Vielerorts werden die Regeln für Dieselautos im kommenden Jahr schärfer - für manches Auto werden sie zu scharf.
Reinhold Barth hat schon vieles versucht, vergeblich. Er war in Werkstätten, hat bei Mercedes angerufen, bei den Herstellern von Rußpartikelfiltern - doch es gibt ihn nicht, den Filter für seine Mercedes E-Klasse, Typ E 290, Baujahr 1996. Für so ein altes Auto, hat man Barth beschieden, lohne sich die Entwicklung eines Rußpartikelfilters nicht. Und so geht es Tausenden: Rußfilter sind zwar auf dem Markt, aber nicht für jeden Fahrzeugtyp. Und für Dieselautos ohne Filter wird es zunehmend eng.
Weniger Schadstoffe in der Luft: Der nachträglich eingebaute Rußpartikelfilter reduziert je nach Typ etwa die Hälfte des Feinstaubs aus den Abgasen eines Personenwagens. (© Foto: ddp)
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Quer durch die Republik werden derzeit Umweltzonen eingerichtet oder ausgedehnt. Die Städte versprechen sich davon weniger Belastung mit dem gesundheitsschädlichen Feinstaub. Wo es Umweltzonen schon gibt, entscheiden Plaketten darüber, wer sie befahren darf oder nicht. In roter (für Autos der Schadstoffnorm Euro 2), gelber (Euro 3) oder grüner Farbe (Euro 4 und höher) geben sie Aufschluss über den Schadstoffausstoß der Autos. Schrittweise können die Städte so die größten Rußschleudern aussperren.
Nach Berlin und Hannover etwa kommen schon von Januar an nur noch Autos mit grüner Plakette herein, München will vom Herbst 2010 an nicht mehr alle Plaketten, sondern nur noch gelbe und grüne zulassen. Auch das Auto des Münchners Barth dürfte dann die Innenstadt nicht mehr befahren - theoretisch. Dabei würde es mit Nachrüstfilter eine gelbe Plakette bekommen, wenn es einen gäbe. Denn mit amtlich zugelassenem Filter kommt jedes Auto mindestens in die nächsthöhere Klasse: von rot auf gelb, von gelb auf grün. Zwischen 600 und 1000 Euro kostet das.
Ursprünglich sollten die Fahrverbote zum massenhaften Einbau von Filtern führen, die den Ruß abfangen und verbrennen. Doch weder haben deutsche Autofahrer ihre Wagen bisher massenhaft nachrüsten lassen, noch gibt es für jeden einen Filter. "Technisch ist es ein ziemlich anspruchsvolles Produkt", heißt es etwa beim Mendener Hersteller HJS. Und für alte Fahrzeuge, vor allem für solche mit großem Motor, sei der Filter häufig technisch nicht machbar. In anderen Fällen seien einfach zu wenige Fahrzeuge auf dem Markt, um nur für sie einen speziellen Filter zu entwickeln.
Für Betroffene ist das bitter: 330 Euro Zuschuss zahlt der Bund für die Nachrüstung, seit voriger Woche sogar in bar. Wer allerdings nicht nachrüstet oder es nicht kann, muss bei der Kfz-Steuer draufzahlen: 1,20 Euro je 100 Kubikzentimeter. Das macht jährlich 24 Euro etwa für ein Auto mit Zweilitermaschine.
Wie viele Fahrzeuge dauerhaft ohne Filter bleiben müssen, weiß keiner. Deutschlandweit sind gut zehn Millionen Dieselautos unterwegs, nur jedes zweite mit grüner Plakette. Schätzungen einer Arbeitsgruppe von TÜV und Dekra zufolge gibt es nur für 60 Prozent der Fahrzeuge einen Filter, die Deutsche Umwelthilfe geht von 80 Prozent aus.
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- Rußpartikelfilter Kohle für Diesel 29.07.2009
- Feinstaub-Urteil Partikelweise gesündere Luft 25.07.2008
Kuriose Schilder (4)
Seien wir doch ehrlich: Die Rußfilter in den Städten sind ein FLOP.
Der Effekt ist nicht der erwartete. Ich habe auch so ein Ding mit grüner Plakette in meinem Diesel-PKW. Aber für mein Wohnmobil einen selbstausgebauten Fiat Kleintransporter bekomme ich keinen Rußfilter, also keine Plakette, also werde ich vom Gesetzgeber bestraft, ohne dass er eine umweltfreundliche Alternative aufzeigen kann. Das grenzt an Enteignung oder schlimmer noch Betrug.
Da ich nicht zu den Upperklasslern gehöre und mir nicht dauernd ein neues Auto kaufen kann, bin ich also schlecht dran. Obwohl meine Karre nur 10 Liter Diesel verbraucht, ist er vom Abgas besser als so manche Nobellimosine mit Kat und Filter. Und der Ruß, da die Rußpartikel, die er ausspuckt größer sind als die gefilterten Mikropartikel ist er tatsächlich paradoxerweise gesünder!!! Aber das hat sich noch nicht herumgesprochen. Autofahrer lassen nicht nachrüsten? Warum wohl nicht, weil es keine typgeprüften Filter für viele Autos gibt!
Na so was...
Das war der Sinn der Angelegenheit, immer wenn Gesetzesänderungen kommen, soll die Wirtschaft angekurbelt werden oder Arbeit auf Betriebe abgewälzt werden, dafür sorgen schon die Lobbyisten und Bürokraten. Nur wenn es nicht funktioniert, was dann. Nachmessungen in den im Bericht angegebenen Städten haben ergeben, es fahren nur Grüne Autos, nur die Werte sind die Gleichen. In solche Städte wie Berlin, war ich mindestens dreimal pro Jahr mit Übernachtung, Hannover oder München, bin ich noch öfter, schon wegen der Bayern, fahre ich dann einfach nicht mehr. Mein Auto hat Euro 5, deswegen mache ich mir aber noch lange keine Plakette an die Scheibe. Ich kann auf die Holtels und das shopping auch verzichten und an die See oder Seen fahren. Nur verscheißern lassen, det mog i net.
Als man als Kaefer ein neues Auto erwarb,war es auf dem Stand der Technik. Das es fuer einige Fahrzeuge keine Nachruestfilter gibt ist schlimm,dass ist ein Versaeumniss der Hersteller. Bezahlen muss die Zeche der Kaeufer,der glaubte ein Auto fuer die naechsten 15 Jahre zu haben.Beispiel in Suedeuropa,Athen,da muessten jedes Jahr an 300 Tagen ein totales Fahrverbot herrschen,nach EU Norm,nur das kuemmert dort und anderswo niemanden.Diese Beispiele liessen sich beliebig fortsetzen,so ist das mit der EU-die muessen es machen die anderen Ignorieren es einfach. Um eine bessere Luftqualitaet in den Staedten zu bekommen,muessten die Ampel und andere Verkehrsanlagen dringend Optimiert werden. ( Stau und die Geisterampeln ) Unnoetige Staus waehren vermieden,dass will aber eine Minderheit nicht ,der Verkehr soll zaeh sein damit niemand Auto faehrt.
Trifft zwar wieder nur normale Bürger, aber was will man machen? Wer saubere Luft haben will, muss Maßnahmen ergreifen.
Man kann den Leuten nur empfehlen mehr Kleinwagen zu kaufen (Polo, Peugeot 207, Corsa etc.). Vielleicht merkt dann die Autoindustrie, dass mit dreckigen Autos kein Geld zu verdienen ist.