Von Von Sebastian Viehmann

Hybridautos liegen mittlerweile in vielen Ländern voll im Trend. Nur die umweltbewussten Deutschen machen noch nicht so richtig mit: Derzeit fahren hier gerade mal einige tausend Hybride. Das will Honda mit dem Civic ändern.

Der viertürige Honda Civic Hybrid ist mit 22.900 Euro (2.000 Euro mehr als der Benziner) der billigste Hybride auf dem deutschen Markt. Die Asiaten versprechen einen geringen Verbrauch von 4,6 Litern Super auf 100 Kilometern, weniger Schadstoffausstoß und eine günstige Versicherungs-Einstufung (VK 14).

Blick unter die Haube des Honda Civic Hybrid: Dort hat Honda einen 95 PS starken 1,3-Liter-Vierzylinder mit einem 20 PS starken Elektromotor vermählt. (© Foto: Honda)

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Aber sind solche Mini-Verbräuche wirklich realistisch, und bietet die Mischehe aus Sprit und Strom auch Fahrvergnügen? Wir haben den Test gemacht.

Ein attraktives Äußeres bringt der Civic durchaus mit. Auch die inneren Werte stimmen: Die Limousine bietet allen Passagieren reichlich Platz. Unter anderem gehören Klimaautomatik, Tempomat, Lederlenkrad, Radio mit CD-Wechsler, Nebelleuchten, Seiten- und Kopfairbags, ABS sowie ESP zur Serienausstattung.

Milde Sorte

Das Geheimnis steckt jedoch unter der Haube. Dort hat Honda einen 95 PS starken 1,3-Liter-Vierzylinder mit einem 20 PS starken Elektromotor vermählt. Damit liegt die Realleistung auf dem Niveau eines herkömmlichen 1,6-Liter-Motors. Die Kraft überträgt Hondas stufenloses CVT-Automatikgetriebe.

Der Civic gilt als "Mild Hybrid". Das heißt: Das Benzintriebwerk wird vom E-Motor in jeder Fahrsituation unterstützt. Einzige Ausnahme ist eine langsame Konstantfahrt bei ca. 40 km/h. Bei der schalten sich alle vier Zylinder ab und der Elektromotor übernimmt den Antrieb komplett.

Beim Starten und Beschleunigen sind beide Antriebsarten aktiv. Wird der Wagen langsam oder bremst er, lädt der Generator, der zwischen Motor und Getriebe sitzt und direkt auf die Kurbelwelle wirkt, die Batterie wieder auf. Bei diesem "Schiebebetrieb" mit sinkender Geschwindigkeit werden gleichzeitig die Ventile aller Zylinder geschlossen und die Benzinzufuhr abgeschaltet.

1000 Kilometer Reichweite

Beim Warten an der Ampel schaltet sich der Motor automatisch aus. Lässt man die Bremse los, zeigt ein leichtes Rütteln, dass der Vierzylinder wieder anspringt. Der Civic läuft bei niedrigen Geschwindigkeiten sehr leise und harmonisch. Der Wechsel zwischen beiden Antrieben ist innen weder zu spüren noch zu hören. Ob gerade mehr Strom oder mehr Sprit verbraucht wird, kann der Fahrer jedoch über eine Digitalanzeige neben dem Drehzahlmesser erkennen. Eine Batterieanzeige informiert darüber, wie viel "Saft" noch zur Verfügung steht.

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