Nur was für Senioren? Von wegen - Pedelecs könnten das sinnvollste urbane Verkehrsmittel der Zukunft werden. Eine Testfahrt.
Der Mountainbiker wundert sich. Unter vollem Einsatz seiner Muskelkraft strampelt er die städtische Anhöhe hinauf - als Erster von allen, die an der Ampel unten gestartet waren. Er tritt, als ginge es um sein Leben. Und dann überholt ihn eine Frau, die entspannt und aufrecht auf ihrem Rad sitzt und kein bisschen angestrengt ist. Sie tritt in einem ziemlich hohen Gang nur leicht in die Pedale und es scheint, als würde sie den Berg hinaufgezogen. Wie Zauberei.
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Fahren und gefahren werden: Bei den Pedelecs gibt es zwei Konzepte der Unterstützung. Entweder arbeitet der Elektromotor an der Vorderradnabe wie beim Estelle Tour P 250 (links) oder aber direkt hinter den Pedalen wie beim Modell Pro Connect von Kalkhoff. (© Foto: oh)
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Zauberei sind sie auch fast, die Pedelecs. Pedelecs - Pedal Electric Cycles - sind die Fahrräder, die die Muskelkraft beim Treten bei Bedarf durch einen kleinen Elektromotor unterstützen. Und diese Bikes sind mit Macht dabei, aus dem Image des Rads für Senioren kurz vor dem Umstieg auf den Rollator herauszurollen - erstens, weil es sie mittlerweile auch in wesentlich schnittigeren Modellen gibt als noch vor einigen Jahren, und zweitens, weil man nicht einfach faul auf ihnen herumlungernd durch die Stadt summen kann, sondern sehr wohl treten muss. Denn ohne angemessenen Druck auf die Pedale springt der Elektromotor gar nicht erst an.
Die Pedelecs gehören damit zur Übergruppe der E-Bike genannten elektroangetriebenen Fahrräder - und als solche vereinen sie alle Vorteile des Radfahrens in sich. Der Radler bewegt sich an der Luft, verpestet selbige zwar sekundär durch die ursächliche Stromerzeugung, aber in wesentlich geringerem Umfang als mit Roller oder Auto. Man kann entspannt auf Radwegen an den im Stau wartenden Autos vorbeiziehen, braucht keinen Parkplatz und ist auf fast allen Stadtstrecken wesentlich schneller als mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Und das alles, ohne zu schwitzen.
Dementsprechend wenden sich die Hersteller der Elektroräder längst nicht mehr nur an Senioren, denen langsam die Puste ausgeht. In den Fokus der Industrie sind die urbanen Arbeitnehmer gerückt, die es satthaben, im Stau zu stehen oder sich nach Busabfahrtszeiten zu richten, und die trotzdem einigermaßen gepflegt an ihrem Arbeitsplatz ankommen wollen. Zu der wachsenden Zielgruppe gehören auch Eltern, die man morgens und abends in Städten beobachten kann, wenn sie ihren Nachwuchs mit Anhängern in die Kindertagesstätten bringen oder wieder abholen.
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Gewalt in Syrien
ebikes ist Zukunft.
http://www.electric-bicycle.de/
größter vorteil: es kommt weitgehend ohne konjunktiv aus. klar, man KÖNNTE mit dem normalen radl in die arbeit fahren, wo man dann erst mal duschen muß oder vorher überhaupt nicht ankommt, weil man schweißverhindernd langsam fährt. mein tip an alle interessierte: einfach probe fahren.
a pro pos nachruf auf die muskelkraft: besser nur ein bissl treten als dann doch wieder per auto.
Das Mopped lässt sich deshalb so billig bauen, weil das Gewicht (fast) egal und Antriebsenergie dank Verbrennungsmotor im Überfluss vorhanden ist.
Fahrradkomponenten müssen langlebig und leicht sein und obendrein wesentlich verlustärmer funktionieren als es bei KFZ üblich ist. Das kostet.
Beispiel Scheibenbremse:
Ein paar Watt Verluste durch eine schleifende Schwimmsattelbremse merkt beim KFZ keiner, beim Fahrrad ist das nicht drin.
