Kein Auto bietet mehr Vorgeschmack auf die Zukunft als der neue Prius, das flüsterleise Elektroauto. Doch was kann der Wagen jenseits der Stille?
Wenn man nichts hört, ist der neue Prius voll in seinem Element. Ein Druck auf die "EV"-Taste am Armaturenbrett und er bewegt sich rein elektrisch fort - flüsterleise und rund 2,5 Kilometer weit, bis die Hybridbatterie wieder vom Motor geladen werden muss. Genug für ein paar Ampelstopps und ein deutliches Statement an staunende Fußgänger: Hier fährt die Zukunft.
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Verbräuche von unter fünf Litern auf 100 Kilometer sind ohne Anstrengung zu erzielen. (© Foto: Toyota)
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Die sieht auf den ersten Blick nicht viel anders aus als bisher. Doch der Prius wurde runderneuert. Feinschliff an der Karosserie: zum Beispiel neue Windabweiser, verbesserte Aerodynamik. Der zu 90 Prozent neu entwickelte Hybridantrieb ist kleiner und leichter als beim Prius II. Für Vortrieb sorgen ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 72 kW und ein 59 kW starker Elektromotor. Die Systemleistung steigt auf 99 kW (134 PS), die Systemspannung auf 650 Volt. Assistenzsysteme wie Head-up-Display und Abstandstempomat sorgen für noch mehr Hightech-Feeling an Bord.
Wie gewohnt kann man an Diagrammen und Statistiken auf dem zentralen Armaturenträger ablesen, wie effizient man gerade unterwegs ist und wie der momentane Energiefluss des leistungsverzweigten Hybridsystems zwischen Benzinmotor, Generator und Batterie abläuft. Beim Verzögern gewinnt man Energie zurück, gibt man viel Gas, muss der Benzinmotor mehr mithelfen oder den Antrieb ganz übernehmen. Eine Fahrt im Prius ist denn auch wie ein Radio mit eingebauter Kurbel zur Stromversorgung: Geht die Energie zur Neige, muss gekurbelt werden, bevor die Batterie zu stark entladen wird.
"Der rein elektrische Modus ist übrigens nicht der effizienteste", erklärt Toyota-Techniker Masahiko Maeda. Wer alle Systemkomponenten auf maximale Effizienz hin optimieren will, muss die Eco-Taste drücken. Dann nimmt der Wagen unter anderem weniger Gas an und stellt alle Aggregate auf Sparflamme.
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Spiel gegen Düsseldorf wird nicht wiederholt
Hört das eigentlich nie auf, dass "kompetente" Motorjournalisten über Überholvorgänge reden und die dann in Beziehung zur Beschleunigung von 0 auf 100 setzen? Kein Mensch überholt aus dem Stand! Das machen Leute bei Dragsterrennen.
Für den typischen Überholvorgang ist einzig die Elastizität relevant und die dürfte wegen des sehr ordentlichen Drehmoments beim Prius recht gut sein - ähnlich wie bei Turbo-Diesel-Fahrzeugen.
Die Beschleunigung von 0 auf 100 ist, genau wie die Höchstgeschwindigkeit, was für junggebliebene (geistig so ca. 5 Jahre alt) "Schwanzvergleicher". Für den Fahrspaß sind ganz andere Werte interessant.