Britische Politiker wollen das Land mit Hochgeschwindigkeitszügen wirtschaftlich voranbringen. Das begeistert nicht jeden.
Die Gegner des Projekts sind stocksauer - sie haben bereits den aufblasbaren, dreieinhalb Meter großen weißen Elefanten wieder bereitgelegt, der Symbol ihres Protestes ist.
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Grund ihres Ärgers: Der Verkehrsausschuss des britischen Parlaments hat einen Report vorgelegt, wonach Hochgeschwindigkeitszüge das Land wirtschaftlich voranbringen und zudem die Qualität von Zugreisen deutlich erhöhen würden, unter anderem weil sie - nun ja - schneller sind.
Der Ausschuss unterstützt deshalb das Projekt "High Speed 2" (HS 2), das vorsieht, schnelle Routen von Süd nach Nord zu bauen. Die Gegner sind der Ansicht, die neuen Zuglinien würden die Landschaft verschandeln, Unsummen Geldes verschlingen und überdies nutzlos sein - deshalb der weiße Elefant, der im Englischen für eine teure, aber absolut nutzlose Sache steht, die man nicht wieder los wird.
Seit Jahren wird in Großbritannien mit großem Eifer über HS 2 diskutiert. Immerhin handelt es sich um das Land der Trainspotter, der Zugbeobachter - das Themenfeld "Zug und Gleis" weckt hier so starke Emotionen wie sonst wohl nur in Stuttgart.
Wenn Gegner und Befürworter des Projekts aufeinandertreffen, wird es bisweilen laut und auch mal aufs Unterhaltsamste unsachlich. Vor einigen Wochen rief im Sender BBC Radio 4 ein Gegner einem Befürworter entgegen, dass dieser ja wohl auch nicht wolle, dass die Züge durch seinen Garten rasen. Der Befürworter, ein leidenschaftlicher Trainspotter, erwiderte: "Doch, ich schon."
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