auch zu hohe Geschwindigkeiten, riskantes Fahrverhalten und Alkohol dazu bei, dass viele Verkehrsunfälle tödlich enden.

Allein durch das Tragen von Helmen könne das Todesrisiko um 40 Prozent sinken, erklärte die Weltgesundheitsorganisation. Das Risiko schwerer Verletzungen könne durch Schutzhelme um 72 Prozent reduziert werden. In den reicheren Ländern sind die Verkehrstoten laut WHO meist Fahrer von vierrädrigen Fahrzeugen.

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(sueddeutsche.de/afp)