Neuvorstellung: Audi Q7 3.0 V6 TDI Nicht sauber, sondern rein
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Zum Jahreswechsel gibt es einen neuen Audi Q7 3.0 TDI - mit diesem Sauber-SUV will Audi den Amis endlich Geschmack auf Diesel machen.
Für die meisten Amerikaner sind Diesel lahm, dreckig und laut. Das in den frühen 80ern entstandene Bild konnte auch der finanzstarke Einsatz von Mercedes und Volkswagen in den vergangenen beiden Jahren nicht ändern. In diesem Winter gibt es nun eine neue Dieseloffensive - und insbesondere Audi prescht mit seinem neuen Q7 voran.
Dem neuen Audi Q7 3.0 V6 TDI sieht man seine Qualitäten nicht an und zunächst gibt es den Sauber-SUV nur in den USA.
(Foto: Foto: Pressinform)Strengste Abgasvorschrift der Welt
Dass der V6 TDI mit 165 kW/225 PS weniger Leistung hat und auch einen Hauch mehr verbraucht als das bekannte Europa-Modell soll dem Ingolstädter nicht als Schwäche ausgelegt werden. Im Gegenteil: Der 3.0 V6 TDI ist der erste Audi-Diesel in den USA. Er gilt Dank Harnstoffeinspritzung und zahlreicher innermotorischer Maßnahmen als ULEV - ultra low emission vehicle - und erfüllt die strengste Abgasvorschrift der Welt, die kalifornische LEV II BIN 5, die weitgehend der für 2014 geplanten Euro-6-Norm entspricht.
Insofern ist der neue Q7 nicht nur eine Eintrittskarte für den begehrten US-Markt, sondern auch ein Testballon für Europa. Im Laufe des Jahres 2009 soll der Saubermann-Q7 auch nach Deutschland kommen. Das Einzige, was dem neuen Hoffnungsträger aus Ingolstadt fehlt, ist ein veritabler Name. Denn anders als Mercedes-Benz, die ihren Clean-Diesel-Modellen den Namenszusatz "Bluetec" verpassten, heißt der Audi Q7 schlicht "TDI" - und somit genauso wie seine erfolgreichen Diesel-Brüder aus Europa.
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Im Gegensatz zum bekannten 3.0-TDI-Aggregat verfügt der US-Q7 nicht nur über Abgasrückführung und einen Partikelfilter der neuesten Generation, sondern auch über Zusatzkatalysator und AdBlue-Tank, aus dem eine Harnstofflösung in den Abgasstrom eingespritzt werden kann. Dieses Reinigungssystem reduziert die Stickoxide um bis zu 90 Prozent. Dafür gibt es 225 statt 240 PS, 550 Nm maximales Drehmoment, eine Spitzengeschwindigkeit von 216 km/h, ein besseres Ansprechverhalten des Turbos und einen Durchschnittsverbrauch von gut 9,2 Litern Diesel auf 100 Kilometern. Der soll die Verbrauchsvorgaben der Hybridmodelle gerade auf Autobahnen und Landstraßen deutlich schlagen.
Während der Q7 V6 TDI in den USA generell mit dem Clean-Diesel-Paket ausgestattet ist, wird der deutsche Kunde dies ab kommendem Jahr nur als Extra ordern können - für ein reines Gewissen und eine handvoll zusätzliche Euros. Der Aufpreis steht jedoch noch nicht fest. "Wir haben den Preis für den US-Markt noch nicht kalkuliert", sagt Johan de Nysschen, Chef von Audi of America: "Wahrscheinlich wird man 2500 bis 3000 Dollar über dem Preis des V6-Benziners liegen."