Rekordversuch mit Biodiesel-Boot "Es war wie im Horrorfilm"
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Zerstörte Propeller, Getriebeschaden und ein tödlicher Unfall: Der versuchte Rekord mit der "Earthrace", einem mit Biodiesel betriebenen Rennboot, steht vor dem Aus.
"Was habe ich nur verbrochen, dass mir das Schicksal so böse mitspielt" - das hat sich Pete Bethune, 42, in den letzten Tage immer wieder gefragt.
Das Rennboot vor seinem Schaden.
(Foto: Foto: Earthrace)Denn schließlich war der Neuseeländer am 10. März mit seiner dreiköpfigen Crew in Barbados aufgebrochen, um die Welt in neuer Rekordzeit mit seinem Motorboot Earthrace zu umrunden: 65 Tage sollte die Fahrt dauern und den neun Jahre alten Rekord des britischen Bootes Cable & Wireless von 75 Tagen deutlich unterbieten.
Doch Ende der Woche saß Bethune noch immer in San Diego an der amerikanischen Westküste fest und wartete sehnsüchtig darauf, wieder in See zu stechen.
Eigentlich wollte Bethune Anfang April den Pazifik schon weit hinter sich haben, doch immer wieder musste das Earthrace-Team den Zeitplan auf ihrer Internetseite aktualisieren.
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Im Moment liegt Bethune mehr als 5000 Kilometer hinter dem Zeitplan zurück, ans Aufgeben denkt er aber nicht. Der Skipper übt sich dennoch in Optimismus, obwohl die Probleme schon wenige Stunden nach dem Startschuss begannen - und seitdem immer schlimmer wurden.
Mit halber Kraft nach Panama
"Gleich in der ersten Nacht spürte ich, dass etwas nicht stimmt, weil sich die Vibrationen im Boot plötzlich veränderten", erzählt Bethune. Den Grund entdeckte er bei einem kurzen Tauchgang: "Die Propeller aus Carbon schienen sich regelrecht aufzulösen."
Mit halber Kraft rettete sich die Crew nach Panama, um neue Schrauben zu installieren. Aber das Pech schien der Earthrace weiterhin an den Fersen zu kleben.
"Als ich hörte, wie Holzbalken unter dem Rumpf zermalmt wurden und das ganze Boot erzitterte, war ich im Bruchteil einer Sekunde hellwach", schildert der Skipper den bisher schwersten Zwischenfall.
Bethune lag schlafend in seiner Koje, als die mit zwei jeweils 540 PS starken Dieselmotoren bestückte Rennyacht mitten in der Nacht ein kleines Fischerboot rammte. Sofort sprang der Neuseeländer auf und rannte an Deck.