Toyota testet eine Prius-Variante, die als Stromquelle nicht die Energie eines Verbrennungsmotors nutzt, sondern zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann.
Toyota entwickelt ein neuartiges Hybrid-Auto, das als Stromquelle nicht die Energie eines Verbrennungsmotors nutzt, sondern zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann. Für Tests eines Prototyps auf öffentlichen Straßen in Japan hat der weltgrößte Autobauer nach eigenen Angaben heute grünes Licht von den Behörden bekommen. Weitere Tests seien in den USA und in Europa geplant.
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Elektro-Zapfpistole: Toyota-Chefentwickler Yoshikazu Tanaka zeigt den Stromanschluss seines Prototyps. (© Foto: AFP)
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Das auf fünf Sitzplätze ausgelegte Modell ist mit einem 1,4-Liter-Verbrennungsmotor und einer Nickel-Metall-Hybrid-Batterie ausgerüstet. Nach einer Ladezeit von etwa anderthalb Stunden sind laut Toyota im Batteriebetrieb Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern und eine Reichweite von gut zehn Kilometern möglich.
Weltweiten Erfolg hat Toyota bereits mit dem Hybrid-Modell Prius, das seine Batterien während der Fahrt mit dem Benzinmotor durch einen eingebauten Generator auflädt. Verkauft wurden seit Marktstart vor zehn Jahren mehr als eine Million Prius, davon die Hälfte allein in den vergangenen zwei Jahren.
Reiner Elektro-Antrieb steht nicht auf der Agenda
Die Entwicklung eines allein mit Strom angetriebenen und damit vollkommen abgasfreien Autos ist laut Toyota angesichts der begrenzten Reichweite und der Kosten eines solchen Autos schwierig.
(sueddeutsche.de/AFP)
Spiel gegen Düsseldorf wird nicht wiederholt
Zweifellos ist der Plug-in-Hybrid ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum reinen Elektroantrieb, aber warum Toyota sich hier mit einer elektrischen "Reichweite" von 10km lächerlich macht, ist mir unverständlich.
Jedes 10 Jahre alte Elektroauto mit Bleiakkus kommt da wesentlich weiter, und Hybride wie der schon Anfang der 90er in der Schweiz entwickelte Esoro H301, oder der Kangoo Elect'road ab 2002 aus Frankreich, sowieso.
50-60km el. Reichweite wären sinnvoll, dann kann man die täglichen Fahrten zur Arbeit, Einkaufen, Freizeit etc. im Nahbereich rein elektrisch erledigen und bräuchte nur noch für gelegentliche längere Strecken Benzin.
Es gibt in den USA bereits einige Firmen die entsprechende Umrüstungen für den Prius anbieten, da ist man zu Glück nicht auf Toyota angewiesen.
Weitere Infos zu Plug-in-Hybrids:
http://www.pluginpartners.com
http://www.calcars.org
http://www.rechargeit.org
Meine Prognose für ein Fahrzeug im Jahre 2015 sieht folgendermaßen aus:
- Gewicht bei 4 Sitzplätzen 600kg
- Karosserie aus Kevlar- oder Kohlefasern
- cw-Wert 0,20
- schmale Reifen wg. geringem Rollwiderstand
- Antrieb über Elektromotoren, z.B in den Felgen integriert
- Strom aus kleinem Dieselmotor der mit Rapsöl läuft oder aus Brennstoffzellen die mit Alkohol betrieben werden
- Speichermedium, Batterien oder Kondesatoren, die die Bremsenergie puffern
Diese Konstruktionsprinzipien sind vielen bekannt, doch wohin mit den ganzen teuren Fertigungsstätten heutiger Autos?
Peter H.
Die Reichweite ist noch läppisch, das ist richtig. So groß sind dies Batterien in diesem Testfahrzeug wohl nicht. Und NiMH-Batterien sind von der Kapazität her auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Aber nachrangig ist die Ladefunktion deswegen nicht.
Was es bringt? Ganz einfach: Der Elektroantrieb ist sogar mit dem Strom aus der Steckdose immer noch sauberer als wenn die Energie aus Benzin kommen muss. Mit dem heutigen Strommix kommt man auf ca. 80g CO2 (zentral im Kraftwerk) pro km! Aber man kann diese Energie auch regenerativ erzeugen, wenn es sein muss, selbst, zuhause! Auf das kommt es an. Der Elektroantrieb ist die vom Energiewirkungsgrad die weitaus effektivste Antriebsart, die es für mobile Anwendungen gibt.
Die Reichweite wird sich in Zukunft durch Einsatz z.B. von LiIon-Akkus drastisch erhöhen, ist der Plugin-Hybrid erst einmal eingeführt. Über 90% des täglichen Autoverkehrs sind Strecken unter 50 km. Da kann manch einer seinen täglichen Spritbedarf in Zukunft rein aus Strom decken, wenn er sein Auto jede Nacht ans Netz hängt.
Fährt jemand pro Tag 50 km zur Arbeit, macht das an ca. 230 Urlaubstagen im Jahr 11500 km. Ein E-Auto braucht ca. 15 kWh auf 100 km, macht 1725 kWh. Und wer fährt schon 11500 km für ca. 115 Euro (Nachttarif 10 Cent/kWh)? Benzin bei 7l/100km: derzeit über 1000 Euro bei 1,40 Euro/l.
Dieser Strombedarf von 1725 kWh pro Jahr kann übrigens auch mit einer Fläche von ca. 17 qm Solarzellen gedeckt werden.
Das Ziel wird dennoch sein: Reiner Elektroantrieb, die Entwicklungen dazu schreiten derzeit schnell voran.
Ja das ist ja mal wieder der Knaller aus Japan. Eineinhalb Stunden aufladen und dann 10 km fahren, doch das ist der Fortschritt den man in Deutschland vermisst.
Und wie immer die totale Fehleinschätzung "Elektroautos sind vollkommen abgasfrei" denn der Strom kommt ja aus der Steckdose.
Atomausstieg - Kohlekraftwerk ? Schon mal darüber nachgedacht?
"neuartiges Hybrid-Auto, das als Stromquelle nicht die Energie eines Verbrennungsmotors nutzt, sondern zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann."
Reichweite 10 km.
Mein Verdacht: Da hat ein Journalist seine Quelle nicht richtig verstanden.
Kommt eine solche Meldung keinem in der Redaktion komisch vor? Nee, alles was reinkommt wird erstmal ins Netz gestellt, egal wie schwachsinnig es sein mag.
übrigens: Was ein Hybridauto sparsam macht, ist die Nutzung der umgewandelten Bewegungsenergie beim Abbremsen. Die Batterie zusätzlich noch auf andere Wesie Laden zu können, ist nachrangig.