Neue Straßenverkehrsordnung Kampfradeln wird teuer

Fünf Euro reichen nicht mehr: Falschparken wird mit der neuen Straßenverkehrsordnung teurer.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Neue Verkehrsschilder und höhere Bußgelder für Radler und Parksünder: Am 1. April tritt die neue Straßenverkehrsordnung (StVO) in Kraft. Auf diese Änderungen müssen sich Verkehrsteilnehmer einstellen.

Ab heute gilt die neue Straßenverkehrsordnung. Schon im Vorfeld hatte das Regelwerk für Aufsehen gesorgt. In der ersten Version des Papiers mit geschlechtsneutralen Formulierungen wurden aus Radfahrern Rad Fahrende und aus Fußgängern Zu Fuß Gehende. Lesen Sie dazu hier mehr. Wichtiger jedoch sind die inhaltlichen Veränderungen: Sie betreffen vor allem Radler und Falschparker, außerdem werden neue Verkehrsschilder eingeführt.

Parken: Die Verwarngelder für Autofahrer bei fehlendem Parkschein oder abgelaufener Parkzeit werden nach mehr als 20 Jahren angehoben. Bei Überschreiten der erlaubten Parkdauer um bis zu 30 Minuten sind künftig 10 statt 5 Euro fällig.

Je 5 Euro teurer werden auch längere Überschreitungen: 15 Euro für bis zu eine Stunde länger als erlaubt, 20 Euro für bis zu zwei Stunden, 25 Euro für bis zu drei Stunden und 30 Euro für noch längere Verstöße. Der Höchstsatz von 35 Euro gilt weiterhin, wenn das Auto vor Feuerwehrzufahrten oder Behindertenparkplätzen abgestellt wird. Anlass für die Anhebung: Viele Falschparker lassen es drauf ankommen, zahlen - wenn sie überhaupt erwischt werden - lieber das bislang relativ geringe Verwarngeld.

Auf Falschparker in deutschen Städten soll wegen der Bußgeldanhebungen allerdings nicht verstärkt Jagd gemacht werden. "Höhere Bußgelder werden prinzipiell Verstöße reduzieren", sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den "Ruhr Nachrichten" am Gründonnerstag. "Die üblichen Kontrollen werden aber durch die Kommunen nicht verstärkt werden." Die Gemeinden seien nicht auf Mehreinnahmen aus, zumal die Kosten des Verwaltungsaufwands von den Bußgeldeinnahmen meist nicht gedeckt werde.