Die Autoindustrie hat offenbar erreicht, was sie wohl nie gewollt hat: Einst eher willfährige Autokäufer hat sie zu Kunden umerzogen, die nach Rabatten gieren.
Das stellt die Beratungsgesellschaft Ernst & Young in einer neuen Studie fest. "Ohne Rabatt wird kaum noch gekauft", so Peter Fuß, Autoexperte von Ernst & Young.
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Fast 90 Prozent aller potentiellen Neuwagenkäufer erwarteten einen Preisnachlass, wobei fast 40 Prozent auf einen Abschlag von mindestens zehn Prozent auf den Listenpreis spekulieren. Bei einem Durchschnittspreis pro Neuwagen von etwa 23 000 Euro und einem durchschnittlichen Rabatt von derzeit 14 bis 15 Prozent ergebe sich eine Ersparnis von über 3000 Euro, rechnet Fuß vor.
Die Nachlässe wirkten "wie eine Droge". Die Kunden gewöhnten sich daran. Die Autoindustrie sieht er daher in einer Rabattfalle. Aus dieser herauszukommen, werde für die Unternehmen künftig "extrem schwierig". Fuß zufolge planen etwa 14 Millionen Bundesbürger 2007 und 2008 die Anschaffung eines neuen oder gebrauchten Autos.
(SZ vom 1.2.2007)
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