Der Umweltausschuss im EU-Parlament bleibt hart und lehnt die von den Regierungen in Berlin und Paris geforderte Schonfrist für Autohersteller ab. Die Abgeordneten bestehen auf der strengen CO2-Höchstgrenze ab 2012.

Im Streit um die Klimaschutzziele für Autos bleibt der Umweltausschuss des Europaparlaments hart. Nach stundenlangen kontroversen Debatten lehnte der Ausschuss am Donnerstag überraschend alle Kompromissvorschläge ab, die der Industrie mehr Zeit einräumen sollten. Er billigte stattdessen mit 46 gegen 19 Stimmen die harte Linie von EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. Demnach soll bereits ab 212der durchschnittliche CO2-Ausstoß für Pkw grundsätzlich auf 120 Gramm pro Kilometer gedeckelt werden.

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Der CO2-Ausstoß muss runter - da ist sich die EU-Kommission einig. (© Foto: Caro / Riedmiller)

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Jedes Gramm CO2 zu viel kostet Strafe

Nach dem Vorschlag Dimas' darf der CO2-Ausstoß ab 2012 maximal 130 Gramm betragen - unter Anrechnung sogenannter Ökoinvestitionen wie spritsparende Reifen oder enegiesparende Scheinwerfer und Klimaanlagen. Auch bei den Strafen für Überschreitungen stellte sich der Ausschuss auf die Seite der Kommission: Demnach sollen Hersteller, die den durchschnittlichen Höchstwert überschreiten, ab 2012 zunächst 20 Euro Strafe pro ausgestoßenes Gramm CO2 zahlen. Bis 2015 soll diese Strafe schrittweise auf 95 Euro pro Gramm angehoben werden. Zudem hielt der Ausschuss auch an dem Ziel fest, die CO2-Emissionen längerfristig noch weiter zu begrenzen - auf 95 Gramm pro Kilometer. Angepeilt dafür ist das Jahr 2020.

Derzeit liegt der durchschnittliche CO2-Ausstoß EU-weit bei 160 Gramm, viele deutsche Limousinen wie BMW oder Mercedes liegen noch darüber. Vor allem die deutsche Automobilindustrie fordert daher mehr Zeit für die Einführung der neuen Höchstwerte. Auch der Industrieausschuss des Europaparlaments will erreichen, dass die strengeren Werte nur schrittweise eingeführt werden und nicht bereits ab 2012 für die gesamte Neuwagenflotte gelten.

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