Von Stefan Grundhoff

Die Detroit Motor Show ist alljährlich der Auftakt zum internationalen Automobiljahr. Dieses Jahr schaut die Welt besonders skeptisch auf die wenig schmuckvolle US-Metropole: Die heimischen US-Hersteller suchen nach neuen Ideen.

Selten ging es der nordamerikanischen Autoindustrie so schlecht wie in diesem Jahr. Vergleicht man den Markt mit dem Jahr 2000, so sank die Zahl der Neuzulassungen von 17,35 auf gerade einmal 16,1 Millionen Fahrzeuge. Eine Trendwende scheint nicht in Sicht. Die Kraftstoffpreise sind explodiert und die amerikanische Finanzkrise sorgt dafür, dass immer weniger US-Bürger Geld und einen freien Kopf für Autokäufe haben.

Cadillac Provog: Eine Wasserstoff-Brennstoffzelle und eine Lithium-Ionen-Batterie sorgen für Vortrieb. (© Foto: Pressinform)

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Nach wi vor begehrt: die mächtigen Pick-ups

Wenn es dem US-Markt schlecht geht, bekommen auch die Hersteller und Zulieferer in Europa und Asien Sorgenfalten. Nach der Trennung von Daimler sieht es besonders bei der neu gegründeten Chrysler LLC düster aus. Im vergangenen Jahr verkaufte der Konzern mit Sitz in Auburn Hills gerade noch 2,05 Millionen Fahrzeuge - so wenige wie seit 15 Jahren nicht mehr. Nicht ganz so düster sieht es bei General Motors und der Ford Motor Company aus. Auch hier gab es deutliche Verluste, doch das Geschäft in Europa, Russland und Asien glich so manche Scharte wieder aus.

Der Toyota-Konzern mit seinen drei US-Marken Toyota, Scion und Lexus hat sich für 2008 viel vorgenommen und will weiter wachsen. 2007 reichte es erstmals dazu, mit 2,6 Millionen zugelassenen Modellen die US-Traditionsmarke Ford knapp von Platz zwei der Zulassungsstatistik zu verdrängen.

Erfolgsgaranten auf dem US-Markt sind die beliebte Mittelklasselimousine Camry und der mächtige Pick-up Tundra, der sich daran macht, die beiden meistverkauften US-Fahrzeugen, dem Ford F-150 (680.000 Autos) und dem Chevrolet Silverado (610.000 Fahrzeuge) auf Platz eins und zwei der Zulassungsstatistik Konkurrenz zu machen. Auch wenn das Ausland gerne unkt: Trotz deutlicher Rückgänge erfreuen sich die großen Pick-ups in den USA der größten Beliebtheit. Ihr Marktanteil liegt bei knapp über 50 Prozent.

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