Toyota testet eine Prius-Variante, die als Stromquelle nicht die Energie eines Verbrennungsmotors nutzt, sondern zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann.

Toyota entwickelt ein neuartiges Hybrid-Auto, das als Stromquelle nicht die Energie eines Verbrennungsmotors nutzt, sondern zuhause an der Steckdose aufgeladen werden kann. Für Tests eines Prototyps auf öffentlichen Straßen in Japan hat der weltgrößte Autobauer nach eigenen Angaben heute grünes Licht von den Behörden bekommen. Weitere Tests seien in den USA und in Europa geplant.

Yoshikazu Tanaka Bild vergrößern

Elektro-Zapfpistole: Toyota-Chefentwickler Yoshikazu Tanaka zeigt den Stromanschluss seines Prototyps. (© Foto: AFP)

Anzeige

Das auf fünf Sitzplätze ausgelegte Modell ist mit einem 1,4-Liter-Verbrennungsmotor und einer Nickel-Metall-Hybrid-Batterie ausgerüstet. Nach einer Ladezeit von etwa anderthalb Stunden sind laut Toyota im Batteriebetrieb Geschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern und eine Reichweite von gut zehn Kilometern möglich.

Weltweiten Erfolg hat Toyota bereits mit dem Hybrid-Modell Prius, das seine Batterien während der Fahrt mit dem Benzinmotor durch einen eingebauten Generator auflädt. Verkauft wurden seit Marktstart vor zehn Jahren mehr als eine Million Prius, davon die Hälfte allein in den vergangenen zwei Jahren.

Reiner Elektro-Antrieb steht nicht auf der Agenda

Die Entwicklung eines allein mit Strom angetriebenen und damit vollkommen abgasfreien Autos ist laut Toyota angesichts der begrenzten Reichweite und der Kosten eines solchen Autos schwierig.

Leser empfehlen 

(sueddeutsche.de/AFP)