In Tokio unternahm die JR East einen Feldversuch mit 48 Kameras, deren Programm Betrunkene, ein in einer mutmaßlich zu großen Tasche wühlendes Paar und eine Schlägerei lokalisierte. "Aber", so Kyohiro Takemoto, Manager bei der JR East, "das kostet auch was"; die Anschaffung des Systems könnte am Preis scheitern. Außerdem überwogen Fehlalarme die tatsächlichen kritischen Vorkommnisse bei weitem.
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An der Erkennung von Bewegungsmustern arbeiten auch Münchner Verkehrsingenieure. Bei einem Testlauf vor Publikum werden die Gesichter der Vorübereilenden durch eine sogenannte Privacy-Maske verschleiert. Ob der Filter an oder aus ist, hängt von der Einstellung ab. "Inzwischen halten sich Frauen", erklärt ein Mitarbeiter, "nachts doch ganz gern in Bereichen auf, von denen sie wissen, dass dort eine Kamera installiert ist." Sie fühlten sich dort ähnlich wie der Bankkunde am Geldautomaten sicher.
Geoff Dunmore, Sicherheits-Chef der U-Bahn in London, warnt die Verkehrsverbünde davor, in eigener Sache zu Profilern zu werden. "Als wir vor Jahrzehnten die ersten Kameras installierten, ging es noch um einfache Betriebsstörungen." Immerhin könnte die digitale Bildauswertung auch helfen, Tunnelportale wie auch Hochgeschwindigkeitsstrecken abzusichern, an denen nicht selten Steinewerfer oder sogar ganze Schafherden auftauchen.
Dass die Verkehrsunternehmen - unter anderem mit der Niederflurtechnik - auch viel investieren, um Behinderten den Zugang zu Bus und Straßenbahn zu erleichtern, geht dabei fast schon wieder unter. Inzwischen gibt es Sensoren, die durch einen Luftspalt noch die feinste Störung im Türspalt registrieren und das Risiko eingeklemmt zu werden, verringern. Nur: Sie sind noch nicht überall installiert. Und mit kürzeren Reaktionszeiten wäre, wie der tödliche U-Bahn-Unfall in München gezeigt hat, geholfen.
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(SZ vom 15.6.2009/gf)
Surfrider Beach in Malibu
Ich fahre innerhalb des mittleren Rings in München nur noch ausschließlich mit dem Radl, bei schlechten Wetter halt entsprechend ausgerüstet, dann macht es selbst bei Schneeregen Spaß zu fahren. Dank der milden Winter der letzten Jahre waren bisher nicht einmal die Spikes-Mäntel im Einsatz.
So habe ich es selbst in der Hand ob ich eine aggressive Route über die stark befahrenen Hauptverkehrsadern der Stadt wähle oder lieber den englischen Garten, die Isar oder ruhige Nebenstraßen bevorzuge. Außerdem ist keiner so schnell und spontan am Ziel, denn mein Verkehrsmittel steht mir immer ohne Wartezeiten zur Verfügung, unabhängig von Staus und der Pünktlichkeit anderer.
Nebenbei spare ich mir viele hundert Euros im Jahr, werde nicht von tausenden Kameras überwacht und bei nicht-konformer Verhaltensweise vorverdächtigt. Ich stecke mich nicht mit den ganzen saisonalen Krankheiten an und bin, je nach Streckenwahl, sogar an der Sonne und frischen Luft. Das wiederum führt dazu, dass ich weniger gestresst und durch die sportliche Aktivität ausgeglichener bin. Die Tatsache dass ich in den letzten 8 Jahren nur 2 Tage krankheitsbedingten Ausfall verbuchen musste, spricht meiner Meinung nach auch für das Radfahren.
Aber ich will hier gar keine Werbung für die Freiheit des Radelns machen, denn sobald noch mehr Leute von der stinkenden Auto-Hölle und dem MVV-Wahnsinn umsteigen, wird sich auch in diesem Bereich die Sucht einiger Spinner nach Überreglementierung und deren strikter Überwachung auftun.
Darauf kann ich gerne auch zukünftig verzichten!