Man habe sie völlig sich selbst überlassen, schimpfte auch die Reisende Alison Sturgeon. "Die Zustände im Zug waren furchtbar. Wir haben wie Landstreicher auf dem Fußboden auf Zeitungen geschlafen, und niemand wusste, was los war." Ihr Mann Steven sagte, zwei Londoner Polizisten außer Dienst hätten den Leuten geholfen, nicht den Mut zu verlieren. Vom Eurostar-Personal habe sich niemand blicken lassen.
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Der französische Europaabgeordnete Dominique Baudis sagte, die Reise von Paris nach London habe fast 13 Stunden gedauert. Die Hälfte davon habe er in einem liegengebliebenen Zug verbracht. Man habe die Leute ohne Wasser und ohne Informationen gelassen, sagte er dem Rundfunksender France-Info. Auch um die am meisten auf Hilfe angewiesenen Passagiere habe sich niemand gekümmert. "Da waren so viele Kinder an Bord, kleine Kinder, einige nur wenige Monate alt. Es waren auch viele ältere Leute in Schwierigkeiten. Es ist absolut unvorstellbar."
Peinlich berührt bat das Eurostar-Management um Entschuldigung. "Eurostar tut es sehr, sehr leid, dass so viele Fahrgäste letzte Nacht und diesen Morgen in Unannehmlichkeiten waren", sagte Firmenchef Brown. "Wir arbeiten hart daran, die Fahrgäste nach Hause zu bringen." Die Reisenden sollen eine Entschädigung von 150 Pfund (170 Euro) und ein kostenloses Ticket erhalten, außerdem wird ihnen der Fahrpreis erstattet.
Stundenlange Staus in Dover und Calais
Selbst nach der Evakuierung aus dem Tunnel war die Kälte-Odyssee für etliche Reisende noch nicht vorbei. Mehrere beschwerten sich, dass Eurostar keine Weiterreise für sie arrangiert habe; stundenlang hätten sie auf südenglischen Bahnhöfen auf die Weiterfahrt nach London warten müssen.
Das Eurostar-Desaster hatte auch für Fahrer, die den Autozug durch den Tunnel benutzen wollten, unangenehme Folgen. In Südengland standen viele zwölf Stunden im Stau; Rot-Kreuz-Helfer verteilten warme Getränke. Die Verkehrsbehinderungen betrafen den Raum Dover und Folkestone ebenso wie Calais in Frankreich.
Es war nicht die erste Panne unter dem Ärmelkanal: Bereits im Februar hatten Passagiere stundenlang in blockierten Eurostar-Zügen zwischen London und Paris festgesessen, weil außergewöhnliche Schneefälle die Funktionsfähigkeit der Züge beeinträchtigt hatten. Im Herbst 2008 wurden bei einem Brand 14 Menschen verletzt. Zwei Wochen später blieb ein Eurostar mitten im Tunnel stehen geblieben.
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(AP/dpa/jab/odg)
Unter ihnen befand sich auch das deutsche Supermodel Claudia Schiffer.
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Das ehemalige...
"Die Reisenden sollen eine Entschädigung von 150 Pfund (170 Euro) und ein kostenloses Ticket erhalten, außerdem wird ihnen der Fahrpreis erstattet."
170EUR um 15 Stunden zu verrecken sind ein Witz. Ein Student verdient das mit seinen Nebenjob.
Kostenloses Ticket, also nach solch einer Erfahrung glaube ich nicht das einer daran Interesse hat.
Fahrpreis erstattet, also insgesamt 2Mal gratis fahren....
also ich darf 2 Mal gratis mit dem Eurostar fahren, bekomme 170EUR obendrauf, und als gegenleistung 15Stunden in einem Tunnel verrecken? Da arbeite ich lieber beim Lidl im Lagerraum, aber das ist natuerlich meine persoehnliche Entscheidung.
Wie dem auch seie, ich denke mal 2500EUR Schadensgeld ist wohl das Mindeste. Denn das hier sind offensichtlich Konstruktionspannen. Das es draussen mal 25Grad frieren kann, und im Tunnel 25Grad plus ist muss bei der Konstruktion bereucksichtigt werden und ist definitiv ein Fehler dem Unternehmen zuzuschreiben wo dementsprechend auch hoeheren Schadenssummen bezahlt werden muessen.
Ich bin mir auch ziemlich Sicher das es bei dieser "Abfindung" ein Zettelchen mit Unterschrift gibt das man auf weitere Ansprueche verzichtet... So kommen die billig davon, denn wenn dies zu einer Massenklage wird, wird die Schadenssumme erheblich hoeher.
vielleicht sollte man sie einfach mal lagsam fahren lassen die zuege ...