Moderne Autos werden immer sparsamer. Manche Spritgeiz-Taktiken sind höchst ungewöhnlich, können aber auch ebenso effektiv sein. Wir haben fünf innovative Sparmethoden unter die Lupe genommen.
MyKey (Ford): "Jetzt gib' halt nicht so viel Gas!" Mahnende Worte von der Mutti auf dem Beifahrersitz haben schon so manchen jugendlichen Bleifuß-Fan in die Schranken gewiesen. Bei Ford fährt die quengelnde Mama auch dann mit, wenn der Filius allein am Steuer sitzt.
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Mit "MyKey" programmieren Eltern dem Nachwuchs einen speziellen Autoschlüssel, mit dem selbst ein Ford Mustang zum zahmen Pony wird. MyKey begrenzt die Höchstgeschwindigkeit des Wagens und verhindert, dass man das ESP abschaltet. Nur wenn der Fahrer angeschnallt ist, funktioniert das Radio. Wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht ist, bimmelt ein Warnglöckchen, und spätestens bei 80 Meilen pro Stunde (130 Km/h) wird abgeregelt. So spart der Fahrer Kraftstoff und ist auch noch sicherer unterwegs.
Das Programmieren der Funktionen ist etwas fummelig, weil man alles über den Bordcomputer eingegeben muss. Die ständig aufblitzenden Warnungen dürften dem Filius schnell auf die Nerven gehen - doch effektiv ist das System allemal, bei Erreichen der vorher programmierten Höchstgeschwindigkeit ist Schluss. Bislang gibt es MyKey nur in den USA und noch nicht für europäische Ford-Modelle.
Eco Pedal (Nissan / Infiniti): Bei Nissan geht die grüne Kralle am Gaspedal noch einen Schritt weiter. Das Eco Pedal baut einen spürbaren Gegendruck auf, wenn Bleifuß-Piloten am Steuer sitzen. Das System wird während der Fahrt mit Daten zum Kraftstoffverbrauch und zur Getriebeeffizienz gefüttert. Daraus berechnet der Assistent den bestmöglichen Beschleunigungswert.
Wenn der Pilot mehr Stoff gibt, als es die Elektronik in der gegenwärtigen Situation für nötig erachtet, probt das Gaspedal den zivilen Ungehorsam. Das Eco Pedal steht sogar im 320 PS starken Luxusschlitten Infiniti M37 S zur Verfügung, der nicht gerade ein Kostverächter ist.
Außerorts geht einem der Gegendruck am Pedal aber schnell auf die Nerven. In der Stadt jedoch gewöhnt man sich nach einiger Zeit gern daran, dass man durch weniger Gaseinsatz viele Brems- und anschließende Beschleunigungsmanöver vermeidet. Das Wechselspiel aus Gasgeben, starkem Bremsen und erneutem Gasgeben wird durch die zaghafte Pedaldosierung sozusagen geglättet und harmonisiert. Per Knopfdruck oder mit einem Kickdown lässt sich das Eco-Pedal jederzeit abstellen.
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"[Es] fährt ein Drittel der Autofahrer im Kriechgang an die rote Ampel vor. Ob man sich und anderen damit die Kupplung verbrennt"
Warum verbrennt man sich damit die Kupplung?
Man macht das ja nicht mit schleifender Kupplung sondern mittels Motorbremse und Ausrollen lassen.
Wenn man sich dadurch die Kupplung "verbrrennen" würde, dann wären ja auch "Spielstraßen" wahre Kupplungsvernichter... ;-)
Alles schön und gut, aber so lange das Umfeld nicht mitmacht, wird das alles nichts.
Hier in Flensburg (ausgerechnet die Stadt mit der traurigen Berümtheit des KBAs) fährt ein Drittel der Autofahrer im Kriechgang an die rote Ampel vor. Ob man sich und anderen damit die Kupplung verbrennt und sämtliche Start-Stop-Mechanismen (oder das Motorabschalten) damit aushebelt, oder ob ein paar Wagen weiter hinten die Kreuzung verstopft, ist ja nicht wichtig, das ist ja hinten.
Travolution von Audi könnte hier mal nett anzusehen werden: Hier hat man ab ca. 75 km/h güne Welle, aber unzählige Blitzer in der Stadt. :-))
Tja, was hilft mehr, fromme Wünsche zum Sonntag oder kleine praktische Schritte? Kleinvieh macht eben auch Mist. Im Vergleich zu meinem vorigen Fahrzeug spare ich z.B. bei gleicher Leistung gut 20%. Ich finde es nicht schlecht (und da ich nicht freiwillig meine Kilometerleistung reduzieren werde, reduziere ich immer noch dadurch die durch mich generierte Umweltbelastung).
Ich finde auch andere im Artikel genannte Ideen interessant, auch wenn sie nur 0.xl Ersparnis bringen. Immerhin ein Zeichen, daß fast jeder Hersteller am Thema Sparsamkeit dran ist (nicht zu vergessen die Elektromobilität, die hoffentlich auch bald markttauglich sein wird).
Bleibt nur Ihr Wunsch nach allgemeiner Bescheidenheit und wenig Verkehr, aber das bekommen Sie nur hin, wenn Sie den Individualverkehr so verteuern, daß nur noch Gutsituierte mit ihren Karossen unterwegs sind und der gemeine Pöbel in Busse gepfercht wird.
wie sich hier manche übertrumpfen, mit ihren Spriteinsparungen. Diese ganzen Minimaleinsparungen bringen überhaupt nichts, weil der Individualverkehr enorm zunimmt und weiter zunehmen wird und somit die Einsparungen insgesamt aufgezehrt werden. Das ist rumdoktern an den Symptomen und nicht Ursachenbekämpfung. Das Ziel muß sein, drastisch weniger, sparsame und leisere Autos auf die Straße zu bringen bzw. nicht zu bringen.
Auch wenn Sie es nicht glauben, 5.9l sind kein Problem, wenn man zurückhaltend fährt (d.h. nur selten schneller als 130km/h). Beim regelmäßigen Pendeln bei täglicher Fahrstrecke (hin und zurück) von 80km mit ca. 25km Landstraße, 40km Autobahn und 15km Stadtverkehr komme ich auf 6.4l, wenn ich auf der Autobahn bis ca. 180km/h fahre.
Übrigens ausgerechnete (getankte Liter)/(gefahrene Kilometer), wobei die BMW-Bordcomputer das inzwischen auch recht gut berechnen können (der Bordcomputer liegt eher noch 0.1l über dem tatsächlichen Verbrauch - mein alter BMW hatte den Verbrauch oft noch bis zu 0.3l unterschätzt).
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