Der Verband der Automobilindustrie rechnet 2005 wieder mit mehr Pkw-Neuzulassungen. Die Zahl der dort Beschäftigten sinkt allerdings.
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) zählt die Korruptionsaffäre um den Volkswagen-Konzern zu den Überraschungen, ¸¸die wir uns gerne erspart hätten", sagte Verbandspräsident Bernd Gottschalk in Frankfurt. Seine Organisation wolle die negativen Meldungen von der VW-Affäre durch positive Nachrichten über Produkte und Marktentwicklung überdecken. Gottschalk sagte aber auch: ¸¸Dort, wo Menschen miteinander arbeiten und Geschäfte machen, wird es vermutlich immer wieder zu Unregelmäßigkeiten kommen."
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Der VDA-Präsident räumte ein, dass die deutsche Autoindustrie im Gegensatz etwa zu einem gemeinsamen Abkommen zur Qualitätssicherung nicht über ein branchenweites Anti-Korruptionsregister verfügt. Die Unternehmen hätten jeweils eigene Verhaltensgrundsätze.
Zudem bestünden Vorgaben des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), die er, Gottschalk, versuche, ¸¸in die einzelnen Häuser zu tragen". Die nach den Vorgängen bei VW nun geführte Diskussion über die deutsche Mitbestimmung kann er im Kern zwar verstehen. Doch sei die Affäre ¸¸nicht der richtige Anlass", um über die Mitbestimmung zu debattieren.
Besser als erwartet
Zu den positiven Nachrichten aus der Autobranche zähle, dass die Geschäfte einzelner Hersteller besser laufen als bisher erwartet. Absatzsteigerungen im ersten Halbjahr meldeten etwa BMW, Audi und Peugeot.
Für dieses Jahr hat der Verband daher seine Prognose leicht erhöht. Hatte er bisher mit 3,25 Millionen zugelassenen Autos in Deutschland kalkuliert, rechnet er nun mit 3,3 Millionen. Die Basis für die nach oben korrigierte Prognose sind jene nahezu 1,7 Millionen Pkw-Neuzulassungen der ersten sechs Monate dieses Jahres, die ein Plus von 2,4 Prozent bedeuteten.
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