Die FDP ist keine, die zu solchen Dingen schwiege, und so klopfte denn ihre Bundestagsfraktion bei der Bundesregierung auf den Busch: Was denn das koste? Wie so oft, sah die Regierung sich auch hier zu "validen Aussagen" nicht in der Lage. Sie eierte zwischen 19,6 und 102,26 Milliarden Euro herum, um dann bei einem volkswirtschaftlichen Schaden von 10 bis 12 Milliarden Euro einzulochen.
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Wie das berechnet wird und wer - kein Schaden ohne Nutzen - davon profitiert, sei dahingestellt. Weitaus spannender ist die Frage, an wen die geschädigte Volkswirtschaft sich wegen allfälliger Regressansprüche wenden müsste. Rechnet man die Baustellen und Unfälle heraus, bleiben als Stauverursacher immer noch jede Menge Leute, die bremsen und so nach dem Nagel-Schreckenberg-Modell den Stau auslösen, wobei freilich nicht ganz klar ist, ob der erste Bremser der Missetäter ist oder ob man sich nicht eher an seinen Hintermann halten sollte. Schließlich ist er es, der unverhältnismäßig reagiert und damit das Ganze erst ins Rollen bringt, also zum Stehen. Die Überlegung ist müßig, weil wir an dieser Stelle wieder einmal vor einem Mysterium stehen: Seit es Autobahnen und Staus gibt, ist es noch keinem gelungen, die vordersten Bremser zu sehen. Man kennt die Schlange, nicht jedoch ihren Kopf.
Michael Schreckenberg ist in der Stauforschung noch ein gutes Stück weitergekommen. Seinen Erhebungen zufolge handeln Autofahrer albern, die sich bei Staus in die Nebenstraßen ergießen - da bleiben sie erst recht stecken. Am zügigsten komme voran, wer auf Stauwarnungen pfeife, ja voll Rohr auf Staus zufahre. Schreckenberg nennt diesen Typus den "Stoiker". Beim nächsten Stau wollen wir alle darauf achten, ob diese Autofahrer über das verfügen, was den Stoiker vor anderen auszeichnet: Gelassenheit.
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Gewalt in Syrien
@paul2001: Meine Behauptung, ein Tempolimit wäre hilfreich ist nicht (allein) meine Meinung. Sehen Sie sich einfach mal ein wenig (oder besser auch genauer) die Ergebnisse des Lehrstuhls für die Physik von Transport und Verkehr der Uni Duisburg-Essen an. Und ja: Auf den ersten Blick klingen Ihre Argumente schlüssig (wenn nicht, hätten wir längst ein Tempolimit).
@michaweiss: Ja, Straßentransporte sind zu billig. (Und das ist jetzt meine Meinung, wissenschaftliche Daten DAZU müsste ich erst recherchieren).
die nicht unerhablich zu Staus beitragen. Kolonnen blockieren die rechte Fahrbahn auf Kilometer, bei 2-spurigen Bahnen bleibt dem PKW nur die rechte Spur. Bei einem hohen Verkehrsaufkommen ballt sich logischerweise der Verkehr auf dieser Bahn. Kommt dann noch ein unsägliches Elefantenrennen dazwischen ist es aus mit dem fliessenden Verkehr.
Es ist unbedingt nötig mal darüber nachzudenken, wie man den LKW Verkehr von der Strasse bringt. Es ist völliger Blödsinn, dass ein Tieflader mit 6 gebrauchten PKW´s von österreich nach Portugal fährt. Die PKW´s können sehr gut mit der Bahn verfrachtet werden. So gibt es tausende von unnötigen LKW-Fahrten jeden Tag, einschließlich der umweltverschmutzenden Warteschleifenfahrerei aus SIcherheitsgründen bei Just-In-Time Anlieferungen.
Das gesamte Konzept in diesem Bereich muss überarbeitet werden. Anscheinend scheint aber die LKW-und SPeditionslobby sehr mächtig zu sein, denn dieses Thema scheint unsere Verkehrspolitiker und Verbände wenig zu kümmern.
