Elektro-Fahrräder sind schwer in Mode, doch ein Crashtest entlarvte jetzt gravierende Sicherheitsmängel - lebensgefährliche Verletzungen können die Folge sein.
Mühelos tritt der Radfahrer in die Pedale. 44 km/h zeigt der Tacho - der elektrische Zusatzantrieb verleiht mächtig Schub. Rund 100 Meter weiter ahnt der Fahrer des gelben Kombis, der in die Straße einbiegen will, nicht, wie schnell der Radler ist. Das reicht dicke, denkt er, genügend Zeit.
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Ohne Knautschzone: Im Crashtest prallt der Radler gegen das Auto, durchschlägt mit den Armen die Fensterscheibe und rammt sich den Lenker ins Becken. Das Ergebnis sind schwere bis lebensgefährliche Verletzungen des Radfahrers.
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Doch dann passiert es: Ungebremst kracht der Radler in die Seite des Wagens. Glas splittert, Blech verbeult, Knochen brechen. Zuerst prallen seine Knie gegen die Tür, Sekundenbruchteile später klatscht sein Brustkorb gegen die Kante des Dachs. Schließlich schlägt der Radler mit dem Kopf auf der Frontscheibe auf und bleibt liegen.
Der tödliche Unfall war zum Glück nur gestellt. Der Radler, ein mit Sensoren gespickter Dummy, prallte im gleißenden Licht der Crashtest-Anlage gegen den gelben Kombi - im Dienste der Unfallforschung und gefilmt von Hochgeschwindigkeitskameras. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) demonstrierte auf diese Weise, wie gefährlich die Fahrt auf sogenannten Pedelecs sein kann.
Pedelecs sind Fahrräder mit Hilfsmotor. Sobald der Fahrer in die Pedale tritt, unterstützt ihn ein bis zu 500 Watt starker Elektromotor, der von leistungsstarken Batterien gespeist wird. Offiziell sind Pedelecs, zumindest solche, die maximal 25 km/h schnell sind, Fahrräder. Und die dürfen ohne Helm gefahren werden, das hat die Verkehrsministerkonferenz gerade bestätigt.
Bikes mit eingebautem Rückenwind sind schwer angesagt. 2010 wurden in Deutschland rund 200.000 dieser Räder verkauft, vor allem ältere Menschen wissen den Extraschub zu schätzen.
Aber zunehmend schwingen sich auch Jüngere aufs E-Rad, ziehen ihre Kinder im Anhänger übers Land oder radeln auf dem Weg ins Büro vielfach Strecken, die ihnen ohne Unterstützung viel zu lang wären. Kurz: Pedelecs sind der Renner. Ende des Jahres, so schätzt der GDV, werden rund 600.000 Elektrofahrräder in Deutschland unterwegs sein.
Die traurige Wahrheit ist, dass jedes Jahr etwa 500 Menschen durch Radunfälle sterben - ob mit oder ohne Motor. Und die Unfallforscher des GDV rechnen mit weiter steigendem Risiko durch die Pedelecs. Und das nicht nur für die Fahrer, sondern auch für andere Radler und Fußgänger. Das war der Grund für sechs Crashtests in verschiedenen Konfigurationen: Pedelec gegen Auto, Pedelec gegen Radfahrer, Pedelec gegen Fußgänger.
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Vor dem ESC-Finale in Aserbaidschan
Es ist zwar alles gesagt, aber trotzdem noch mal. An diesem Artikel ist einfach alles falsch und schlecht. Ich bin kein Fahrrad-Ideologe, aber da geht mir echt die Galle hoch
Das fängt schon beim Beginn an "mühelos" auf 44 km/h – das wäre technisch möglich, ist mir aber unbekannt. Alle E-Bikes, die ich kennen, lassen sich nur mit erheblicher Anstrengung auf 40 km/h bringen. Die entscheidende Frag ist doch: Wenn der Radler auf einem Rennrad 38 km/h gefahren wäre, wie wäre dann der Unfall ausgegangen. Eben, genauso …
Der Unfug mit den Bremsen ist vollkommen unerträglich, der Effekt durch die Schwankungen im Körpergewicht ist mehrfach stärker. Ich würde mir zwar auch kein Baumarktrad kaufen, aber einen Rahmenbruch wegen des Akkus, das möchte ich erst sehen, bevor ich glaube.
Anders als der Versuchsaufbau der Forscher suggeriert der Text durch die Wortwahl auch noch, dass der E-Radler an dem Unfall Schuld sei. Also Sorry, wenn ich links rüberziehe und denke, das passt, dann fahre ich jemand in die Bahn, dann bin ich schuld – ganz egal, wen ich da treffe. Das ist genauso krank, wie die Artikel die irgendwelchen Bäumen die Schuld geben, wenn Betrunkene mit Tempo 140 die Landstraße verlassen.
