Tipps zum Reifenwechsel So kommen Sie gut durch die Saison

Niedrigerer Spritverbrauch: Mit Sommerreifen fahren Autofahrer günstiger.

(Foto: Dudarev Mikhail - Fotolia)

In wenigen Wochen können Sie wieder Sommerreifen aufziehen. Doch sind Ihre Reifen auch noch für die kommende Saison geeignet? Und was verrät das jüngst eingeführte Reifenlabel genau? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Für Autofahrer, die in diesem Jahr neue Sommerreifen brauchen, ist die Auswahl an guten Modellen laut ADAC so groß wie nie. In vielen Fällen tun es aber auch noch die alten Pneus. Bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts für den Reifenwechsel und der Lagerung sind einige Punkte zu beachten.

Wann sollten Sommerreifen aufgezogen werden?

Einen allgemein gültigen Zeitpunkt für den Reifenwechsel gibt es laut Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) nicht. Vielmehr ist dieser von Region zu Region verschieden. Die beiden verbreiteten Faustregeln "von Ostern bis Oktober (von O bis O)" und "bei Temperaturen ab sieben Grad Celsius aufwärts" sind mit Vorsicht zu genießen. Auch zu Ostern kann es noch schneien, und die Temperaturen können niedrig sein; bei Schnee und Eis gilt Winterreifenpflicht. Sommerreifen können laut BRV aufgezogen werden, wenn die Temperaturen "dauerhaft" über sieben Grad liegen - auch nachts oder morgens.

Welche Vorteile bringen Sommerreifen?

Die Fahreigenschaften von Winter- wie Sommerreifen sind an unterschiedliche Jahreszeiten und Witterungsbedingungen angepasst. Winterreifen etwa bieten unter anderem besseren Griff bei Schnee. Sommerreifen hingegen punkten bei warmen Temperaturen mit einer Reihe von Vorteilen: der Spritverbrauch ist niedriger, die Bremswege sind kürzer und die Fahrstabilität höher. Ganzjahresreifen sind von ihren Eigenschaften her Winterreifen sehr ähnlich. Sie sind mit dem Matsch- und Schneesymbol (M+S) versehen und können bei Winterwetter gefahren werden. Der Spritverbrauch ist bei Winterreifen generell etwas höher.

Rund um den Reifen Wie wichtig das Reifenprofil für die Fahrsicherheit ist

Höherer Laufkomfort, niedrigerer Verbrauch und mehr Sicherheit: Der richtige Reifenfülldruck hat viele positive Effekte auf ein Auto, das Profil der Reifen ebenfalls. Es ist ganz leicht, beide zu überprüfen. Eine Video-Anleitung.

(Video: Süddeutsche.de)

Wann müssen neue Reifen gekauft werden?

Für Reifen gilt laut ADAC eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Die Haftung kann - etwa bei Nässe - aber schon bei vier Millimetern deutlich abnehmen. Der Automobilclub empfiehlt deshalb, Sommerreifen ab spätestens zwei bis 2,5 Millimetern zu erneuern, Winterreifen bei vier Millimetern. Reifen, die älter sind als acht Jahre, sollten laut ADAC nicht mehr verwendet werden. Beim Kauf sollten neue Reifen nicht älter als drei Jahre sein. Abzulesen ist das Herstellungsdatum in einem Oval an der Reifenseitenwand mit einer Angabe von Woche und Jahr.

Was bedeutet das 2012 eingeführte Reifenlabel?

Das Reifenlabel ist in seiner Gestaltung ähnlich der Kennzeichnung für den Grad der Energieeffizienz bei Elektrogeräten. Abzulesen auf der Kennzeichnung sind laut BRV die Kraftstoffeffizienz, die Reifenhaftung bei Nässe und das Rollgeräusch. Die Bewertung der Eigenschaften der Reifen erfolgt in den Ampelfarben Rot, Gelb und Grün. Sie geben Information über den Rollwiderstand und die Nasshaftung. Das Abrollgeräusch wird in Dezibel angegeben und graphisch stilisiert in Form von Schallwellen: je weniger schwarze Wellen, desto geräuschärmer der Reifen.

Was ist bei Montage und Lagerung von Reifen zu beachten?

Reifen sollten vor der Lagerung mit Kreide gekennzeichnet werden, an welcher Position am Auto sie montiert waren (HL steht beispielsweise für "hinten links"). Dies erleichtert die Montage der Winterreifen nach dem Sommer. Der ADAC empfiehlt Autohaltern, den Reifen vor dem Einlagern auf Beschädigungen zu kontrollieren. Gelagert werden sollten Reifen gestapelt oder aufgehängt am Felgenloch. Für die Lagerung empfiehlt sich ein kühler, trockener und dunkler Platz.