Porsche Cayman R Für ein paar Tausender mehr

Der Porsche Cayman bekommt mit der R-Version seine späte Krönung - schneller, härter, sportlicher. Und er ist am 911er näher dran denn je.

Von Stefan Grundhoff

Welchem Sportwagen-Fetischisten sind fünf Sekunden Zeitgewinn auf der Nordschleife des Nürburgrings einen Mehrpreis von 7000 Euro wert? Bei einigen Porschefans dürfte diese Versuchung groß genug sein. Porsche will damit seine Kunden beim leicht in die Jahre gekommenen Cayman bei Laune halten.

Dabei gilt ein neues, besonders sportliches Topmodell als probates Mittel zur automobilen Suchtbefriedigung. Wer einmal einen Cayman S im Sporttrimm auf der Rennstrecke bewegt hat, weiß, dass hier kaum etwas zu verbessern ist.

Doch der Cayman R legt nicht nur bei der Rundenzeit nochmals ein paar Prozent zu. Er soll jedoch nicht zuletzt durch seine Optik und Technik als Gesamtpaket für den Alltag überzeugen.

Für viele ist der 4,35 Meter lange Cayman der bessere Porsche-Sportwagen für die Rennstrecke. So recht zugeben will das weder jemand aus dem Hause Porsche noch einer der unzähligen 911er-Fans. An der Ikone wird nicht gerüttelt und der 911er legt in Sachen Leistung und Antrieb eben immer noch ein paar Schaufeln mehr drauf.

Doch geht es um einen puristischen Sportwagen mit entsprechender Motorleistung, überlegener Gewichtsverteilung und dynamischer Fahrbarkeit, dann ist bereits der Mittelmotor-Sportwagen Cayman S eine wahre Versuchung.

Mit Schokoladenguss heißt das Ganze ab sofort Cayman R. Die zehn Pferdestärken Mehrleistung sowie das Durchbrechen der alles andere als magischen 280-km/h-Marke sind dabei kaum erwähnenswert.

Da macht schon mehr die Optik die Musik. Der statische Heckspoiler ist Geschmacksache und bringt bei hohen Endgeschwindigkeiten nennenswert mehr Abtrieb. Da bietet der schmuckvolle 19-Zoll-Radsatz schon mehr fürs Auge, und ganz nebenbei ist der tiefschwarze Radsatz der Fahrdynamik ebenfalls zuträglich.