Selbst-Bastler und Sicherheitsmängel sind auf dem Vormarsch. Und die Fahrzeuge werden immer älter.
Vom Liebling zum Stiefkind: Die Zeiten, in denen das Auto der Deutschen liebstes Kind war, scheinen vorbei zu sein.
Viele wollen ihr Auto lieber selber reparieren, als es in eine teure Werkstatt zu geben. (© Foto: Reuters)
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Statt ihren Wagen zu pflegen, knausern die Bundesbürger immer stärker bei Wartung und fachmännischer Reparatur - und versuchen, aus Kostengründen, ihr Fahrzeug zunehmend selbst notdürftig zu flicken.
Gleichzeitig sind immer mehr ältere Fahrzeuge mit eklatanten Sicherheitsmängeln unterwegs, warnt Reinhard Staebler, Mitglied der Geschäftsleitung beim TÜV-Süd.
Die Organisation rechnet damit, dass womöglich noch in diesem Jahr die Quote der Autos mit erheblichen Mängeln die Marke von 20 Prozent durchbrechen könnte. Bezogen auf den gesamten Fahrzeugbestand von 35 Millionen Personenwagen wären dann mehr als acht Millionen Pkw mit gefährlichen Problemen wie defekten Bremsen und Lenkungen, kaputten Radaufhängungen oder abgefahrenen Reifen in Deutschland unterwegs - so viel wie nie zuvor.
Auch die Experten der Prüfgesellschaft Dekra sind besorgt: Nach einer Umfrage des Kfz-Dienstleisters setzt jeder zweite Autofahrer beim Service den Rotstift an. Mehr als 45 Prozent der 1100 Befragten wollen demnach kleinere Wartungsarbeiten wie einen Ölwechsel selbst ausführen. 11,5 Prozent planen, sogar größere Reparaturen in Eigenregie durchzuziehen. Jeder Dritte will Freunde oder Bekannte zur Mithilfe bitten. Nur das Nötigste reparieren lassen nach selbst verschuldeten Unfällen wollen fast 13 Prozent der Autofahrer.
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