Die Kombi-Mittelklasse aus Passat, Insignia und Mondeo wird Januar in ihren Grundfesten erschüttert: Der Skoda Superb, bisher die Sparten-Luxuslimousine zum Discountpreis, klopft als Kombi an die Tür der Oberklasse.
Der Einstiegspreis von 23.950 Euro für das zugegeben alles andere als dynamisch motorisierte Basismodell Superb Combi 1.4 TSI sollte nicht nur in Köln, Rüsselsheim und Wolfsburg für Kopfzerbrechen sorgen. Selbst das T-Modell der neuen Mercedes E-Klasse oder einen Audi A6 Avant greift der ebenso elegante wie mit 4,84 Metern Länge üppig dimensionierte Kombi aus Tschechien mutig an. Die Beinfreiheit im Superb-Fond ist nahezu ohne Konkurrenz und das Ladevolumen von 633 bis 1850 Litern setzt nicht allein in der Mittelklasse Maßstäbe. Die Zuladung des Superb Combi beträgt 563 Kilogramm.
Eleganter Lademeister: Škoda Superb Combi (© Foto: Pressinform)
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Unter dem ebenen Ladeboden gibt es zusätzliche Ablageflächen, und standesgemäß sollte man seinen Superb Combi mit der optionalen elektrischen Heckklappe ausstatten, die das Be- und Entladen sichtlich erleichtert. Überhaupt ist die Zahl der Sonderausstattungen beim Familien-Škoda überaus üppig. So kann man seinen Superb Combi mit elektrischen Ledersitzen, Sitzheizung vorne und hinten, Festplattennavigation, Panoramadach und TV-Modul sowie Keyless Go zum wahren Luxusgefährt ausstatten. Jedoch sollte man sich mindestens für die mittlere Ausstattungsvariante Ambition oder besser noch für das Topmodell Elegance entscheiden. Dann gibt es vom Start Annehmlichkeiten wie Xenonlicht, 17-Zoll-Alufelgen, Einparkhilfe, Regensensor und elektrische Sitze.
Dienstwagenfahrer mit kombigeneigtem Gedankengut reiben sich die Hände, Taxler vergessen ihre Mercedes-Liebe und sogar in der Kombi-Oberklasse dürfte man an dem variablen Superb Combi zu knacken haben. Beim Namen Škoda dachten die meisten bisher allein an die Volumenmodelle Fabia und Octavia, die die Marke in den letzten Jahren auf so manchen Verkaufszettel gespült haben.
Volkswagen-Konzerntechnik zum fairen Sparpreis dürfte für viele Kombiliebhaber mit dem neuen Familienmodell eine echte Versuchung sein. Auch wenn der Superb in erster Linie die auswärtige Konkurrenz von Ford Mondeo, Opel Insignia und Volvo V70 angreifen soll - der eine oder andere Passat-Fahrer dürfte bei dem sehenswerten Design und den unübersehbaren Vorzügen der tschechischen Kombiversion doch ins Grübeln geraten.
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Vielleicht gibt es auch Menschen, die ihr Auto nicht als Genitalprothese benötigen, sondern zum Fahren. Und für die ist der Superb eben ein erstklassiges Angebot.
Naja, gut daß zwischen Drinnensitzen und Fahren noch ein unterschied ist. Aber irgendwie muß man sich ja rechtfertigen, wenn einem ein Auto aus der Premiumklasse zu teuer ist. Kann ja nicht jeder Mercedes, BMW oder Audi fahren, wäre ja auch langweilig.
Der Superb Combi wird nicht nur einige Passat-Fahrer ins Grübeln bringen, sondern den Wolfsburgern im Passat Combi Segment schmerzvolle Absatzeinbußen einbringen. Aber es bleibt ja in der Familie. Und: Nur wer noch nie im Superb Combi dringesessen hat, wie ich es auf der IAA gemacht habe, kann ernsthaft glauben, dass E-Klasse und Konsorten außer einem Image und einem deutlichen Mehrpreis nennenswert mehr zu bieten haben.
Bestimmt ein guter und vernünftiger Wagen. Aber nur, wer noch nie eine E-Klasse gefahren ist, kann ernsthaft glauben, daß der Skoda eine ernstzunehmende Konkurrenz ist.
dass der Superb in WOB für Kopfzerbrechen sorgen wird. Im Übrigen ist der 1.4 TSI deutlich weniger lahm als der Hubraum suggeriert. Im Octavia getestet ist er zwar keine Rakete, aber völlig ausreichend.