Das Original, zum Zweiten: Mercedes will den Erfolg des ersten CLS wiederholen und die inzwischen zahlreichen Konkurrenten in die Schranken weisen. Ob die Übung gelingt? Die erste Ausfahrt
Es war 2003, als Mercedes den ersten CLS vorstellte. Ein Auto, das man so von Mercedes nicht erwartet hatte: Es war von italienischer Eleganz, einer gewissen Leichtigkeit und mit vielen filigranen Details versehen.
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Plötzlich fanden sich auch Kunden, die sich zuvor für Mercedes nicht unbedingt begeistern konnten und die Stuttgarter Autos regelmäßig als biedere Altherrenkutschen abqualifizierten. Der erste CLS wurde, und das hatte selbst Mercedes so nicht erwartet, zum Erfolg: Man verkaufte 170.000 Fahrzeuge.
Inzwischen sind andere viertürige Sportcoupés vorgefahren: Audi A5 Sportback und A7 Sportback, der Porsche Panamera, selbst BMW hat das neue 6er Coupé, auch als Viertürer, schon mal als Studie ins Schaufenster gestellt. Die Stuttgarter, die die Auto-Gattung zwar nicht erfunden, aber mit dem ersten CLS doch zum Erfolg geführt hatten, mussten also nachlegen.
Nun ist CLS Nummer zwei da - wie zuvor 4,94 Meter lang, 1,88 Meter breit, leer rund 1,8 Tonnen schwer, aber diesmal mit einem Hauch von Bentley versehen. Erneut steht der CLS auf der Basis der E-Klasse, auch der gespannte, flache Dachbogen und die rahmenlosen Scheiben blieben erhalten - als Reminiszenz an das Original.
Aber: Der nun höhere und sehr steil stehende Kühlergrill, die Seitenflächen mit ihren dekorativen Sicken und vor allem die kräftig ausgestellten Radhäuser an den hinteren Rädern (zur Vergleich sei ein Blick auf den Bentley Continental empfohlen) machen klar: Die Zeiten italienisch anmutender Raffinesse sind vorbei, hier steht wieder ein wuchtiger deutscher Mercedes, Solidität versprechend und Vertrauen einfordernd.
Es ist eine Entwicklung ins Maskuline, die zumindest aus Mercedes-Sicht durchaus Sinn macht: "Der CLS war immer ein Männer-Auto", so Michael Krämer, Baureihen-Leiter des CLS. Und er erklärt weiter: "64 Prozent von ihnen haben das Design als wichtigsten Kaufgrund angegeben." Ob auch der Neue gefällt, wird der Verkaufserfolg zeigen.
Der Innenraum zeigt sich edler denn E: Ein neu gestalteter Armaturenträger, Rundinstrumente mit neuer farbiger Mittelanzeige und die von E-Klasse abgeleitete Mittelkonsole vermitteln sofort ein wohlig vertrautes Mercedes-Gefühl. Das Platzangebot ist reisetauglich - auch wenn man vorne und hinten ab 1,80 Meter Körpergröße dem Dachhimmel doch bedrohlich nahe rückt.
Der Laderaum fasst für vier Personen stehts ausreichende 520 Liter. Wer noch mehr Platz braucht, kann die Rückbank umklappen - ein kleiner Zugewinn an Variabilität. Wer wirklich noch mehr Platz braucht, muss auf den Shooting Brake, den Edelkombi, warten. Er war in Peking bereits zu sehen und ist für 2012 angekündigt.
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Kuriose Schilder (4)
"Dieser 250 CDI wird 204 PS leisten, über 500 Nm Drehmoment gebieten und mindestens 59.857 Euro kosten."
Damit wird man gleichzeitg ein Angehöriger einer grossen Glaubensgemeinschaft in Deutschland. Derer, die glauben ein Auto zu fahren. :-)
Aber warum müssen die ihren Glauben immer auf der linken Fahrspur ausüben?
Ach, ich wusste gar nicht, dass ein Auto auch einen Schließmuskel braucht.
Wohl für die Türen.
Das stimmt, das habe ich wirklich überlesen. Kann aber auf einem Handybildschirm schon mal passieren, während ich mit 170 km/h gerade versuche auf der Autobahn in meinem Infiniti zu überholen. Über Geschmack lässt sich tatsächlich streiten, aber Tatsachen allerdings nicht. So viel zu meinen Tatsachen (außer dem Panamera)...
Über Geschmack und über Unvermögen kann man streiten,
aber "umblättern" (Sie sind jetzt auf Seite 1 von 2) sollte man schon bei aller unreflektierten Liebe zu "Mercedes" schon können.
"Eine Weltpremiere stellt der erste Voll-LED-Scheinwerfer dar..." (Seite 2 - sollten Sie mal probieren.)
Ich hoffe Sie haben auf der Straße etwas mehr Aufmerksamkeit, bezweifle dies aber fast. Peinlich wie die rosarote Mercedesbrille, aber mit der schlechten Auto-"Redaktion" haben Sie recht, leider eifert der Rest der Zeitung erfolgreich diesem Schatten ordentlichem Journalismusses hinterher.
...hat Mercedes auch aus dem eleganten CLS eine aggressive Protzkiste gemacht. Gottseidank, fast hätte ich einen Mercedes gekauft...
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