Gegen den Willen der Deutschen, wirklich tiefgreifend etwas für den Klimawandel zu tun, sprechen indes auch die Zahlen, die das statistische Bundesamt diese Woche veröffentlichte: So haben sie deutschen Haushalte Anfang des Jahres 2006 insgesamt rund 36,3 Millionen Personenkraftwagen besessen. Im Vergleich zum Jahr 2000 war das ein Zuwachs von 3,5 Millionen Automobilen. Nach den Ergebnissen der laufenden Wirtschaftsrechnungen waren davon 20,8 Millionen (57 Prozent) gebraucht gekauft und 14,4 Millionen (40 Prozent) beim Erwerb fabrikneu. Nur 1,1 Millionen (drei Prozent) Automobile hatten die Haushalte geleast.
Bislang weist nur ein Schild bei den Autohändlern auf den Kraftstoffverbrauch und den Kohlendioxid-Ausstoß eines Autos hin. Verkehrminister Tiefensee will das mit seinem Klima-Pass ändern. (© Foto: ap)
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77 Prozent der deutschen Privathaushalte besitzen mindestens ein Auto
Insgesamt besaßen 77 Prozent der Privathaushalte zum Jahresanfang 2006 mindestens ein Auto (2000: 74 Prozent). Haushalte von Paaren mit Kindern lagen dabei mit 94 Prozent Autobesitzern weit über diesem Durchschnitt. Im Vergleich dazu hatten nur knapp 72 Prozent der Haushalte von allein Erziehenden einen Pkw in ihrem Besitz.
Zudem sind deutsche Autos - allesamt nicht gerade als CO2-arm bekannt -weltweit weiter stark gefragt. Im vergangenen Jahr wurden 4,2 Millionen Pkw im Wert von 87,1 Milliarden Euro ausgeführt, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahr und eine Wertsteigerung von 7,4 Prozent. Von den ausgeführten Autos waren demnach 2,7 Millionen Benziner, 1,5 Millionen waren Diesel-Pkw. Die meisten deutschen Autos wurden in die USA, nach Großbritannien und Italien exportiert. Allein in diese drei Länder wurden 2006 rund 1,7 Millionen Pkw geliefert - das entspricht mehr als einem Drittel aller Exporte.
Noch stärker stiegen 2006 allerdings die Auto-Importe. Im vergangenen Jahr seien rund 2,2 Millionen Autos nach Deutschland eingeführt worden, das waren rund acht Prozent mehr als im Vorjahr. Die meisten Pkw wurden mit 340.000 aus Frankreich importiert. Dahinter folgten Japan (224.000) und Spanien (208.000), wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte.
Die Autolobby freut sich also, die Geschäfte brummen - während Umweltverbände einmal mehr empört sind. Aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug, zu gern fährt man hierzulande mit dem Auto und erfreut sich an Leistung und Technik. Der Klimaschutz kommt erst danach.
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(sueddeutsche.de)
ich muß schon sagen, mir steigen die Tränen in die Augen... die armen Autofahrer!
schon dieses "auf's Auto angewiesen..." das kann ich außer bei Berufskraftfahrern und Außendienstmitarbeitern von keinem akzeptieren.
Die Leute, die auf's Land ziehen, wo es keine Busverbindung gibt (wieso eigentlich nicht? Weil alle mit dem Auto fahren!) profitieren von günstigeren Mietpreisen bzw. Lebenshaltungskosten. Hier gilt es abzuwägen: ist es mir das teure Benzin wert, da wohnen zu bleiben?
Beim Benzin gilt das gleiche wie für alle Waren: wenn mir etwas zu teuer ist, kaufe ich es nicht oder weniger. Es gibt keinen Anspruch auf billiges Benzin, oder übersehe ich da was?
Es grüßt die glückliche Rad- und Busfahrerin, die sich morgens in der autofeindlichen Stadt Regensburg auf auto-ungeeigneten Straßen mit knappstem Abstand überholen lassen muß.
wenn ich das schon lese: "Der Leidensdruck ist noch nich groß genug". Wie soll denn der Leidensdruck erhöht werden? Autofahren noch teurer machen? Die Städte noch autofeindlicher gestalten? Noch mehr Radarfallen zum Abzocken der Autofahrer? Sprit noch teurer machen?
Mir tun die Leute leid, die nun mal auf´s Auto angewiesen sind. Für die Protagonisten des mobil-ohne-Auto-Lebens empfinde ich Abneigung, weil sie ihre Interessen anderen Leuten auf´s Auge drücken wollen, ohne Rücksicht auf deren Belange zu nehmen.
"Mit Vollgas in den Abgrund" scheint weiterhin die Devise hierzulande zu sein.
Irgendwo kann man es sogar noch verstehen - aus der Sicht südlich des Weisswurstäquators: erst einmal sind es die andern, die untergehen. Norddeutschland, Hamburg, Bremen und andere Konkurrenten werden versenkt durch den Anstieg des Meeresspiegels.
