177 Autositze haben die Experten geprüft - und Mängel festgestellt, die Hersteller und vor allem deren Kunden beunruhigen dürften.

Vor Verletzungen der Halswirbelsäule schützen nur 21 Prozent der Kopfstützen die Insassen gut. 29 Prozent haben dagegen im Kopfstützentest des Forschungszentrums der britischen Versicherungswirtschaft in Thatcham "schlecht" abgeschnitten.

Saab gilt bei der Entwicklung aktiver Kopfstützen als Pionier. (© Foto: Reuters)

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In Auftrag gegeben hat die Untersuchung die Internationale Arbeitsgruppe von Versicherern zur Schleudertrauma-Prävention (IIWPG).

Positiv sei zu bemerken, dass einige Automobilhersteller das Testurteil sehr ernst nehmen und sich um Verbesserungen bemühen, so Axel Malczyk, Projektleiter beim Verkehrstechnischen Institut der Deutschen Versicherer (GDV).

Beispielsweise schneide der neue Honda Civic jetzt mit einem "gut" ab; das alte Modell war noch als "schlecht" klassifiziert worden. Auch bei Mercedes-Benz zahlt sich der Einsatz aktiver Kopfstützen aus: Von der A- über die B-Klasse bis zur M- und R-Klasse können die Stuttgarter damit punkten.

Gute Ergebnisse für schwedische Autobauer

Schutz vor Verletzungen bieten vor allem Fahrzeuge schwedischer Herkunft. Saab gilt als Pionier bei der Entwicklung aktiver Kopfstützen, die im Falle eines Unfalls den Abstand zum Kopf  verringern.

Volvo ist mit fixen Kopfstützen ebenso erfolgreich, da sich die gesamte Lehne auf den Passagier zubewegt und ihn schützend umschließt.

Den Erfolg der Sicherheitsstrategie des französischen Herstellers Renault bestätigen auch die Thatcham-Ergebnisse: Der neue Clio und der Modus erhalten beide ein "gut"; gerade im Kleinwagen-Segment ist diese Wertung noch rar gesät.

Nicht gut steht dagegen Volkswagen mit dem Fox, Polo und Sharan da. Und auch BMW macht mit dem 3er und den Geländewagen X3 und X5 keine gute Figur. Gar nicht erst dem Test gestellt haben sich Porsche, Kia, Suzuki und Daihatsu.

Risiko Schleudertrauma

Bei 80 Prozent der Heckaufprallunfälle mit Personenschaden entsteht ein so genanntes Schleudertrauma durch die Verletzung der Halswirbelsäule. Für diese Verletzungen wenden die Deutschen Versicherer 500.000 Euro im Jahr auf, europaweit sind es mehr als fünf Milliarden Euro jährlich.

Bei mehr als der Hälfte der Heckkollisionen können gute Kopfstützen einen wichtigen Schutz leisten, denn es handelt sich um Unfälle, bei denen die Geschwindigkeitsänderung für das angestoßene Fahrzeug bei bis zu 15 km/h liegt.

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(sid)