So gelten bei Wolfgang Gebetsroither zwingend handwerkliche Grundregeln, "um aus einem Boot ein schönes Boot" zu machen. Gutes Design sei auch optische Täuschung, erklärt er an einem kleinen Beispiel: Die flache Edelstahl-Reeling der Frauscher 909-Benaco, die scheinbar parallel zum Deck verläuft, ist tatsächlich leicht nach oben gebogen - das fällt unmittelbar nicht auf, "gibt aber diesem Detail die entscheidende optische Spannung".
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Harte internationale Konkurrenz, Kostendruck, die Suche nach Aufmerksamkeit - in der Designerszene ist man sich einig, dass allein die Individualisierung der Segelyachten und Motorboote die Chance für die Zukunft ist. "Es ist für alle kontraproduktiv, wenn niemand in den Häfen mehr sagen kann, aus welcher Werft welches Schiff kommt", warnt Georg Nissen.
Und dass Konstrukteure mitunter auch dafür sorgen, dass die Stimmung an Bord gut bleibt, zeigt ein gerne kolportiertes Gerücht. Demnach sollen die Ruderblätter von Segelyachten einer namhaften Werft so geschnitten sein, dass das Schiff bei mehr als fünf Beaufort aus dem Ruder läuft. Der Grund: Die Frau an Bord habe auf mehr Wind sowieso keine Lust - und weil der Skipper sich angesichts des Segelverhaltens auch nicht mehr wohlfühle, bleibe er einfach im Hafen.
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