Von Jürgen Wolff

IQ steht normalerweise für Intelligenz-Quotient. Toyota hat auch viel Hirnschmalz in seinen Kleinwagen gesteckt - aber nicht alle Ansprüche erfüllt. Die erste Ausfahrt

Toyotas Marketingabteilung durfte sich anscheinend so richtig austoben. "Das neue Auto für die nachhaltige Gesellschaft von Morgen" sei der kleine iQ, dieser "kleinste Viersitzer der Welt". Und die personifizierten Beispiele für die iQ-Zielgruppe der "New Yuppies" entsprechen wohl eher einer Selbstbeschreibung: Die typischen iQ-Kunden leben demnach im Zwei-Personen-Haushalt, sind knapp 30 Jahre jung, sie arbeitet als erfolgreiche Rechtsanwältin, er als nicht minder erfolgreicher Manager einer Event-Agentur.

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"Der kleinste Viersitzer der Welt" ist der iQ vielleicht im juristischen Sinne - aber nicht für vier Erwachsene. Ehrlicher wäre die Deklaration als 2+2-Sitzer. (© Foto: oh)

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Mit dem iQ kommen viele neue Ideen

Kein Wunder, dass Toyota bei dieser Zielvorgabe die angepeilte Verkaufszahl des iQ in Deutschland mit 10.000 Exemplaren pro Jahr eher bescheiden ansetzt. Anspruch und Wirklichkeit klaffen denn auch nicht nur bei der Kundenbeschreibung in weiten Teilen ziemlich auseinander.

Technisch ist der iQ zum großen Teil in der Tat ein kleines Wunderwerk. Um ihn so kurz zu halten, dass er dem Smart Konkurrenz machen kann und dennoch innen deutlich mehr Platz bietet, haben die Ingenieure um den iQ-Chefkonstrukteur Hiroki Nakajima viele neue und durchaus zukunftsweisende Ideen umgesetzt.

Das Lenkgetriebe etwa ist im Motorraum ganz nach oben gewandert und lässt so einen kompakteren Motoreinbau zu. Das Differenzial, gewöhnlich hinter dem Getriebe eingebaut, liegt im iQ vor dem Motor und den Rädern. Der Tank ist nur zwölf Zentimeter hoch und befindet sich nicht wie üblich hinten, sondern unter den Vordersitzen. Die Klimaanlage wurde um rund 25 Prozent geschrumpft, das sorgt für eine ausgesprochen schlanke Mittelkonsole. Die Sitzlehnen sind deutlich weniger dick als üblich und bieten dennoch ausreichend Halt und Stabilität. Schließlich verpassten die Designer dem Armaturenbrett einen asymmetrischen Schwung und ersetzten das Handschuhfach durch eine Falttasche - das bietet dem Beifahrer mehr Beinfreiheit nach vorne.

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