Dass deutsche Autofahrer immer öfter selbst zum Schraubenschlüssel greifen, haben die Fachwerkstätten längst zu spüren bekommen. 2004 brach die Nachfrage kräftig ein. Die Gesamtzahl von etwa 80 Millionen Aufträgen schrumpfte um 5,1 Millionen. Im vergangenen und im Laufe dieses Jahres konnte der Rückgang zwar wieder etwas aufgeholt werden, wie Blümer berichtet.

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Dennoch treten die Deutschen weiterhin deutlich auf die Servicebremse - und lassen überdies zunehmend gebrauchte Ersatzteile einbauen. Außerdem fahren sie ihre Wagen länger als früher. Jedes zweite Auto hat inzwischen mehr als acht Jahre auf dem Buckel - Tendenz steigend.

"Die Leute schrauben zunächst selbst am Auto rum, kommen später aber doch zur Werkstatt, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind", so die Erfahrungen Blümers. Der Kfz-Profi nennt das den "Zahnarzteffekt": Zwei Jahre lang geht man nicht zum Fachmann, und dann braucht man ihn schließlich doch dringend. Sein Tipp: In den Fachwerkstätten in jedem Fall nach günstigeren Service-Preisen für ältere Autos fragen. Selbst teure Werkstätten hätten Angebote für eine "zeitwertgerechte Reparatur" in petto.

Auch der ADAC hält einen Lösungsvorschlag für klamme Autofahrer parat: den Reparaturcheck in ADAC-Prüfzentren. Dort werden akute Mängel analysiert. Muss ein Fachmann ran, könnten Werkstattaufträge gezielter erteilt und überhöhte Rechnungen vermieden werden, meint der Autoclub.

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(AP/sueddeutsche.de)