Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die geschönten Spritverbrauchsangaben der Autoindustrie: Dem Staat könnten so Millioneneinnahmen bei der Kfz-Steuer entgehen.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) könnten nach Auffassung der Deutschen Umwelthilfe bald Millioneneinnahmen bei der Kfz-Steuer entgehen. Die Verbrauchsangaben der Hersteller seien oft übertrieben niedrig, bemängelte Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch in Berlin. Dadurch wären auch die Kohlendioxid-Werte der Autos geringer, an denen sich von Juli an die Kfz-Steuer für Neuwagen orientieren soll. Für jedes Gramm Kohlendioxid, das ein Auto jenseits einer Grenze von 120 Gramm ausstößt, werden dann zwei Euro Steuer im Jahr fällig.
(© Foto: ddp)
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Doch die offiziellen Werte der Hersteller weichen zum Teil erheblich von denen ab, die Testfahrer ermitteln. So liegt nach Angaben der Umwelthilfe bei einem Smart Fortwo Coupé mit Ein-Liter-Maschine der Herstellerwert um mehr als ein Drittel unter dem Ergebnis des ADAC Eco-Tests. So deutliche Abweichungen finden sich bei fast allen Herstellern, Abweichungen in die andere Richtung, bei denen der reale Verbrauch günstiger ist, als die Hersteller angeben, gibt es dagegen seltener. Grundlage für die Erhebung ist der sogenannte Neue Europäische Prüfzyklus, dem sich alle Neuwagen unterziehen müssen. Er soll eine einheitliche Bewertung gewährleisten, verzichtet aber auf detaillierte Vorgaben für die Verbrauchstests.
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Könnte nicht mal jemand der Deutschen Umwelthilfe klarmachen, daß im Europäischen Markt kein Platz mehr ist für solchen idealistischen Firlefanz?
Interessant wird hier auch sein, wie die Bundesregierung mit den unterschiedlichen Herstellerangaben umgehen wird. Schliesslich kann es hier zu Nachteilen oder Vorteilen bei bestimmten Marken kommen, die den Normzyklus entsprechend beeinflussen.
Beispiele hierfür:
- keine Klimaanlage
- keine Servolenkung
- Fahrzeug ohne Airbags
- kein Radio / Navi
- möglichst keine weiteren Nebenaggregate
- keine elektr. Spielereien (a la Spurhalteassistent...)
All das sind Spritverbraucher, die herstellerbedingt mitlaufen oder nicht und somit zu unterschiedlichsten Ergebnissen führen.