Der Berliner Polizeioberrat Markus van Stegen rätselt, warum jemand freiwillig auf ein Fixie steigt: "Wer ist denn so doof und fährt ohne Bremse?" Die Erklärung liefert er im nächsten Satz gleich selbst: "Es ist wohl der Kick, etwas Verbotenes zu tun." Van Stegen leitet die Abteilung Verkehrssicherheit im Berliner Polizeipräsidium. Seit etwa einem Jahr beobachtet er, dass immer mehr Berliner auf Rädern ohne Bremse unterwegs sind - längst nicht mehr ausschließlich Kuriere. Eine Statistik für Fixie-Unfälle gibt es bislang nicht. Doch van Stegen hält die Räder für gefährlich für die Fahrer - vor allem aber für die anderen Verkehrsteilnehmer. Bisher mussten Fixie-Fahrer zehn Euro Bußgeld zahlen. Inzwischen beschlagnahmen die Beamten die Räder. "In drei Wochen haben wir sechs Fixies sichergestellt, und das ist erst der Anfang", sagt van Stegen.
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Dass die Polizei gezielt Fixie-Fahrer aus dem Verkehr zieht, hat auch Thomas Kagermeier, Inhaber des Berliner Kurierdienstes "Spinning Wheelz", bemerkt. Er sagt, dass einige seiner Kuriere sich wieder Bremsen an die Räder geschraubt hätten, weil sie es leid seien, Strafen zu zahlen. Kagermeier nimmt seine Jungs in Schutz: Ein Risiko für den Straßenverkehr seien nicht die Kuriere , sondern ungebremste Freizeitradler: "Man fällt bei so einem Rad schnell aus dem Sattel, für Anfänger ist das sehr gefährlich."
Einer wie Holger Patzelt freut sich über den Boom der zweckentfremdeten Bahnräder. Er ist Geschäftsführer von "Fixie Inc.", einer Firma, die sich auf die Herstellung der Ein-Gang-Räder spezialisiert hat. Ein Fixie kostet mehr als tausend Euro, doch der Laden läuft bestens. "Unsere Verkaufszahlen haben sich im vergangenen Jahr verdoppelt", sagt Patzelt. Seiner Meinung nach geht es den Fahrern nicht darum, ohne Bremse unterwegs zu sein: "Auf einem Fixie gehe ich eine organische Verbindung mit dem Rad ein; dadurch, dass sich die Kurbeln immer drehen, werde ich ein Teil der Maschine."
Organische Verbindung hin oder her: Für Ralf Kunz, Sprecher der Hamburger Polizei, gehören Fixies nicht auf die Straße. "Wenn unsere Jungs von der Fahrradstaffel so einen Fixie-Fahrer sehen, fahren die hinterher, und der muss dann ein Bußgeld zwischen fünf und 25 Euro zahlen." Rechtlich sei die Sache nicht ganz einfach: Zwar darf jeder ein Fixie-Fahrrad besitzen, auf öffentlichen Straßen fahren darf man damit jedoch nicht.
Der Hamburger Kurier Jürgen fürchtet sich nicht davor, dass ihn die Polizei nochmal erwischt. Er sagt: "Mich kriegen die nicht wieder, ich bin einfach viel zu schnell."
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(SZ vom 24.04.2009/gf)
OB-Kandidatin Nallinger
Mit dem Vowurf der grottenschlechten Recherche treffen Sie den Punkt.
Die SZ schreibt "...Rad hat kein Licht, keine Klingel, keine Reflektoren, nur einen Gang und keine Bremsen..." und bildet dann sechs Räder mit Bremsen ab. Um den Unfug zu rechtfertigen erzählen sie noch das Märchen von den aus legalistischen Gründen angeschraubten Bremsen.
Und das Ganze dann in der Rubrik "Auto".
Abgesehen davon, als führerscheinloser Radfahrer setze ich mich sehr häufig dem Radverkehr aus. Bei einer nicht unerheblichen Anzahl von Radlern, die sich auf ihren Radeln durch die Gegend schleppen, hilft auch Bremse, Licht und Klingel nichts. Sie sind und bleiben eine Verkehrsgefährdung.
Ist das eine billige Schleichwerbung!
Grottenschlecht recherchierter und bebilderter Artikel!
Lest den Kommentar von trail star, der gibt Euch die nötige technische Information.
Chinesische Baumarkträder sollten erst recht verboten werden. Ich wette die kopieren noch den TÜV Aufkleber.
2bis2ride!
Ich bin dafür, falls jemand mit einem "Fixie" angetroffen wird, es sofort in einer mobilen Schrottpresse zu entsorgen, ""Schneller geht nicht", sage ich. Kann nicht sein, dass Andere gefährdet werden, weil jemand meint, einen Vorteil daraus zu haben.
in den angschlossenen Gebieten gibt es noch tausende Fahrräder mit ähnlicher Ausstattung. Die Dinger haben keinen Freilauf, dafür einen Rücktritt und keine Gänge. Bremse ist meist eine sog. Stempelbremse. That's all.
Diese dinger haben 40 Jahre Volkspolizei und mittlerweile weitere 20 Jahre Westdeutschland überlebt. Aus der sowjetischen Zeit sind mir dramtische Unfallzahlen nicht bekannt, trotz Schrauberszene.
Die eigenttlichen Bahnräder sind leichter und schmalst bereift. Fahren kann man mit beiden Arten.
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