Richtig ist, dass ein Rad ob mit oder ohne Strom niemals die passive Sicherheit eines modernen Autos besitzt. Aber richtig ist auch, dass das eben für alle Räder gilt.
Wenn ich z.B. die Ueberschrift ' Herkömmliche Fahrradbremsen sind nicht fürs Gewicht und Tempo von Pedelecs geeignet ' lese oder das man spezielle Rahmen braeuchte.
Ein Elektro-Fahrradantrieb incl. Batterien wiegt ca. 15 kg zusaetzlich zum Fahrradgewicht, warum sollte man da grundsaetzlich andere Bremsen brauchen? Soviel Packe ich mir bei jedem Einkauf in die Packtaschen am Einkaufsrad.
Mit jeder durchschnittlichen V-Bremse kann man leicht so stark Bremsen das man sich Ueberschlaegt.
Ich fahre mit dem Rad auch mal 50 Sachen bergab und bekomme das Rad locker zum stehen. Ich wiege 90 kg, ohne Rad.
Sagenhafte 25 km/h in der Ebene (darauf sind die Elektroraeder abgeregelt) schafft doch jeder Durchschnitts-Alltags-Radler. Da braucht man kein spezielles Material, weder an der Bremse noch bei der Schutzausruestung, noch an Vorschriften.
Ich habe Elektronraeder getestet, mein Fazit: Nach deutscher Machart (Vorschriften) viel zu langsam fuer den echten Verkehr, langweilig dazu. Spassfaktor Null, Trainingsfaktor Null. Eine Alternative zu gar nix.
Ein Hype der schnell wieder vergeht.
Das Fahrrad wird bleiben, weil es eine geniale Erfindung ist und richtig Spass macht.
heißt als Fahrrad- oder Motorradfahrer immer damit zu rechnen, dass ein "blinder" Linksabbieger einen übersieht. Darauf sollte der Unterricht in der Schule und der Fahrschule intensiv hinweisen.
haut man. für so einen SZ unwürdigen, schlechten Artikel. Nomen est omen....
... solchen Stuss herausgibt erschließt sich mir nun überhaupt nicht.
Dass der Artikel von sachlichen uns systematischen Fehlern strotzt haben andere hier schon aufgezeigt.
- So werden die geschindigkeits- und leistungsgedrosselten, führerschein- und versicherungsfreien Pedelecs mit den schnelleren (FS- und vers.-pflichtigen) Mopedvarianten in einen Topf geworfen.
- Es wird moniert, dass zu viele, zu unübersichtliche ablenkende und unfallträchtige Armaturen am Lenker seien. Sorry, schon der "Tachometer" meines Rennrads hat mehr Funktionen als das gesamte Arsenal auf einem Pedelec-Lenker.
- Gejammert wird über die Bremsen, die im Zusammenhang mit dem "hohen" Gewicht der E-Bikes, immerhin fast 10 kg mehr als herkömmliche Fahrräder, zu Unfallrisiken führten.
Anscheinend hat diesem Versicherungsvertreter noch niemand erklärt, dass - im Gegensatz zu Autos oder auch Motorrädern - bei Fahrrädern, auch elektrisch zusatzangetriebenen, der Fahrer die weitaus größte bewegte Masse ist, die es zu verzögern gilt: Mit 60-120 kg, ggfs. plus Gepäck, wiegt der erheblich mehr als das Rad, egal ob letzteres nun 13 oder 26 kg auf die Waage bringt. Gebremst werden muss halt das "Gesamtpaket" Rad, Fahrer und Gepäck. Der E-Antrieb schiebt nur beim Strampeln, diese zusätzliche Kraft ist also beim Bremsen normalerweise nicht vorhanden. Die Dymamik von E- und konventionellen Rädern dürfte somit beim Bremsen etwa identisch sein.
Insgesamt betrachtet scheint der Artikel als ein Vorstoß der Versicherungswirtschaft, mittels Desinformation Angst vor Unfällen mit e-Bikes zu schüren und damit - Einnahmen generierend - in Richtung auf eine Versicherungspflicht hinzuarbeiten. Allerdings aufgrund der fehlenden inhaltlichen Klarheit, Sachlichkeit und Logik sowie fehlender statistischer Unfalldaten, in denen Unfälle mit konventionellen Rädern und Pedelecs einander gegenüber gestellt würden, eher kontraproduktiv - es wurde im Artikel nämlich eben _nicht_ unterschieden....
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