Wer Rußfilter in sein Auto einbaut, erhält sofort 330 Euro - weil Dieselmotoren als große Feinstaubquelle gelten.
Wieder ist es die Landshuter Allee in München. Auf der Hitliste jener Orte, die am häufigsten mit Feinstaub belastet sind, steht das Teilstück des Mittleren Rings derzeit ganz oben. Abhilfe könnten Rußpartikelfilter schaffen, immer mehr Städte wollen sie zur Bedingung machen, damit Dieselautos überhaupt einfahren dürfen. Dieselmotoren gelten als eine der größten Feinstaub-Quellen. Doch die Nachrüstung der Autos stockt.
Und sie wirken doch: Rußpartikelfilter. Ihr Einbau wird jetzt vom Bundesfinanzministerium mit Direktzahlungen gefördert. (© Foto: dpa)
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Gut zehn Millionen Dieselautos sind auf deutschen Straßen unterwegs, die meisten ohne Rußpartikelfilter. Ohne großen Erfolg schuf die Bundesregierung 2007 ein Steuerprogramm für saubere Diesel. Wer mit der Rußschleuder durch die Gegend fährt, zahlt seither mehr Steuern, für einen Zwei-Liter-Wagen 24 Euro im Jahr. Nachrüster sollten dagegen belohnt werden, neben einer grünen Plakette erhielten sie einen Steuerbonus von 330 Euro, den das Finanzamt still mit der Steuerschuld verrechnete, oft über Jahre hinweg. Doch die wenigsten Autofahrer bissen an. Statt geplanter 1,5 Millionen Autos wurden nur an die 350.000 Pkw mit den Filtern nachgerüstet. Denn Werbung für den Bonus machten allenfalls die Werkstätten, und eine Affäre um unnütze Filter brachte die Technik zwischenzeitlich arg in Verruf.
Nun aber will das Bundesfinanzministerium, seit Juli alleiniger Empfänger des Kfz-Steueraufkommens, noch einmal mobil machen. In einer Art Konjunkturprogramm Nummer drei, diesmal für das Werkstattgewerbe, wird die Förderung im Hauruckverfahren umgestaltet.
Wer seinen Wagen von Samstag an umrüstet, bekommt seine 330 Euro vom Bund direkt aufs Konto überwiesen, ganz nach Art des Kassenschlagers Abwrackprämie. So soll das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (Bafa), das die Abwrackprämie verteilt, auch die Filter-Förderung übernehmen. Anträge können Autobesitzer demnach ab 1. September an das Bafa richten, samt Bescheinigung über den Einbau des Rußfilters. Ausgezahlt werden soll das Geld rückwirkend für Einbauten ab dem 1. August.
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Na ja es gibt auch jede menge Dieselfahrzeuge, die Euro 4 erfüllen auch ohne Dieselfilter. Mein VW Turan 2.0 TDI mit 170 PS hat keinen Filter und ich habe ohne Probleme eine Grüne Plakette bekommen. Also warum sollte ich umrüsten? Und davon gibt es viele Fahrzeuge.
Dass bisher so wenige PKW umgerüstet wurden liegt nicht daran, dass die EURO 330 erst später mit der Steuer verrechnet wurden.
Es liegt daran, dass die Umrüstkosten in Wirklichkeit nicht bei 600-100 Euro liegen, sondern eher bei 1600-2000 Euro.
Ist das Fahrzeug nämlich zum Zeitpunkt der Nachrüstung älter als 5 Jahre oder hat es mehr als 80.000 km auf dem Tacho, dann muß auch der Katalysator mit gewechselt werden. Auch wenn er noch einwandfrei funktioniert und keinerlei Beschädigung aufweist.
Fast alle EURO 3 Diesel, die umgerüstet werden können sind entweder älter als 5 Jahre, oder mehr als 8000 Km gelaufen.
Sinnvoller als die Euro 330 sofort auszuzahlen wäre es gewesen diese sinnlose Regelung mit dem Kat zu streichen. Ein Kat soll gewechselt werden wenn er defekt ist, nicht einfach so.
Dann würden auch mehr ältere PKW umgerüstet werden. Aber das will die Politik ja gar nicht. Man soll ja neue Autos kaufen.
Mir ist die Behauptung, dass "Ultrafeinstaubpartikel" entstehen, auch schon begegnet, und die Überlegung scheint mir nicht so abwegig zu sein.
Übel finde ich die Umweltzonen, denn viele alte Diesel können gar nicht nachgerüstet werden, und wahrscheinlich erzeugen die sowieso eher weniger schädlichen "Grobstaub" als Feinstaub.
Noch zu den erwähnten Untersuchungen des Helmholtz-Zentrums, Zitat aus Wikipedia:
"Das Helmholtz Zentrum München ist eine Einrichtung des Bundes und des Freistaates Bayern in der Rechtsform einer GmbH"
...
"Das Helmholtz Zentrum München betrieb von 1967 bis Ende 2008 das 27,6 Hektar große Forschungsbergwerk Asse zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen".
... empfiehle sich hier, die Kommentare zuerst gründlich zu lesen, bevor man sie rot macht oder kritisiert. Selbstverständlich müßten auch die Kommentierenden selbst darauf achten, wie sie ihre Gedanken niederschreiben, da will ich mich ausdrücklich nicht raushalten.
DPFs tun die Partikel herausfiltern und regelmäßig nach-verbrennen, was als "Regeneration" bezeichnet wird. In meinem Beitrag behaupte ich sehr wohl, dass es einen Unterschied ausmacht, ob ein Partikel nur fein, oder eben ein Nano-Partikel ist.
Persönlich bin ich sehr an einer wirklich sauberen Umnwelt interessiert, habe jedoch bereits einiges dazu gelesen und mehrere Dokumentation gesehen, die die Wirkung der DPF in einer nachvollziehbaren Art und Weise stark in zweifeln ziehen, zuindest was den vermeintlichen Schutz der Gesundheit der Menschen angeht.
http://www.umweltbrief.de/neu/html/Umweltbrief_spezial_Feinstaub.html#Partikelfilter
zack34
Entschuldigung mal Sie beide!
Wenn sie ÜBERHAUPT KEINE Ahnung haben, woon Sie reden, dann lassen sie das doch bitte!
1. Stimmt es nicht, dass die Partikel im Filter nur verkleinert werden.
2. Ist es sehr wohl für den Körper ein Unterschied, wie groß die Partikel sind.
3. Ist Feinstaub nachgewiesener Maßen nach der Belastung durch Rauchen der zweite Grund für Krebserkrankungen im Atmungssystem.
Das ist keine Augenwischerei sondern ein (viel zu harmloser) Anfang einer unbedingt norwendigen Reihe an Maßnahmen.
Paging