Die Autohersteller wollen 2009 mit sparsameren Modellen zum Kauf animieren - wir stellen die wichtigsten Premieren vor.
Die Hoffnung stirbt zuletzt - damit könnten sich die Autohersteller weltweit trösten, wenn sie an 2009 denken, um nicht in noch tiefere Depressionen zu verfallen. Schließlich befinden sie sich derzeit in einer Krise, die ihresgleichen sucht und so schnell nicht vorbeiziehen wird. Doch: Die Show muss weitergehen, alleine schon, um den im Moment vielen kaufresistenten Autofahrern mit neuen Modellen die Zähne so lang zu machen, dass sie ihr Geld doch in ein neues Auto stecken. Ein probates Rezept, den Verkauf wieder in Schwung zu bringen, könnten verbrauchsarme und vor allem erschwingliche Modelle sein.
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Blick-Fang: Der neue Audi A5 Sportback mit abfallendem Heck kommt im Herbst auf den Markt. (© Foto: oh)
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Gerade die deutschen Hersteller wollen sich endlich vom ewigen Vorwurf befreien, bei Verbrauch und alternativen Antrieben zu lange untätig gewesen zu sein. Etwa Mercedes: So wird es von Juni an zwar auch das BlueHybrid-Modell der überarbeiteten S-Klasse geben, doch das Hauptaugenmerk der Stuttgarter liegt 2009 auf der neuen E-Klasse mit pfeilförmiger Front und eckigen Doppelscheinwerfern. Im März kommt zunächst die Limousine, im Mai das Coupé. Cabrio und T-Modell laufen im Herbst an. Die Diesel-Vierzylinder der E-Klasse leisten 125 kW (170 PS) und 150 kW (204 PS); der Benziner soll rund 150 kW haben. Zudem wird es die Sechszylinder-Aggregate als BlueEfficiency-Modelle geben. Preise wurden noch nicht genannt.
Im Mai bringt BMW den neuen Z4, der wenigstens 35.900 Euro kostet, mit modifizierter Front, neuen Leuchten und erstmals mit einem klappbaren Stahldach. Bis Ende des Jahres müssen sich Interessenten des X1 noch gedulden; der kleine Allradler bekommt Teile von Einser und Dreier, seine Motoren dagegen wohl nur vom Einser. Ebenfalls Ende 2009 kommt das neue Modell mit dem kryptischen Namen Progressive Activity Sedan (PAS), das im September auf der IAA in Frankfurt Premiere feiert und dann auch einen richtigen Namen haben wird. Dabei handelt es sich um einen höhergelegten, coupéhaften Viertürer in der Größe zwischen Fünfer und Siebener mit Heckklappe und variablem Innenraum. Mini feiert seinen 50. Geburtstag, was sich im neuen Cabrio als Cooper und Cooper S von Ende März an niederschlägt. Der Clubman bekommt einen neuen Basismotor mit 70 kW (95 PS).
Bei Audi dominiert die Ziffer 5: Das Cabrio kommt - auch als S-Variante - saisongerecht im Mai, der A5 Sportback rollt erst im Herbst an. Das coupéähnliche Modell mit vier Türen und großer Heckklappe folgt der Philosophie von Mercedes CLS und VW Passat CC. Vom A4 Avant wird es eine höhergelegte Allroad-Variante geben, die auf dem Genfer Autosalon im März Premiere feiern wird.
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Solange die deutschen Hersteller nicht endlich Elektroautos auf den Markt bringen und stattdessen nur leere Versprechungen, "Flottentests" im Ausland und uralte Akkumärchen präsentieren, bin ich ganz sicher nicht zufrieden.
Was technische Innovationen betrifft läuft die deutsche Autoindustrie seit Jahren nur noch hinterher: den Franzosen beim Rußfilter, den Japanern beim Hybrid.
Wenn das so weitergeht, wird ihr in absehbarer Zeit die Puste ausgehen und sie dasselbe Schicksal erleiden wie die deutsche Unterhaltungselektronik- (Saba, Schaub-Lorenz, Telefunken, Grundig, Nordmende, usw.) und Uhrenindustrie...
Technisch wäre es kein Problem ein alltagstaugliches elektroauto morgen auf den Markt zu bringen, wie man z.B. an der Elektro-A-Klasse von 1997 sieht:
http://www.umweltbrief.de/neu/html/A-Klasse_electric_zebra.html
Die Hindernisse scheinen also eher ideologischer Natur zu sein.
... kämen für mich von der Optik her in eine nähere Betrachtung.
Aber ....., im Augenblick ist mir persönlich bei beiden Modellen der Verbrauch (= Schadstoffausstoß) zu hoch. Also abwarten und auf "göttliche" Eingebungen bei den Konstrukteuren hoffen.
Ich will doch nicht im Jahr 2015 durch neue EU-Normen schon wieder irgendwelche Einschränkungen hinnehmen müssen.
Trotz aller technischen Fortschritte sind die Autos am umweltfreundlichsten, mit denen nicht gefahren wird und das wird sich bei der Arbeitsmarktlage und Konjukturprognosen wohl kaum ändern. Es ist bei normalen Arbeitnehmern weder genug Geld da für die Anschaffung eines Neuwagens noch der Gründung und Unterhalt einer Familie. Zudem stehen freie Strassen doch seit langem speziell auf der Wunschliste von Besitzern von PS-Boliden. Damit haben Autmobilbauer in den letzten Jahren auch am meisten Geld verdient. Der Einbruch auf dem Automobilmarkt ist folglich nur das adäquate Bedienen einer betuchten Clientel. Da in der modernen Spielergesellschaft ausschliesslich grösstmögliche Bereicherung befreiende Wirkung von gesellschaftlichen, d.h. finanziellen Zwängen hervorbringt, kann man die Forderung "freie Strassen für freie Bürger" getrost relativieren.