Im Gegensatz zum Cayenne, der im Schwabenland entwickelt wurde, stammen der Polo Roadster und der Q5 freilich von VW beziehungsweise Audi. Doch die Konzernstrategen stört das nicht. Für sie zählt das Endprodukt - und da soll Porsche nach Herzenslust differenzieren, investieren, sich profilieren. Während die 120 PS schwache VW-Variante des Mittelmotorsportwagens etwa 25.000 Euro kosten dürfte, können für den 300 PS starken Doppelturbo-356 gerne 40.000 Euro und mehr aufgerufen werden.
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Natürlich muss gleichzeitig über die Positionierung der nächsten Boxster/Cayman-Familie nachgedacht werden, natürlich betreffen die Skaleneffekte in letzter Konsequenz auch den 911er. Trotzdem gelten künftig drei statt zwei Porsche-Sportwagenbaureihen unter VW-Ägide als gesetzt; und auch der Carrera-GT-Nachfolger in Form eines Überfliegers mit puristischen Rennsportgenen ist wohl nur eine Frage der Zeit.
Und wie geht es mit Cayenne und Panamera weiter? 2010 startet der leichtere und schlankere Cayenne II, erst 2017 werden die Karten wieder komplett neu gemischt. Möglicherweise gibt es dann eine Personalunion aus Audi Q5 und Cayenne mit einem zweitürigen, betont sportlichen Cayenne Coupé und einem viertürigen Cayenne Tourer mit verlängertem Radstand. Cayenne und Panamera, die aktuell nur die Motoren gemeinsam haben, könnten langfristig von der gleichen Architektur abgeleitet werden.
Ob der Panamera auf alle Ewigkeit ein viertüriges Coupé bleiben muss, ist aus heutiger Sicht ebenso offen wie das Potential einer zweiten Karosserievariante nach Art des einst eher ungeliebten 928. Auch als Genspender für den aufsehenerregenden, aber im Alleingang nicht finanzierbaren Lamborghini Estoque gilt der Panamera als möglicher Kandidat. Für die Zeit nach 2018 wollen Insider sogar von einer Querverbindung zwischen dem Panamera und dem nächsten Audi A7 wissen, was auf einen besonders engen Schulterschluss zwischen Stuttgart und Ingolstadt hindeutet.
Motorisch bleibt es zunächst für Porsche bei Sechszylinder-Boxer und V8-Benziner; doch mittelfristig wird über eine breiter gefächerte gemeinsame Marschrichtung nachgedacht. Während die Diesel und der Vierzylinder wohl in jedem Fall zunächst von Audi kommen, könnten VW und Porsche gemeinsam einem neuen Boxeraggregat das Laufen lehren, der perfekt zum 356 und zum übernächsten New Beetle passen würde - als Verbeugung vor der gemeinsamen Vergangenheit, als Versprechen für eine gemeinsame Zukunft.
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(SZ vom 28.9.2009/gf)
Rekord in Deutschland
Bleibt noch ein heftiges Problem: Chefdesigner Maurer.
es tut mir leid, aber ich kann diesen aktionismus nicht verstehen, muss denn nun alles durcheinandergemischt werden ??
reicht es nicht dass sich die familie porsche dem strategiewahn der eigenen verwandschaft ergeben musste??
sicherlich wird es anknüpfungspunkte geben müssen, gnaz klar, aber ist denn deswegen gleich alles in frage zu stellen? touareg und cayenne sind auf dem gleichen reissbrett entwickelt worden und haben artverwandte gene, aber ist deswegen der eine schlechter als der andere??
über optik will ich an der stelle gar nicht reden, da hat der schwabe die nase klar besser im wind.
ist es zwingend erforderlich ein erfolgsmodell wie den 911er solange umzukrempeln bis man ihn nicht mehr erkennt?
ich habe angst um die selbständigkeit von den zuffenhausenern und "vworsche" ist auch kein name den man auf den straßen sehen will.