Zuhause trifft es nur den Skitourismus, das lässt sich verschmerzen.
Und für die Münchner Rück werden wir auch noch ein paar Milliarden zur Deckung ihrer Bilanzverluste auftreiben, wenn die Versicherungsschäden durchs Klimachaos ins Unendliche steigen.
Und man kann darauf hoffen, dass die im Norden versenkten Konzernzentralen dann in der weiss-blauen Heimat ansässig werden.
Ob man allerdings die andern Klimaflüchtlinge von dort haben möchte, wird man sich wohl nochmal überlegen.
Was schert es uns, wenn Bangla Desh, London oder New York untergehen?
Vielleicht kann man sich ja noch rechtzeitig in das große Geschäft mit dem Küstenschutz einklinken..
Nun geht man allmählich daran, Fenster und Türrahmen zu verfeuern, um den Kamin am glühen zu halten.
Man wird schauen müssen, wohin man noch auswandern kann.
Mir sind in dem SZ-Artikel diese Sätze aufgefallen:
1. Die Deutschen kaufen mehr Autos
2. 77 Prozent der deutschen Privathaushalte besitzen mindestens ein Auto
3. Zudem sind deutsche Autos - allesamt nicht gerade als CO2-arm bekannt -weltweit weiter stark gefragt.
4. Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug, zu gern fährt man hierzulande mit dem Auto und erfreut sich an Leistung und Technik. Der Klimaschutz kommt erst danach.
Das würden bedeuten stimmen die Zahlen, woran nicht zu zweifeln dass die große Mehrheit so was von parterre und destruktiv ist, dass sie das Unheil schon von daher anzieht. Der Klimawandel schlägt voll auf die Pflanzen- und Tierwelt durch. Im Raum München lässt sich von einer Verkümmerung sämtlicher belebter Materie reden. Die Böden an vielen Stellen tot, kaum noch Bienen, Käfer, Insekten, Fische, extrem starke Sonnenstrahlung im April (was dann im Juli/August). Dass immer noch keine Top-Umweltmotoren per Massendemos auf Straßen und Plätzen gefordert werden, lässt auf ein ziemlich apathisch gemachtes Volk schließen. Kein Wunder bei diesem TV (die Glotze kommt noch vor der Karre). richard kendel
Die ganze Klimadebatte ist mehr eine Hysterie denn eine sinnvolle Diskussion. Nicht zuletzt auch durch die Medien angeheizt, denn mit Horrorszenarien lässt sich hervorragend die Auflage steigern.
Bis heute hat niemand das Klima wirklich vollständig verstanden. Alle Prognosen sind nur Hochrechnungen, die auf einem Bruchstück der dafür eigentlich notwendigen Daten beruhen. In jeder anderen Wissenschaft gilt ein solches Vorgehen (zu recht) als unwissenschaftlich und unseriös. Wissenschaftler, die andere Meinungen vertreten, werden totgeschwiegen.
Und trotz der hohen Komplexität des Klimas ist jetzt allein das CO2 schuld an der Erwärmung. Wie würde sich das Klima ohne menschlichen Einfluss entwickeln? Es würde sicher nicht gleich bleiben, es ändert sich auch von ganz allein. Vielleicht wären wir ohne den menschlichen Einfluss jetzt in einer Eiszeit? Oder wären es in 100 Jahren? Dann vielleicht doch lieber eine selbstgemachte Erwärmung?
Sehr gerne wird auch der Schutz von allem möglichen verlangt. Hier sind oft auch die Prioritäten verrutscht. Der höchste Wert ist für mich der Mensch und das menschliche Leben. Die Gutmenschen unter uns wollen aber alles mögliche schützen, notfalls zum Selbstzweck.
Um nicht völlig falsch verstanden zu werden: ich bin dafür, die Umwelt so wenig wie irgend möglich zu belasten. Mir missfällt es aber, dass alle und jeder hysterisch über Dinge sind, von denen nicht einmal die Experten ausreichend viel verstehen. Außerdem wird (in vielen Bereichen, nicht nur beim Klima) versucht, den heute bestehenden Zustand zu bewahren, als sei es schon immer so gewesen und dürfe sich nicht ändern. Der Wandel ist jedoch das einzig beständige in der Welt!
Die Erde verkraftet sehr viel, sie ändert dabei eben ihr Gesicht. Der Mensch wiederum ist erfinderisch und wird sich auch an eine veränderte Erde anpassen, wie er es schon immer getan hat.
Übrigens: ich habe ein bescheidenes Auto in der Garage, fahre öffentlich in die Arbeit und habe in meiner Wohnung fast ausschließlich Sparlampen. Aber wenn mir danach ist, setze ich mich am Wochenende auf mein Motorrad (50PS) und fahre damit ohne schlechtes Gewissen.
So, und jetzt dürft Ihr auf mich einprügeln, aber vorsichtig, sonst produziert Ihr dabei zu viel CO2.
Paging