Neuer Ford Kuga Dynamisches Design und ein lahmes Navi

Ab März ist die zweite Generation des Ford Kuga in Deutschland erhältlich. Ford hat sein SUV scharf und kantig gezeichnet. Der erste Fahreindruck zeigt ein gereiftes Auto ohne schwerwiegende Schwächen. Wenn nur das Navi nicht so langsam wäre.

Von Marcel Sommer

Schon der aktuelle Kuga sieht modern und dynamisch aus. Die ab März 2013 erhältliche zweite Generation des fünftürigen Fünfsitzers setzt dies fort. Fast schon amerikanisch verspielt wirkt sie und dank der noch markanter definierten Gesichtszüge scharf und kantig. Leider wird der Gesamtauftritt durch das eher triste Heck ein wenig getrübt. Dafür öffnet sich die große Heckklappe auf Wunsch freihändig. Eine kleine Fußbewegung unterhalb des hinteren Stoßfängers reicht und der bis zu 1653 Liter fassende Kofferraum ist zum Beladen bereit.

Der ab 29.500 Euro erhältliche Kuga mit intelligentem Allrad-System inklusive elektronisch kontrollierter, variabler Drehmomentverteilung wirkt in beiden Ausstattungsvarianten aufgeräumt und sportlich. Schon in der günstigeren Trend-Ausstattung vermitteln die beiden Sportsitze einen guten Kontakt zum Fahrzeug, wobei auffällt, dass das linke Bein des Fahrers über mehr Platz, also weniger Seitenhalt verfügt als das rechte.

Das Navi arbeitet zu langsam

Das Cockpit des neuen Ford Kuga.

(Foto: SOM)

Die Instrumente sowie das Entertainment- und Navigationssystem lassen sich intuitiv bedienen. Letzteres zeigt allerdings bei ausgeschalteter Ansage im Kreisverkehr eine deutliche Schwäche auf: die Kartenanzeige der 2D-Ansicht reagiert zu langsam auf Richtungsänderungen des Fahrzeugs. Verpasste Kreisel-Ausfahrten sind vorprogrammiert.

Das Sechsgang-Schaltgetriebe arbeitet hingegen in Kombination mit dem neuen zwei Liter großen Vierzylinder-Turbodieselmotor ohne Fehl und Tadel. Dies gilt auch für die sehr direkte Lenkung. Schnelle Richtungswechsel im Stadtverkehr gelingen ohne Probleme.