LKW´s auf Landstrassen im Transit gehören verboten. LKW´s in Ballungsräumen während der Rushour ebenso. Transit gehört auf die Bahn, dazu muss das Bahnnetz entsprechend geändert werden.
Natürlich wird das Geschrei groß sein, aber es wird funktionieren, denn der Markt regelt sich immer aus. Die Schweiz und österreich machen es ja teilweise vor. Erst ein rießen Geschrei der Speditionen, jetzt läufts doch.....
.. aber wie gesagt: ich glaube nicht dass wir eine LKW-Diskussion in Gang bekommen die nachhaltige drastische änderungen mit sich bringt. Wir werden uns weiterhin mit LKW´s auf Autobahnen rumschlagen und stauen müssen.
Is ja lustig wie immer das Neidargument ausgepackt wird... hammer... ihr seid lustig...
Ja... wir Kleinwagenfahrer wünschen uns ein Tempolimit auf Deutschen Autobahnen, weil es uns stinkt das die BMW´s immer viel schneller an uns vorbeiziehen als wir je fahren könnten... mhhhhm.... wir sind jaaaa soooo Rücksichtslos und wollen den richtigen Autofahrern den spass rauben.
O.K. deal: Ihr dürft so schnell fahren wie ihr wollt, dafür zieht ihr nicht mehr von der Linken Spur auf die Autobahnausfahrt, schneidet keine Leute und drängelt nicht mehr euren Vordermann, worauf dann ein riskantes Landstrassenüberholmanöver folgt weil ihr findet der vor euch ist jetzt 10 Km/H zu langsam ist.
Von wegen Fahren mit Rückspiegel. Ihr würdet doch am liebsten an der Ampel die Tür aufreissen wenn ein Moped an euch vorbeituckert.
Aber denkt euch nichts, wenn ich mich aufs Motorrad setze, ärgere ich mich auch über eure Langsamkeit und das ihr chronisch versucht zu verhindern das ihr überholt werdet. Oder noch schöner, ihr uns garnicht bemerkt, weil ihr gerade beschäftigt seid euren Vorderman zu gängeln.
Ihre Meinung:
" Ein Tempolimit ist hilfreich, so dass (möglichst) alle gleich schnell fahren. Im Durchschnitt wären alle viel früher am Ziel, obwohl viele etwas und einige deutlich langsamer fahren müssten."
Ihre Meinung grenzt an Wunderglauben,
wenn alle (im Schnitt) langsamer fahren kommen natürlich alle später ans Ziel.
Limitierend und staubildend ist immer das langsamste Fahrzeug auf der linken Spur.
Diese simple Weisheit ist der einzige Grund für ein LKW-Fahrverbot, bzw. LKW-Überholverbot.
Tempolimits ohne Not, wie immer wieder gefordert wird, halte ich für ein eher spychologisches Phänomen einer Mehrheit gegenüber einer Minderheit, vulgo Neidreflex,
der mit allerlei wissenschaftlichen Scheinargumenten verschleiert wird.
Ich fahre auch auf der Autobahn mit Rückspiegel und wenn da ein schnelleres Fahrzeug kommt, habe ich nicht das geringste Problem so schnell wie möglich nach rechts Platz zu machen, selbst wenn ich dafür meinen Fuß mal vom Gas nehmen muß.
... ja freilich. Naheliegend, jedem (bei Nachdenken) eigentlich klar und längst erforscht: Homogener Fluss ist (in diesem Fall) am effizientesten. Also: Ein Tempolimit ist hilfreich, so dass (möglichst) alle gleich schnell fahren. Im Durchschnitt wären alle viel früher am Ziel, obwohl viele etwas und einige deutlich langsamer fahren müssten. Aber darum geht es beim Verkehr ja wohl nicht - so zumindest mein Eindruck auf den Straßen. Es geht um Ersatzbefriedigung, Verschiebung, Rangkämpfe und andere archaische Verhaltensweisen, die uns seit Freud so schön erklärt werden. Und: es geht auch um Gewinnmaximierung der Autowirtschaft. Zu viele Lobbies, zu viel Urinstinkt. Vergesst effizientes Fahren ...
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