IQ steht normalerweise für Intelligenz-Quotient. Toyota hat auch viel Hirnschmalz in seinen Kleinwagen gesteckt - aber nicht alle Ansprüche erfüllt. Die erste Ausfahrt
Toyotas Marketingabteilung durfte sich anscheinend so richtig austoben. "Das neue Auto für die nachhaltige Gesellschaft von Morgen" sei der kleine iQ, dieser "kleinste Viersitzer der Welt". Und die personifizierten Beispiele für die iQ-Zielgruppe der "New Yuppies" entsprechen wohl eher einer Selbstbeschreibung: Die typischen iQ-Kunden leben demnach im Zwei-Personen-Haushalt, sind knapp 30 Jahre jung, sie arbeitet als erfolgreiche Rechtsanwältin, er als nicht minder erfolgreicher Manager einer Event-Agentur.
Bild vergrößern
"Der kleinste Viersitzer der Welt" ist der iQ vielleicht im juristischen Sinne - aber nicht für vier Erwachsene. Ehrlicher wäre die Deklaration als 2+2-Sitzer. (© Foto: oh)
Anzeige
Mit dem iQ kommen viele neue Ideen
Kein Wunder, dass Toyota bei dieser Zielvorgabe die angepeilte Verkaufszahl des iQ in Deutschland mit 10.000 Exemplaren pro Jahr eher bescheiden ansetzt. Anspruch und Wirklichkeit klaffen denn auch nicht nur bei der Kundenbeschreibung in weiten Teilen ziemlich auseinander.
Technisch ist der iQ zum großen Teil in der Tat ein kleines Wunderwerk. Um ihn so kurz zu halten, dass er dem Smart Konkurrenz machen kann und dennoch innen deutlich mehr Platz bietet, haben die Ingenieure um den iQ-Chefkonstrukteur Hiroki Nakajima viele neue und durchaus zukunftsweisende Ideen umgesetzt.
Das Lenkgetriebe etwa ist im Motorraum ganz nach oben gewandert und lässt so einen kompakteren Motoreinbau zu. Das Differenzial, gewöhnlich hinter dem Getriebe eingebaut, liegt im iQ vor dem Motor und den Rädern. Der Tank ist nur zwölf Zentimeter hoch und befindet sich nicht wie üblich hinten, sondern unter den Vordersitzen. Die Klimaanlage wurde um rund 25 Prozent geschrumpft, das sorgt für eine ausgesprochen schlanke Mittelkonsole. Die Sitzlehnen sind deutlich weniger dick als üblich und bieten dennoch ausreichend Halt und Stabilität. Schließlich verpassten die Designer dem Armaturenbrett einen asymmetrischen Schwung und ersetzten das Handschuhfach durch eine Falttasche - das bietet dem Beifahrer mehr Beinfreiheit nach vorne.
Sie sind jetzt auf Seite 1 von 4 nächste Seite
- Thema
- Fahrberichte RSS
- Toyota iQ Intelligente Kurzware 07.09.2008
- Neu: VW Space Up! Zwei und zwei 24.10.2007
- VW Golf GTD Sportlich gespart 19.05.2010
- VW Golf GTD Sportlich gespart 19.05.2010
- Mini Countryman Allrad-Nachwuchs 18.05.2010
- Mini Countryman Allrad-Nachwuchs 18.05.2010
- VW Polo GTI Kleiner Spitzensportler 14.05.2010
Spiel gegen Düsseldorf wird nicht wiederholt
Der Beweis daß in die Smartgrösse auch 4 Personen passen ist geführt. Dann gibts aber nur noch einen Handtaschenraum. Dafür aber gleich ein "Auto" auf den Markt bringen ist nun doch etwas übermütig zumal die Kiste aussieht wie ein Vollvisirhelm mit 4 Rädern
Ohje Toyota... du standest mal für robuste, zuverlässige Autos mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis ohne SchnickSchnack und Designextreme.
Bitte nicht den Fehler machen und auf den Live-Style-Zug aufspringen, schau was mit dem Smart ist, Jahrelang nur Mise gemacht... auch wenn er jetzt ein bisschen Oberwasser hat, wird er doch nicht mehr je in die Gewinnzone fahren.
Und für den Kult fehlt dir der Name, das einzige von dem der heutige Mini lebt.
Also bitte, überdenke das Konzept des IQ, abspecken durch Verzicht, Verbrauch unter 3 Liter und Preis unter 10 000 Euro senkten, das wäre mal intelligent.
Wenn es soweit ist, werde ich vielleicht meinen 2003er Yaris eintauschen, der hat Platz für 4 mit Gepäck und verbraucht 4,5 Liter.... noch fragen?
Grüße
Zugegeben, der Mini des Sir Alec Issigonis war ein Raumwunder.
Aber versuchen Sie doch heute mal ein Fahrzeug onhe jegliche Sicherheitsstandarts an den Kunden zu bringen. Der Ur-Mini ist ein fahrender Sarg auf unseren, von tonnenschweren Geländewagen und ähnlichem landwirtschaftlichen "Nutz"-Fahrzeugen. Dazu ESP, ABS, elektrisch verstellbarer Aschenbecher...
Wenn nicht eine Abrüstung zum intelligenten Leichtbau stattfindet gibt es keine Raumwunder mehr. Und auch keine sparsamen Fahrzeuge.
Der Aygo ist günstiger, vielseitiger und (finde ich) auch nicht weniger stylish. OK, beim Aygo war die Zielsetzung wohl eine andere: einen günstigen Kleinwagen bauen, der auch noch einigermaßen nett aussieht. Der iQ hingegen ist eher als Zweit- oder Drittauto für Wohlbetuchte gedacht, wie der Mini oder der Smart.
Und: beim Aygo kann man die Leidensfähigkeit zwischen Beifahrer und Passagier hinten rechts aufteilen, indem man den Beifahrersitz nach vorne schiebt (beim Fahrer sollte man das natürlich nicht machen). Wenn der Tank unter den Vordersitzen ist, wird das beim iQ wohl wenig bringen...
Da lacht sich ja Sir Alec Issigonis im Grabe schlapp: Sein Mini war bei gerade mal 7,5 Längenzentimeter mehr gegen diese Reisschüssel ein Innenraumwunder, ein nie mehr erreichtes. Da tut es einem in der Seele weh, wenn man sieht, was die Firma Quandt aus diesem Konzept gemacht hat. Es geht nun mal nicht gut, wenn man einen 1:1-Mini-Ballon einfach an den Kompressor hängt und ihn zu den Dimensionen eines alten 3er Kombi aufbläst und dann etikettenschwindelnderweise "Mini"-Schriftzüge hinpappt. Na ja, was will man von den Erfindern des ersten viertürigen Zweisitzers (BMW 1er) und des Smart in Scheiben (Roller C1) auch anders erwarten?
Paging