Neuer Bußgeldkatalog Verkehrsverstöße von Radfahrern werden teurer

Radfahrer müssen bei Verkehrsverstößen künftig mit härteren Strafen rechnen. Der neue Bußgeldkatalog könnte schon bald greifen: Am Freitag soll der Bundesrat die Änderungen beschließen.

Immer mehr Menschen fahren mit dem Fahrrad. Damit die sich in Zukunft verstärkt an die Verkehrsregeln halten, will Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) schärfere Sanktionen bei Verstößen durchsetzen. So sollen sich die Bußgelder für Radler deutlich erhöhen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung, wonach die Strafen für Radfahrer generell um fünf Euro angehoben werden.

Dem neuen Bußgeldkatalog zufolge sollen folgende Verstöße teurer werden:

  • Nichtbenutzen des Radweges: 20 Euro
  • Fahren ohne Licht: 20 Euro
  • Fahren auf dem Fußweg: 15 Euro
  • Nichtbenutzen der rechten Fahrbahn: 15 Euro
  • Falsches Einbiegen in eine Einbahnstraße: 20 Euro
  • Fahren in der Fußgängerzone: 15 Euro

Allerdings sollen auch Autofahrer künftig mehr zahlen, wenn sie Radfahrer behindern oder gefährden. Wer auf Radwegen parkt, zahlt dann 20 bis 30 statt bisher 15 bis 20 Euro Strafe. Wer beim Ein- und Aussteigen nicht auf Radfahrer achtet, wird mit 20 statt bislang zehn Euro Bußgeld verwarnt.

Am Freitag soll der neue Bußgeldkatalog vom Bundesrat angenommen werden. Die Zustimmung gelte als sicher, heißt es in einem Informationspapier des Bundesverkehrsministeriums.