Erstaunlich: In Trollhättan werden noch gute Autos gebaut: Unterwegs mit der großen Saab-Limousine 9-5.
Der Automobilhersteller Saab rühmt sich gern seiner gemeinsamen Vergangenheit mit der Flugzeugfabrik gleichen Namens. Und es stimmt - es gibt hier eine traditionsreiche Verbindungslinie, die, angefangen bei der Rennkugel Saab 96 mit ihrem Zweitaktmotor, immer auch in die Form der Fahrzeuge einging. Deutlich sichtbar ist sie noch beim jüngsten Auto der Firma, dem schon im Herbst 2009 vorgestellten, aber erst jetzt allmählich auf den Markt geratenden Modell 9-5.
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Da ist die sehr runde Schnauze, die schräge, analog geformte Windschutzscheibe, das nach vorne gezogene, ebenfalls sehr runde Dach, das die Passagiere auf den Vordersitzen in Piloten verwandelt, die lang abfallende und nach hinten sich verjüngende Linie der gesamten Karosserie.
An das berühmteste Jagdflugzeug dieses Herstellers erinnert dieser Bau, an den Jäger J-29 aus dem Jahr 1948, auch "fliegende Tonne" genannt - oder auch, weil Flugzeuge oft wie Fische aussehen, an den Steinbeißer mit seinem ballförmigen Kopf und seinem gestreckten Körper. Das Auto ist nicht unbedingt schön, aber es steht tief und breitbeinig auf der Straße.
Es ist groß, auch für die Passagiere auf den hinteren Sitzen, es trägt die Gürtellinie hoch und die Seitenfenster niedrig, was es beständig aussehen lässt. Es wirkt kräftig und, ja, elegant, und weniger aggressiv als die Konkurrenz, die immer auch das ebenso verletzliche wie stets auf Sieg gestimmte Selbstbewusstsein des gewöhnlichen Abteilungsleiters in der Mitte seiner Laufbahn bedienen zu wollen scheint.
Wer auch nur von Ferne die vielen Krisen wahrgenommen hat, die dieser Hersteller in den vergangenen Jahren hat erfahren müssen und die keinesfalls ausgestanden sind, der muss darüber erstaunen, dass es dieses Auto überhaupt gibt. Und viel mehr noch: dass es so gut ist.
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Saab ist etwas für Individualisten, Leute mit Geschmack, Leute die Understandment für sich besser finden. Ein super Artikel über Saab und den 9-5. Wer da denkt, alles kommt von Opel, hat leider unrecht. BMW, MB, Audi, Jaguar, u.s.w. bauen auch Autos. Wer ist dabei ein Kraftstoffwunder im Verbrauch. Keiner. Zumindest nicht als Benziner in der gleichen Klasse. Wie kann Saab überleben? In dem sie erkennen, das man nicht versucht immer mehr Autos zu verkaufen. Als Nischenhersteller sollte man die Nischen richtig bedienen und Fahrzeuge für Individualisten bauen. Wenn man dann an Mitarbeitern abspecken muß ist es ok. Nur die Besten machen dann super Autos. Nicht billiger, sondern teurer. In Standmontage gebaut, aus Aluminium, mit 2.0 ltr. Turbomotoren und gutem Sound. Neue Antriebe einsetzen, wie Hyb. und Elektro. Die Linie im Design beibehalten. Nicht jeder möchte das fahren was der Nachbar auch fährt.
das ist ein verkappter Opel / GM.
wissen meine Mitarbeiter über ihr neues Flottenfahrzeug zu berichten.
Ausser, dass die Kiste nicht eine, sondern zwei fliegende Tonnen wiegt. Etwas gar viel.
Dafür gibt's viel viel Platz und einen Kofferraum, wo selbst Skis versorgt werden können.
Heutzutage ist der Unterscheidungsfaktor der Verbrauch, und da sieht der Saab ganz alt aus.
Nur wenn man eine Ökosau oder ein Autojournalist ist, interessiert das nicht so. Von diesen Gruppen kann aber heute kein Hersteller mehr leben.
den neuen Besitzer verkauft (und bleibt stiller Teilhaber), komplett mit 2 fertig entwickelten neuen Modellen (9-4 hauptsächlich für den US-Markt, 9-5) und einer der modernsten europäischen Autofabriken. Kein Vergleich zu den 5 Milliarden DM die BMW seinerzeit in die maroden Rover-Werke versenkt hat.
Saab verfügt außerdem über hervorragende Ingenieure, die in der GM-Zeit einiges an Entwicklungsarbeit für den Gesamtkonzern geleistet haben.
Natürlich braucht man noch mehr Investoren, aber die finden sich – und so ein Unternehmen zu führen ist immer eine große Herausforderung (mit Risiko und Gewinnaussichten).
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