Die eingeplanten 1,5 Milliarden Euro reichen nur für jeden zweiten Interessenten. Das Eschborner Bundesamt berechnet die Kosten.
Schon vor der endgültigen Verabschiedung der Abwrackprämie für alte Autos im Bundeskabinett zeigt sich, dass die dafür vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro bei weitem nicht ausreichen werden. Von diesem Geld lassen sich Prämien für maximal 600 000 Fahrzeuge finanzieren. Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Puls in Nürnberg zufolge erwägen aber 1,2 Millionen Autobesitzer, ihr mehr als neun Jahre altes Fahrzeug zu verschrotten.
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Alte Autos werden beispielsweise bei der Deutschen Erz- und Metall-Union in Salzgitter verschrottet. Seit der Ankündigung der Abwrackprämie haben manche Autohändler bereits einen außergewöhnlichen Anstieg der Neuwagenverkäufe registriert. Kritiker fürchten aber, dass Besitzer alter Fahrzeuge vor allem kleine Neuwagen ausländischer Konzerne kaufen. (© Foto: dpa)
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270.000 Anrufe an einem Tag
Die Regierung sieht den Zeitraum vom 14. Januar bis zum 31. Dezember für die Aktion vor, doch dürfte es auch nach Ansicht des Automobilclubs Europa spätestens im Herbst knapp werden. Da die Prämien erst an diejenigen ausbezahlt werden, die sie zuerst beantragen, steigt die Wahrscheinlichkeit im Jahresverlauf, bei der Verschrottung eines Altwagens leer auszugehen. Die Prognose des mit der Umsetzung beauftragten Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn bei Frankfurt fällt sogar noch um einiges vorsichtiger aus: "Angesichts des großen Programmvolumens besteht für die kommenden Wochen nicht die Gefahr, dass die Mittel bis zur Entscheidung des Bundeskabinetts am 27. Januar 2009 erschöpft sind."
Die 600.000 Autos sind zudem ein rein rechnerischer Wert. Denn von den 1,5 Milliarden Euro gehen noch die Kosten ab, die beim Bundesamt für die Abwicklung der Abwrackprämie entstehen. Da ist schon jetzt einiges los, denn bei der Telefon-Hotline gehen am Tag bis zu 270.000 Anrufe an, von denen naturgemäß nur ein kleiner Teil tatsächlich die Beamten erreicht.
Das Interesse an der Abwrackprämie ist jedenfalls riesig. Zumal sich die beteiligten Ministerien für Finanzen, Umwelt, Verkehr und Wirtschaft darauf verständigen wollen, dass auch das Leasing eines neuen Autos gefördert werden soll. Auf diese Weise würden auch Hersteller wie Audi, BMW und Mercedes etwas von der Abwrackprämie haben. Denn die Besitzer von mehr als neun Jahre alten Autos kommen wohl eher als Käufer von Gebraucht- oder neuen Kleinwagen in Frage. Das wären dann unter Umständen Autos aus italienischer, französischer, rumänischer oder koreanischer Produktion. Der deutsche Staat würde dann zwar für Arbeitsplätze sorgen, aber nicht in Deutschland, kritisieren manche Automanager.
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Schuldenkrise in Griechenland
... private Unternehmen mit Steuergeldern sponsern?!
Das ist alles Symptombezogen. Stattdessen sollte man vielleicht die (spätestens seit den 30erJahren des letzten Jahrhunderts wohlbekannten) Ursachen dieser Krise 'behandeln' anstatt zur 'Linderung' (HaHaHa) der Symptome Riesensummen in den Sand zu setzen. Diese Summen bewirken bloß einen Aufschub aber bestimmt keine Lösung, die aus dieser Krise führen kann. Diese Summen zahlen wir an Unternehmen, die Ihre Gewinne regelmässig verteilen(an Aktionäre) und daher keine Reserven für schlechte Zeiten haben. Warum muss Ich mein Geld diesen rücksichtslosen (im günstigsten Fall: dummen) Abzockern hinterherschmeissen?!
Für jedes Fahrzeug, das vom Händler verkauft wird ist die Mwst. fällig. es Ist nicht alles Geld weg, ein Teil kommt zurück über die Mehrwertsteuer. 19 % auf 15.000 Euro (habe ich mal so angenommen) = 2.850 Euro
Die Verschrottungsprämie sollte dauerhaft eingeführt werden, ist doch eine prima Idee. Die paar Milliönchen, die das den Staat kostet, kommen aber locker wieder rein. So funktioniert das System doch eigentlich, Nachfrage schaffen, Binnenmarkt ankurbeln. Das machen Franzosen, Italiener, Amerikaner seit Jahren.
Lobbyarbeit der Autoindustrie
Wie wäre es denn mit einer Abwarckprämie für alte Rechner, damit Qimonda wieder auf die Füsse kommt?
Ober auch für alte Kühlschränke, Fahrräder oder Häuser?
Die betroffen Branchen würde es freuen.
Frei Marktwirschft sieht annder aus. Man ist auf Wahlstimmen aus. Aber nützt es dem Volke? Wohl kaum. Der Schaden ist grösser als die kurzfritigen Nutzen. In USA haben sie auch ihre marode Autoindustire zu stützen versucht.
Hier zeigt sich wieder mal die reine Lobbyarbeit der Autoindustrie.