Weil sein neues E-Klasse-Modell deutlich mehr Sprit verbrauchte als offiziell angegeben, verklagte der Eigentümer den Hersteller Daimler - und bekam recht.

Das Oberlandesgericht Stuttgart hat am Donnerstag die Daimler AG zur Zahlung von Schadensersatz an den Käufer eines "Spritfressers" verurteilt (Az.: 7 U 132/07). Denn Herstellerangaben zum Spritverbrauch, so das Gericht, müssen stimmen - zumindest ungefähr.

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Der tatsächliche Spritverbrauch eines Mercedes-Modells wich zu sehr von den Herstellerangaben ab: Jetzt muss Daimler Schadensersatz zahlen. (© Foto: ddp)

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Dass die offiziell von den Herstellern angegebenen Verbrauchwerte sich in der Realität nie erreichen lassen, ist leider eine seit langem bekannte Tatsache. Die Verbrauchsangaben werden schließlich nach einem normierten Verfahren ermittelt, dessen Vorgaben aber seit Jahrzehnten nicht mehr den aktuellen Autos angepasst wurden.

Im jetzt verhandelten Fall ging es um eine E-Klasse-Kombi von Mercedes-Benz, den der Kläger seit 2005 fährt. Laut Mercedes sollt er sich mit 10,2 Litern Diesel in der Stadt und 7,6 Liter außerhalb bescheiden. Der Eigentümer ermittelte jedoch einen Mehrverbrauch von rund 15 Prozent, ein vom Gericht beauftragter Gutachter kam immer noch auf einen Mehrverbrauch von 9,1 Prozent.

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