Die Vorstellung klingt verlockend: Auf stark befahrenen Autobahnen, an unübersichtlichen Kreuzungen oder im dichten Schneetreiben "reden" Fahrzeuge miteinander - um sich gegenseitig zu warnen und damit Unfälle zu verhüten.

"Die Technik ist einfach schneller als der Mensch", sagt der Wirtschaftsinformatiker Holger Füßler von der Universität Mannheim. In dem Projekt Netzwerke auf Rädern, in dem mehrere Autobauer und Forschungseinrichtungen zusammenarbeiten, bringt der 32-Jährige den Autos das Sprechen bei.

Wirtschaftsinformatiker Holger Füßler fordert: "In gefährlichen Situationen sollen Fahrzeuge digitale Datenpakete austauschen." (© Foto: dpa)

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Ob Glatteis oder ein plötzlich auftretender Stau: In einer gefährlichen Situation sollen Fahrzeuge künftig digitale Datenpakete austauschen - auf Basis der WLAN-Technologie, einem drahtlosen lokalen Funknetz. Diese Technologie wird auch an "Hotspots" für den drahtlosen Internet-Zugang genutzt.

Ums Eck ist schlecht

Die Reichweite für die Fahrzeug-Kommunikation liegt Füßler zufolge bei bis zu einem Kilometer. Allerdings nur bei optimalen Bedingungen: "Man kann nicht gut um die Ecke funken, und mit einem Gebäude zwischen den Fahrzeugen geht es auch schlecht. Am besten funktioniert es, wenn nichts stört."

Wie aber sollen die Autos untereinander aushandeln, wer Vorfahrt hat bei der Kommunikation? Schließlich soll möglichst immer nur ein Wagen "reden" und nicht alle durcheinander. Und wie lässt sich prüfen, ob ein anderes Fahrzeug bereits dieselbe Information gestreut hat?

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