Neuer Mini Paceman Ein Coupé, das größer ist als der Kombi

Die Details machen das deutlich. Der Paceman basiert auf dem viertürigen SUV Countryman, mit dem er den Radstand (2,60 Meter) sowie die Karosseriemaße Länge (4,11 Meter), Breite (1,79 Meter) und im Wesentlichen auch Höhe (1,52 Meter; minus vier Zentimeter) teilt. Aber: Der modellpolitisch als Coupé (!) platzierte zweitürige Paceman ist 15 Zentimeter länger, elf Zentimeter breiter und neun Zentimeter höher als der Kombi Clubman mit den stylischen Flügeltüren am pfeilgerade abfallenden Heck und der zusätzlichen dritten Fondtür.

Mehr Verkehrs- für weniger Nutzfläche? "Der Mini Paceman ist ein SAV, ein Sports Activity Vehicle", sagt Mini-Chef Harald Krüger und ergänzt tapfer: "Ein Auto für Leute, die den Komfort eines SUV gerne mit dem Stil eines Coupés kreuzen." SUV und Coupé? Klingt nach Wurstbrot mit Bananensplit. Mini-Macher Krüger, der im BMW-Vorstand neben den Marken Mini und Rolls-Royce auch das Motorradgeschäft verantwortet, bleibt geduldig: "Der SAV besetzt eine Nische in der Nische. Der Kunde will höher sitzen, er will ein ordentliches Platzangebot, er will ein schickes Auto mit einer coupéhaften Dachlinie - also geben wir ihm den Paceman." Und, ganz nebenbei, der Countryman-Plattform und -Produktion bei Magna Steyr in Graz zusätzliches Volumenpotenzial.

Womit wir bei der finalen Frage und ihrer Beantwortung sind: Brauchen Mini-Menschen dieses Geländecoupé, das im kommenden März mit optionalem Allradantrieb (ab 27 200 Euro mit dem 112-PS-Diesel) auf den Markt kommt? Definitiv nein. Wer zwei Türen mit einem kompakten Auftritt kombinieren will, fährt mit der Mini-Limousine perfekt. Wer einen Allradler braucht, findet im Countryman einen praktischen Begleiter. Und wer der Coupé-Idee frönt, soll Mut beweisen und sich die schräge Mütze des Mini Coupés über die Ohren stülpen. Der Paceman jedenfalls ist als Mini ein Stückchen zu groß und als Idee ein wenig zu klein.