Die japanische Marke ist deshalb so erfolgreich, weil sie den kleinen Dingen großes Gewicht beimisst.
Für Bernd Pischetsrieder ist Toyota der beste Autohersteller der Welt. Zu dieser Überzeugung steht der VW-Chef, beklagt aber gelegentlich, dass keiner auch die zweite Hälfte seiner Aussage zitiert.
Man muss man schon zweimal hinschauen, um das neue Modell anhand der Klarglasscheinwerfer im leicht retuschierten Bug auch als neu zu erkennen. (© Foto: Toyota)
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Nun denn, hier ist sie: "Die besten Autos baut Toyota aber nicht." Mag sein. Wenn man sich allerdings vor Augen führt, mit welchen Qualitätsproblemen deutsche Wettbewerber - und hier nicht nur die so genannten Premiummarken - ihre Kunden gelegentlich konfrontieren und wenn man weiß, dass Toyota weltweit Spitzenplätze in Sachen Kundenzufriedenheit sammelt, will man vielleicht gar kein bestes Auto. Ein gutes reicht ja allemal.
Er funktioniert
Gut, das war und ist der seit 1966 mehr als 30 Millionen Mal gebaute Corolla aus Tradition. Außer dem Namen änderte sich zwar alles, zum Beispiel 1983, als ein Front- den Heckantrieb ablöste. Und bei Komfort, Platzangebot oder Dynamik war der Corolla ebenso selten Primus wie bei der Einführung neuer Technologien. Doch er tat ziemlich genau das, was seine Käufer erwarteten: Er funktionierte.
2003 baute Toyota mehr als 1,2 Millionen Corolla, 220.000 fanden ihren Weg nach Europa, 26.000 davon nach Deutschland. Überschaubare Zahlen also, doch der Konzern nimmt den europäischen Kunden und seine Wünsche genauso ernst wie jenen, der in den stückzahlenmäßig viel wichtigeren Übersee-Ländern zu Hause ist.
Der Neunte
Dies untermauert in sympathischer Klarheit die Modellpflege des mittlerweile neunten Corolla. Wenn das renovierte Modell Mitte Juli zu Preisen ab 14.550 Euro (Dreitürer-Benziner, 71 kW/97 PS) zu den Händlern kommt, muss man schon zweimal hinschauen, um es anhand der Klarglasscheinwerfer im leicht retuschierten Bug oder an den geänderten Rückleuchten als neu zu erkennen.
Substanziell tat sich schon erheblich mehr an diesem Auto, das als Drei- und Fünftürer, mit Stufenheck und als Kombi angeboten wird. Keine großen Schritte, nein. Die sollen andere machen. Es sind die kleinen Dinge, denen Toyota großes Gewicht beimisst, und die wohl dazu beitragen werden, dass Corolla-Käufer künftig noch weniger zu meckern haben als bisher.
So lässt sich das Lenkrad im griffsympathisch bezogenen Cockpit jetzt in Höhe und Reichweite verstellen. Zur Bedienung des Radios finden sich im Lenkrad nun Tasten und beim Navigationssystem setzt man auf die schnelle Europa-DVD. Das Top-System für 2300 Euro umfasst auch einen 16:9-Touch-screen-Monitor, dessen Neigungswinkel zur besseren Ablesbarkeit variabel ist.
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