Die Bremse eines Fahrrads und eines 50er Rollers haben in etwa die gleiche Bremsleistung und Standfestigkeit. Das eine System wiegt inkl. Scheibe gerade mal 250g und arbeitet nahezu ohne Reibungsverluste, das Andere bringt mehrere Kilogramm (mehr als ein Fahrradrahmen) auf die Waage und verwandelt mit ständigem Schleifen lockere 20W Antriebsleitung in Wärme. Das ganze man zwei und von den 75 Watt Dauerleistung von Otto Normalradler ist nicht mal mehr die Hälfte übrig.
guten Abend sagt der jazzbert
diese Elektromofas betrachte ich eher kritisch.
Die Argumente dafür sind schwach.
Die meisten Menschen können sich - selbst nach nur kurzem Training - auch ohne Hilfsantrieb recht flott mit dem Rad bewegen.
Besser abgestimmte Schaltungen sind hierfür hilfreich. Die meisten Räder mit wartungsarmer Nabenschaltung werden mit viel zu langer Übersetzung ausgeliefert.
Ein 23er- Ritzel statt dem gängigen 17er sorgt dafür, dass man die üblichen innerstädtischen Steigungen auch mit Gepäck bewältigt und verlegt den Arbeitsbereich in der Ebene auf die letzten beiden Gänge. Das ist sinnvoller als die drei bis vier längsten Gänge der 8-Gang-Nabe ungenutzt zu lassen.
Aufwand: ein Ritzel für 6,- und wenige Gramm Mehrgewicht statt dem schweren E-Assist.
Wenn der Akku erstmal leer ist muss man eine Gurke mit 20+ Kilogramm wuchten
Das Gleiche gilt wenn man das Teil in den Keller schleppen muss.
Wenn man den allgemeinen Wartungszustand des durchschnittlichen Stadtrads auf das elektrische System überträgt dürfte sich die Reichweite des Hilfsantriebs nach zwei Jahren gerad enoch bis zum E-Schrott-Container des nächstgelegenen Wertstoffhofs erstrecken.
Zuletzt der Preis: für das Geld eines Einsteiger-E-Bike bekommt man ein großartig ausgestattetes, wartungsarmes, leichtes und langlebiges Fahrrad.
Der zweifelhafte Nutzen der Pedelecs wird in einschlägigen Fahrradforen schon seit Jahren diskutiert.
Es grüßt der jazzbert
Ganz meine Meinung.
Ich habe selbst einen Unfall mit einem echten Motorrad gehabt und Dank Helm und Schutzkleidung ohne bleibende Schäden überlebt.
Heute fahre ich eine Honda Innova (seit 3 Monaten) und man kann kaum glauben, dass dieses einfache, sparsame und günstige Maschinchen, ein echtes Jahrhundertdesign von Soichiro Honda, dass schon 60 Jahre Geschichte hinter sich hat, heute noch immer so aktuell ist.
In Berlin kann man sich nicht schneller und billiger bewegen und dabei auch noch Fahrspaß haben, zumindest bei gutem Wetter.
Und man wird von vielen Menschen, mehrheitlich Ausländern, freundlich bis begeistert auf die Innova angesprochen, die sie aus ihren Herkunftsländern kennen, in denen sie lange das Verkehrsgeschehen dominiert hat.
Ob sie 2 oder 3 Liter auf 100km verbraucht ist mir völlig egal. Beim Tanken kommt nur SuperPlus rein, das Teuerste was an der Säule zu kriegen ist - und dennoch kriegt man auf 5 Euro noch Wechselgeld raus.
Warum ein Fahrrad mit Elektrohilfsmotor allerdings 2000 Euro kosten soll, wenn man fürs gleiche Geld ein Vehikel mit 125 ccm 4-Taktmotor mit keramikbeschichtetem Kolben, elektronischer Einspritzung, geregeltem Katalysator, tropenpfadtauglicher Federung, manuellem Vier-Gang-Getriebe mit automatischer Kupplung, E- und Kickstarter und Platz für ZWEI usw. in quasi unzerstörbarer Qualität erhält, ist mir ein Rätsel.
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