Stauprognose Auf diesen Strecken wird es zäh an Ostern

Ein Stau auf einer Autobahn bei München: Besonders die Transitstrecken nach Süden werden an Ostern stark frequentiert sein.

(Foto: dpa-tmn)
  • Besonders staureich wird es am Nachmittag des Gründonnerstags und am Vormittag des Karfreitags auf den deutschen Fernstraßen zugehen.
  • Am Ostermontag ist mit besonders starkem Rückreiseverkehr zu rechnen.
  • Vor allem Auslandsreisende sollten einige Tipps berücksichtigen.
Von Thomas Harloff

Osterzeit ist Stauzeit. Das ist genauso Gesetz wie die Tatsache, dass die Spritpreise in den Osterferien steigen. Denn gefühlt ist halb Deutschland unterwegs, um die freien Tage für einen Besuch der Familie, einen kurzen Urlaub oder Ausflüge zu nutzen.

Ganz so schlimm wie früher einmal geht es dank der entzerrten Ferientermine in den einzelnen Bundesländern nicht mehr zu. Dennoch gibt es einige neuralgische Termine, an denen Autofahrer die großen Transitstrecken besser meiden sollten. Dazu gehört der Gründonnerstag, an dem es - da sind sich die Autoclubs ADAC, ACE und AvD einig - von der Mittagszeit an bis in den Abend hinein besonders staureich sein wird. Nur wenig besser soll es am Vormittag des Karfreitags werden, obwohl wegen des Feiertags ein Lkw-Fahrverbot herrscht. Wer kann, sollte auf die Nacht von Donnerstag auf Freitag ausweichen oder auf den ganz frühen Freitagmorgen.

Am besten den Ostersonntag nutzen

"Auf den Strecken Richtung Alpen oder Küsten kann es auch am Karsamstag lebhaft werden", sagt eine ADAC-Sprecherin. Denn Samstag ist der Tag der Bettenwechsel in den Hotels. Doch auch in den Innenstädten wird viel los sein, denn nur an diesem Tag des langen Osterwochenendes sind die Geschäfte geöffnet. Eher entspannt geht es den Stauexperten zufolge am Sonntag auf den Autobahnen zu. Wer seine Fahrten flexibel genug planen kann, sollte diesen Tag nutzen. Am Ostermontag droht die große Rückreisewelle, da tags darauf viele Osterurlauber wieder arbeiten müssen.

Welche Fernstraßen besonders von den Staus betroffen sein werden, sehen Sie in der Karte. Planen Sie Ihre Touren also nach Möglichkeit so, dass Sie die rot markierten Bereiche in den Stoßzeiten meiden.

Diese Karte des ADAC zeigt, auf welchen Strecken mit besonders hohem Verkehrsaufkommen zu rechnen ist.

(Foto: ADAC)

Lange Wartezeiten an der deutsch-österreichischen Grenze

Doch nicht nur in Deutschland ist über Ostern viel los auf den Straßen. Auch in den Nachbarländern nutzen viele die Feiertage für Kurzurlaube und Ausflüge. Besonders viel Zeit sollten Österreich-Reisende einplanen, denn an der Grenze zu Deutschland werden nach wie vor Kontrollen durchgeführt. Vor allem an den drei Autobahnübergängen Suben (A3 Linz - Passau), Walserberg (A8 Salzburg - München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein - Rosenheim) dürfte es bei der Einreise nach Deutschland zu langen Wartezeiten kommen.

Keine gute Idee ist es dem ACE zufolge, auf kleinere Grenzübergänge in direkter Nähe auszuweichen. Diese sind nicht für starken Urlaubsverkehr ausgelegt, weshalb es leichter zu Verkehrsinfarkten kommen kann. Besser sei es unter Umständen, die österreichischen Grenzen weiträumig zu umfahren: "Für viele Italienurlauber kann sich der Weg über die Schweiz lohnen", so ein ACE-Sprecher. Vor allem Urlauber aus Nord- und Westdeutschland könnten so Zeit sparen, da sie so das Ballungsgebiet München und die vielbefahrene A8 umgehen.

Wichtig für Auslandsreisende: Wegen der Terroranschläge in Brüssel kommt es in ganz Europa zu verstärkten Grenzkontrollen. Deshalb sollten nicht nur Österreich-Urlauber stets gültige Ausweispapiere mit sich führen, und zwar für jeden Auto-Insassen.

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